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Wetterfühligkeit – Ursachen und Tipps

Autor: Redaktionsbüro
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Wetterfühligkeit - Ursachen und Tipps
von: Redaktionsbüro |  10.06.2008 14:36:55

 

Wetterfühligkeit – Ursachen und Tipps

Unter dem Begriff „Wetterfühligkeit“ versteht man die aufgrund des Wettergeschehens erfolgte Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Gesundheit. Als wetterfühlig bezeichnet man somit Menschen, die Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und andere Faktoren verstärkt wahrnehmen und darauf körperlich und/oder psychisch reagieren. Betroffen sind etwa 30 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung, davon ganz besonders Menschen mit Kreislaufstörungen. In Deutschland sind rund 30 Millionen Menschen wetterfühlig, davon 20 Millionen Frauen, das heißt, unter Wetterfühligkeit leiden ungefähr doppelt so viele Frauen wie Männer.

Ursachen

Da viele Menschen aber anscheinend nicht auf Klimaveränderungen reagieren, wird Wetterfühligkeit oft als Einbildung abgetan. Doch das ist falsch, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen Wärmehaushalt und Flüssigkeitsbilanz unseres Körpers. Ganz offensichtlich ist dies beispielsweise bei Kälte durch Zittern oder bei Hitze durch Schwitzen. Als Grund für diese Beeinflussung wird ein alter körperlicher Schutzreflex vermutet, der bei Wetterwechsel Mensch und Tier vorwarnte. Dieser Schutzreflex passt bei Klimaschwankungen Herzschlag und Atmung an und sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße verengen oder weiten und somit den Blutdruck verändern.

Darüber hinaus wird derzeit auch die Bedeutung so genannter „Sferics“ untersucht. Das sind elektromagnetische Strahlen, die bei bestimmten Wettervorgängen, beispielsweise bei Gewitter, auf das menschliche Gehirn wirken. Die Ergebnisse hierzu sind aber noch widersprüchlich.

Einige Beispiele für kritische Wetterlagen und ihre Auswirkungen:

r        Bei Zufuhr feuchter Warmluft und bei kaltem Hochdruckwetter häufen sich Migräneanfälle.

r        Wolken- und niederschlagsreiche Wetterfronten (Tiefdruckgebiete) können zu Kopfschmerzen und erhöhten Blutdruckwerten führen.

r        Warmfronten begünstigen Kreislauf-Beschwerden und entzündliche Prozesse.

r        In der „Null-Wetterlage“ stagniert die Luft und wird trübe. Dies kann Infarkte, Depressionen und allergischen Reaktionen auslösen.

r        Bei schönem Wetter mit Ostwind treten vermehrt Kopfschmerzen, reduzierte Blutgerinnung, Schlafstörungen, Krämpfe und niedrige Blutdruckwerte auf.

Der Grund, warum nicht alle Menschen wetterfühlig sind, liegt am individuellen Gesundheitszustand, denn Wetterumschwünge sind ein Stressfaktor für unseren Körper. Wetterfühligkeit weist daher oft auf gesundheitliche Schwachstellen hin. Ein gesunder Mensch ist in aller Regel in der Lage, die Wetterreize gut auszugleichen. Medizinisch gesehen entsteht also die Wetterfühligkeit immer dann, wenn die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems gegen bioklimatische Veränderungen herabgesetzt ist. Dies geschieht beispielsweise durch Stress, innere Unausgeglichenheit und starke Anspannung. Wer also bereits unter Stress steht oder körperlich geschwächt ist, etwa aufgrund einer Allergie oder einer Krankheit (Diabetes, Rheuma, Asthma) oder wer falsche Ernährungs- oder Lebensgewohnheiten hat, leidet auch eher unter Wetterfühligkeit.

Symptome

Die Beschwerden sind vielfältig und gehen weit über „normale“ Kopfschmerzen hinaus. Manche Menschen reagieren gereizt oder nervös, bei anderen kommt es zu depressiven Stimmungen. Die auftretenden Symptome hängen aber immer auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und dem Alter des Betroffenen ab. Die häufigsten Symptome sind:

r        Appetitlosigkeit

r        Verminderte Belastbarkeit, Müdigkeit

r        Schlaf- Einschlafstörungen

r        Konzentrationsschwierigkeiten

r        Stimmungsschwankungen (Reizbarkeit und Aggressivität, aber auch depressive Verstimmungen, Antriebsarmut und Lustlosigkeit)

r        Kreislaufstörungen (teilweise in Verbindung mit Übelkeit) bis hin zu Kreislauf-Zusammenbrüchen

r        Kopfschmerzen bis hin zur Migräne

r        Übelkeit

r        Verstärkte Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, beispielsweise Rheuma oder bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke (Verschleißerscheinungen an Gelenken und Wirbelsäule)

r        vermehrte Narben- und Phantomschmerzen

Abgrenzung

Medizin-Meteorologen unterscheiden drei Arten klimatischer Beeinträchtigungen des menschlichen Wohlbefindens:

r        Wetterreaktion: Um die Kerntemperatur zu erhalten, reguliert und steuert unser Körper ununterbrochen Wärmebildung, Wärmeaufnahme und -abgabe. Diese ständigen Körper-Reaktionen auf atmosphärische Einflüsse nehmen wir allerdings nur wahr, wenn wir stark schwitzen, frieren oder krank sind.

