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| Grundbedürfnisse sind niemals Luxus
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von: basti |  15.03.2010 12:04:01
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Grundbedürfnisse sind
niemals Luxus
Dieser Text ist
eine Antwort auf die Gedankensammlung "Was
ist Luxus?" von dany2000.
Umgangssprachlich gesehen
kann Luxus alles sein. Luxus zeichnet sich durch eine gewisse
Exklusivität aus. Das lateinische Wort "luxus" bedeutet
übersetzt Verschwendung.
Es handelt sich dabei um grundsätzlich erstrebenswerte Dinge, die
für die meisten aber nicht erreichbar sind.
Wer den Nebel des
Umgangssprachlichen verlassen möchte, der muss sich
wissenschaftlichen Definitionen zuwenden.
Es wäre traurig, würde
man eine gute Gesundheit zu den Dingen zählen, die für die meisten
unerreichbar sind. Gesundheit zählt zu den Grundbedürfnissen
(Physiologische
Bedürfnisse nach Maslow), die jeder Mensch bestrebt ist,
zuallererst zu befriedigen.
Wer es nicht schafft,
seine niedrigsten Bedürfnisse zu erfüllen, den kann die Erfüllung
höherer Bedürfnisse nicht befriedigen. Wem gefällt schon ein
Kinobesuch mit leerem Magen?
Gesundheit kann meiner
Meinung nach niemals Luxus sein. Und sollte durch unser
Gesundheitssystem auch nicht dazu verklärt werden. Gesundheit ist
ein Grundbedürfnis des Menschen. Kann das Bedürfnis nach Gesundheit
nicht nicht befriedigt werden, dann wird Gesundheit nicht zum Luxus,
sondern bleibt ein unbefriedigtes Grundbedürfnis.
Alles andere wird
nichtig, kann nicht genossen werden, solange das Grundbedürfnis nach
Gesundheit nicht befriedigt wird.
Luxus ist dabei keine Maß
von Wertigkeit, sondern der Notwendigkeit. Es kann weitaus teurer
sein, einem Herzkranken eine Transplantation zu ermöglichen, als ihm
einen Sportwagen zu kaufen.
Das neue Herz ist für
ihn dabei lebensnotwendig. Bekäme er es nicht, müsste er bald
sterben. Der Sportwagen wäre vielleicht billiger und leichter zu
ermöglichen, weil menschliche Herzen eben nicht industriell
hergestellt werden können, Sportwagen aber schon. Dennoch bleibt der
Sportwagen verschwenderischer Luxus, ohne den ein gutes Leben möglich
wäre. Die lebensrettende Operation bleibt trotz der hohen Kosten ein
Grundbedürfnis des Kranken.
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Tags: bedürfnis, bedarf bedürfnis, der luxus, definition bedürfnis, russen luxus, auto, schmuck, uhr,sarg
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| Auch Veganer haben im Zweifel Blut an ihren Fingern
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von: basti |  26.02.2010 12:48:09
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Auch
Veganer haben im Zweifel Blut an ihren Fingern
Dieser
Text ist eine Antwort auf Raupis Beitrag Veganismus,
die ethischen Gründe.
Ich
bin nicht einmal Vegetarier und ich finde es bemerkenswert, dass du
von vornherein mit Anfeindungen von Fleischfressern rechnest.
Was hast du denn von dieser Seite erlebt?
Hat man dich
angegriffen, weil dein aufklärerischer Stil so aufgefasst wurde,
dass du den lieben nicht-Vegetariern den Genuss am Schnitzel
verdirbst?
Meine Meinung ist, dass niemand die Augen
verschließen sollte. Es ist dumm, dich anzugreifen, weil deine
sachliche Wissensvermittlung von einigen als Angriff auf ihren
Speiseplan bewertet wird. Dahinter steckt die Aussage: "Ich esse
Fleisch, weil ich die Augen vor dem Schrecken des Mästens und
Schlachtens verschließe und wenn du mir davon berichtest, zerstörst
du mein gutes Gewissen."
Ich kann nur akzeptieren, wenn
Fleischereikunden sich mit dem Thema auseinander gesetzt haben und es
dann noch immer in Ordnung finden, tierisches auf ihre Speisekarte zu
setzen.
Ich esse sehr selten Fleisch und wenn, dann beziehe
ich soweit möglich Bio-Produkte. Geräucherter Tofu schmeckt mir
ausgezeichnet, kross angebraten mit Gemüse ist das ein höherer
Genuss als Putenbrust. Und wer in seinem Schnitzel weder Knorpel noch
Fettstreifen mag, der kann auch die restlichen Fleischfasern
weglassen und fertig panierte und gut gewürzte Tofu-Schnitzel
besorgen - schmecken mir ausgezeichnet.
Weniger
Fleisch zu essen kann neben Tierliebe aber auch aus purem Egoismus
erfolgen: Viele, viele Krankheiten
werden dadurch ausgelöst, dass wir viel zu viele tierische Fette zu
uns nehmen. Herz- Kreislaufkrankheiten, Nierensteine, Krebs,
Allergien, Bluthochdruck, Prostatakrebs... Die Liste ist lang und
lässt sich mit zahlreichen Zivilisationskrankheiten
fortführen.
Ein
weiterer Aspekt dieser Form des Tierschutzes besteht darin, dass
nicht nur durch das Essen von Fleisch Blut an den Händen der
Menschen klebt und sich auch Veganer "schuldig machen",
wenn sie diese Perspektive außer Acht lassen.
Bestandteile
von Tieren, die unschön gezüchtet und qualvoll getötet sind,
finden sich nicht nur in Nahrungsmitteln, sondern auch in zahlreichen
Industrieprodukten. Am offensichtlichsten ist das wohl beim Leder,
das sich im Sofa, der Geldbörse, Handytasche und Schuhen finden
lässt.
Aber
es geht auch versteckter, denn aus Knochenmehl werden beispielsweise
Leim oder Tapetenkleister hergestellt. Da sitzt der Tierfreund in
seiner frisch tapezierten Küche auf einem verleimten Holzstuhl aus
nachhaltig erwirtschafteter Fichte, ernährt sich vegan und hat dann
doch indirekt den Mord an Tieren auf dem Gewissen.
Sind
rein pflanzliche Lebensmittel tatsächlich frei von der Schuld, dass
Tiere dafür sterben mussten? Hasen, Rehe und Füchse geraten Jahr
für Jahr in großer Anzahl in und unter die Mähdrescher. Sie werden
lebend zerhäkselt wie im Fleischwolf.
Dieser
kleine Ausflug soll keineswegs dazu ermuntern zu sagen: "Na,
wenn das so ist, dann ist Fleisch essen ja gar nicht so schlimm".
Es ist eher eine Forderung, nicht am eigenen Tellerrand halt zu
machen. Es reicht nicht, mit dem Finger auf Fleischesser zu zeigen,
damit sie das Fleischessen sein lassen. Denn Tiere werden auf viele
Arten verwertet bzw, sterben grausam in Form eines
Kollateralschadens.
Nur
darauf zu verzichten, Tiere und deren Produkte zu essen, geht noch
nicht weit genug, auch die indirekte Verwertung tierischer Produkte
sollte ausgeschlossen werden, indem Ersatzstoffe aus möglichst
nachwachsenden, pflanzlichen Rohstoffen gewonnen werden.
Bei
dem Anbau der dafür notwendigen Pflanzen sollte möglichst wenig
Land vernichtet und möglichst nachhaltig bewirtschaftet werden.
Anbau und Ernte sollten ohne Umweltschäden vonstatten gehen, keine
Tiere und keine Menschen sollten dabei zum Kollateralschaden werden.
Eine utopische Forderung? Ich hoffe, dass der Mensch genug
Einfallsreichtum hierfür besitzt!