r        Wetterfühligkeit: Die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems ist erniedrigt, der Betroffene nimmt seine Körper-Reaktionen auf Wetter und Klima verstärkt subjektiv wahr.

r        Wetterempfindlichkeit: Im Gegensatz zur Wetterfühligkeit äußert sich die Wetterempfindlichkeit durch Verschlimmerung bestehender Krankheiten, örtlicher Beschwerden und Schmerzen. Beispiele für Wetterempfindlichkeit sind Narben- und Amputationsschmerzen (Phantomschmerzen) sowie Müdigkeit und schwere Merkstörungen nach Knochenbrüchen.
 

Wichtige Hinweise:

 

Die Symptome wetterbedingter Beschwerden ähneln oft denen „normaler“ Krankheiten. Dennoch gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied: Es lassen sich keine krankhaften Veränderungen an den betreffenden Organen nachweisen. Die Beschwerden sind folglich als Symptom eines geschwächten Organismus zu sehen, der nicht mehr fähig ist, Klimaänderungen auszugleichen. Wetterfühligkeit und -empfind­lichkeit sind daher keine Krankheiten und gehören nach dem Gesetz ausdrücklich auch nicht zu den krankhaften Beschwerden, ebenso wenig wie Ermüdungserscheinungen, Hunger- und Durstgefühle, See- und Luftkrankheit oder Schwangerschaftsbeschwerden.


Gegenmaßnahmen

Wetterfühligkeit ist kein Schicksal, dem man hilflos ausgeliefert ist. So wie Muskeln und Ausdauer trainiert werden müssen, um fit zu bleiben, so ist auch die Klimatoleranz des Körpers zu trainieren, um die Wetterfühligkeit zu verringern. Das heißt, es ist wichtig, den Körper veränderten Klimabedingungen auszusetzen. Denn die Klimatoleranz des Körpers sinkt aufgrund der reduzierten natürlichen Umweltschwankungen unserer zivilisierten Lebensweise. Beispielsweise bewegen wir uns zu wenig und üben überwiegend sitzende Tätigkeiten aus, und das auch noch in gleichmäßig beheizten Räumen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der an Wetterfühligkeit Leidenden ständig steigt. Als besonders wirksame Vorbeugemaßnahmen eignen sich:

r        Bewegung an der frischen Luft (z.B. Radfahren, Joggen, Spazieren gehen, auch Rasen mähen und Treppen steigen sind gut geeignet) und das bei jedem Wetter, also auch wenn regnet, stürmt oder schneit. Achten sie aber darauf, den Kreislauf nicht zu überfordern. Wichtig ist, dass Sie Ihre Belastungsgrenze rechtzeitig erkennen und bei Beschwerden eine Ruhepause einlegen.

r        Eine regelmäßige Lebensführung mit ausreichenden Schlaf- und Erholungszeiten. Vermeiden Sie auch in der Freizeit möglichst jeden „Stress“.

r        Abwechselnd heiß/kalt Duschen. Drei Durchgänge, jeweils etwa zwei Minuten heiß, dann 15 bis 20 Sekunden kalt und mit kaltem Wasser abschließen. Danach die Haut mit dem Handtuch gründlich abrubbeln.

r        Gymnastische Übungen am geöffneten Fenster oder auf dem Balkon, vor allem bei zu niedrigem Blutdruck und morgendlicher Antriebsschwäche.

r        Regelmäßig einmal pro Woche in die Sauna gehen.

r        Raumtemperaturen nicht zu hoch wählen und häufig Lüften.

r        Übermäßigen Alkohol-, Nikotin- und Medikamentenkonsum vermeiden.

r        Vitaminreiche und ausgewogene Ernährung (viel frisches Obst und Gemüse) mit geregelten Essenszeiten. Meiden Sie möglichst fettreiche und schwer verdaulichen Speisen. Sie erfordern viel Verdauungsarbeit und belasten dadurch unnötig den Kreislauf, außerdem machen sie müde und antriebsarm.

r        Thalassobehandlung (Bädertherapie). Aus Sicht der „Alternativmedizin“ kann Wetterfühligkeit entstehen, wenn der Körper durch Ablagerung von Stoffwechselschlacken und Umweltgiften geschwächt ist. Die Ausleitung dieser Stoffe wird durch die Thalassobehandlung angestrebt. Dabei werden die natürlichen Bedingungen der Meeresküsten genutzt: Meerwasser, Sonnenstrahlung, salzhaltige Luft, Schlick und Algen.

r        Kräuterbad für Wetterfühlige (je ca. 50 Gramm Rosmarin, Lavendel und Kamille in ein Leinentuch oder Baumwollsäckchen verpacken und in den Strahl des einlaufenden Badewassers legen, Wassertemperatur 38 °C, Badedauer etwa 20 Minuten).