Sich
vegan oder vegetarisch zu ernähren ist definitiv ein Schritt in die
richtige Richtung aber bei weitem noch nicht genug, wenn man sich
ernsthaft mit dem Thema auseinander setzt.
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Tags: tiere menschen, vegan leben, das tiere, tiere tod, frau tiere, der mord, tiere tot, essen, gesund
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| Es gibt fliegende Teppiche!
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von: basti |  09.02.2010 20:34:58
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Bei Typeer-Mitglied
PinkHibiskus ist der Geschwisterstreit voll entbrannt: Die
Dreijährige will der Fünfjährigen nicht abnehmen, dass es keine
fliegenden
Teppiche gibt. Ein willkommener Anlass, mich mit dem Wunder des
Fliegens auseinander zu setzen.
Der Mensch hat vor
einigen Jahrzehnten aufgehört, an Wunder zu glauben. Wunder der
Technik traten an die Stelle der Wunder, die keiner Technik
bedurften und einfach funktionierten, weil man an sie glaubte.
Dem Menschen unserer Zeit
fällt es schwer, an Dinge zu glauben, wenn er nicht sehen
kann, wie es funktioniert.
Auch
heute geschehen noch die wunderlichsten Dinge. Wahre Wunder geschehen
in metallenen Kästen, in kleinen Geräten. Heutzutage ist um jedes
Wunder herum eine Maschine gebaut und mit dieser Maschine glaubt der
Mensch, das Wunder zu verstehen.
Und
ich behaupte sehr wohl, dass Teppiche fliegen können. Nur hat man
heutzutage um das Wunder des fliegenden Teppichs wieder einmal eine
Maschine herum gebaut: Flugzeuge, Hubschrauber und wie die fliegenden
Kisten noch so heißen. Ein Flugzeug ist eine geschlossene Röhre mit
Flügeln. In dieser Röhre spürt man den Flugwind nicht und in den
Sitzen ist es bequemer als auf dem Fußboden.
Flugzeuge
fliegen - wer für dieses Wunder eine technische Begründung braucht,
für den ist Aerodynamik
das richtige Stichwort. Propeller oder Turbinen bringen das Flugzeug
auf so hohe Geschwindigkeit, dass an den Tragflächen der Flügel
Luftströmungen entstehen, die für Auftrieb sorgen und das Flugzeug
in die Luft heben.
Aber
es gibt Menschen, die können sich noch von einem echten Wunder
verzaubern lassen. Und für diese Menschen ist ein Flugzeug eine
simple Röhre, die um einen fliegenden Teppich herum gebaut wurde!
Wer
das nicht glaubt, der kann beim nächsten Urlaubsflug in ein
entferntes Land ja mal schauen, ob er im Ferienflieger einen Teppich
findet. Ich bezweifle, dass es überhaupt ein Flugzeug gibt, in dem
es keinen Teppich gibt. Und das wird einen Grund haben. Die Teppiche,
sie fliegen.
Fliegende
Teppiche: Es gibt sie wirklich!
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Tags: urlaub, billig urlaub, kinder, mit kinder, kindern, kinder lernen, der urlaub, kinder im, brauchen
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| "Opfer-Videos" - witzig oder Cybermobbing?
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von: basti |  20.01.2010 11:30:25
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Charlottewho
hat uns in ihrem Thema Musik&Youtube
bereits einige Videos vorgestellt. Unter anderem sehr lustige,
beispielsweise von "DieAussenseiter". Aber im Beitrag
Youtube
Opfer waren Videos dabei, über die ich nicht lachen kann.
Der
Humor funktioniert hier auf der Ebene des Fremdschämens.
"Wie können die sich bloß so zum Affen machen", denkt man
sich zuerst. Es ist wohl richtig, dass die "Opfer" alle
freiwillig diese Videos ins Netz gestellt haben.
Sie alle
haben ihre Meinung per Video in der Öffentlichkeit vertreten. Das
verlangt mir erst einmal Respekt ab. Nicht viele Menschen sind dazu
bereit, für ihre besondere Meinung, die sich von der Masse abhebt
einzustehen. Und dann in so jungen Jahren.
Ich frage mich
nur, ob diese Leute die Reaktion auf ihre Videos richtig eingeschätzt
haben, ob sie einkalkuliert haben, dass sich Leute gezielt auf die
Suche nach solchen Videos machen, um darüber zu lachen. Um sich über
sie lustig zu machen, statt ihr Anliegen ernst zu nehmen.
Das
Problem an der ganzen Sache ist, dass solche Videos nie wieder aus
dem Netz verschwinden. Wenn die hier als "Opfer"
bezeichneten Menschen ihre Ansichten ändern und nicht mehr wollen,
dass ihre Videos im Netz zu sehen sind, dann haben sie kaum eine
Chance, dass sie dort wieder verschwinden.
Bestes Beispiel
ist Video Nr. 1 mit der Tokio-Hotel-Angie. Das Video stammt definitiv
nicht von ihr. In ihre Originalaufnahmen wurde Text hinein
geschnitten, der sie aufs übelste diffamiert. Natürlich wurde
dieses Video nicht von ihr hoch geladen, sondern von dem, der den
Text hinein geschnitten hat. Sie kann es nicht löschen, selbst wenn
sie es wollte.
Ich möchte mich an derartigen Hetz-Kampagnen
nicht beteiligen. Es ist Cyber-Mobbing, das böse Folgen haben kann.
Ich habe zwar keine Statistik zur Hand, aus der hervorgeht, wie viele
Jugendliche wegen Mobbing in der Schule und im Internet jährlich
Selbstmord begehen.
"Sie sind selbst schuld, sie haben
das Video gemacht", mag erst einmal stimmen. Aber dass derartig
auf sie eingeprügelt wird, daran sind sie nicht schuld, denn Mobbing
ist kriminell. Ein Supermarkt hat schließlich auch keine Schuld am
Ladendiebstahl, nur weil der Laden geöffnet hat und sich Waren in
den Regalen befinden. Schuld ist, wer klaut. Oder eben mobbt.
Ich
persönlich kann über die gewollt komischen Beiträge von Coldmirror
oder den Außenseitern auch erheblich besser lachen als über
Jugendliche, die sich ungewollt lächerlich machen - und das
vermutlich bereits bitter bereuen, ohne sich wehren zu können.
Mich
erschreckt außerdem, wie der Begriff "Opfer" Einzug in die
Jugendsprache gefunden hat. Im eigentlichen Sinne sind damit Menschen
gemeint, die durch (Gewalt-)Verbrechen, Unfälle oder
Naturkatastrophen geschädigt wurden. Jugendliche setzen "Opfer"
allerdings mit sozialen Versagern gleich, die schwach und wehrlos
sind. Ihr Opferbegriff ist ohne Mitgefühl.
Sie
machen sich über "Opfer" lustig und verschaffen sich
dadurch die Identität, selbst kein Opfer zu sein, sondern sozial
anerkannt und stark. Diese Abgrenzung der (Cyber-)Mobber zu "Opfern"
lässt eine latente Angst vor sozialem Abstieg, vor der persönlichen
Opferrolle, erkennen: Sich "auf die richtige Seite"
schlagen und andere fertig machen, bevor einem das gleiche geschieht.
Dass
sich daraus ein Teufelskreis ergibt, der ein friedliches
Zusammenleben im Klassenzimmer oder Chatrioom unwahrscheinlich macht,
sollte jedem klar sein. Wer weg schaut oder gar mit Mobbern lacht und
nichts gegen sie unternimmt, macht sich mit schuldig.
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Tags: opfer, video, videos, youtube, mobbing, cybermobbing, hilfe, dagegen, unternehmen, schule,youtube.de
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