Wichtige Hinweise:

Bei hohem Blutdruck oder einer Herzkrankheit mit verminderter Belastungsfähigkeit sollten sich Wetterfühlige bei belastenden Wetterlagen etwas schonen. Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden, vor allem wenn Schwindel, Benommenheit oder Atembeschwerden hinzukommen, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Empfehlenswert ist auch, dass Wetterfühlige ihren Urlaubsort nach klimatischen Gesichtspunkten auswählen. Bedenken Sie: Jeder plötzliche Klimawechsel kann sich gesundheitlich negativ auswirken. Fragen Sie gegebenenfalls auch hierbei Ihren Arzt um Rat.

 


 

Tags: 

Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerz

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Wetterfühligkeit - Ursachen und Tipps
von: Redaktionsbüro |  10.06.2008 14:47:32

 

Wetterfühligkeit – Ursachen und Tipps

Unter dem Begriff „Wetterfühligkeit“ versteht man die aufgrund des Wettergeschehens erfolgte Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Gesundheit. Als wetterfühlig bezeichnet man somit Menschen, die Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und andere Faktoren verstärkt wahrnehmen und darauf körperlich und/oder psychisch reagieren. Betroffen sind etwa 30 Prozent der mitteleuropäischen Bevölkerung, davon ganz besonders Menschen mit Kreislaufstörungen. In Deutschland sind rund 30 Millionen Menschen wetterfühlig, davon 20 Millionen Frauen, das heißt, unter Wetterfühligkeit leiden ungefähr doppelt so viele Frauen wie Männer.

Ursachen

Da viele Menschen aber anscheinend nicht auf Klimaveränderungen reagieren, wird Wetterfühligkeit oft als Einbildung abgetan. Doch das ist falsch, denn Temperatur und Luftfeuchtigkeit beeinflussen Wärmehaushalt und Flüssigkeitsbilanz unseres Körpers. Ganz offensichtlich ist dies beispielsweise bei Kälte durch Zittern oder bei Hitze durch Schwitzen. Als Grund für diese Beeinflussung wird ein alter körperlicher Schutzreflex vermutet, der bei Wetterwechsel Mensch und Tier vorwarnte. Dieser Schutzreflex passt bei Klimaschwankungen Herzschlag und Atmung an und sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße verengen oder weiten und somit den Blutdruck verändern.

Darüber hinaus wird derzeit auch die Bedeutung so genannter „Sferics“ untersucht. Das sind elektromagnetische Strahlen, die bei bestimmten Wettervorgängen, beispielsweise bei Gewitter, auf das menschliche Gehirn wirken. Die Ergebnisse hierzu sind aber noch widersprüchlich.

Einige Beispiele für kritische Wetterlagen und ihre Auswirkungen:

r        Bei Zufuhr feuchter Warmluft und bei kaltem Hochdruckwetter häufen sich Migräneanfälle.

r        Wolken- und niederschlagsreiche Wetterfronten (Tiefdruckgebiete) können zu Kopfschmerzen und erhöhten Blutdruckwerten führen.

r        Warmfronten begünstigen Kreislauf-Beschwerden und entzündliche Prozesse.

r        In der „Null-Wetterlage“ stagniert die Luft und wird trübe. Dies kann Infarkte, Depressionen und allergischen Reaktionen auslösen.

r        Bei schönem Wetter mit Ostwind treten vermehrt Kopfschmerzen, reduzierte Blutgerinnung, Schlafstörungen, Krämpfe und niedrige Blutdruckwerte auf.

Der Grund, warum nicht alle Menschen wetterfühlig sind, liegt am individuellen Gesundheitszustand, denn Wetterumschwünge sind ein Stressfaktor für unseren Körper. Wetterfühligkeit weist daher oft auf gesundheitliche Schwachstellen hin. Ein gesunder Mensch ist in aller Regel in der Lage, die Wetterreize gut auszugleichen. Medizinisch gesehen entsteht also die Wetterfühligkeit immer dann, wenn die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems gegen bioklimatische Veränderungen herabgesetzt ist. Dies geschieht beispielsweise durch Stress, innere Unausgeglichenheit und starke Anspannung. Wer also bereits unter Stress steht oder körperlich geschwächt ist, etwa aufgrund einer Allergie oder einer Krankheit (Diabetes, Rheuma, Asthma) oder wer falsche Ernährungs- oder Lebensgewohnheiten hat, leidet auch eher unter Wetterfühligkeit.

Symptome

Die Beschwerden sind vielfältig und gehen weit über „normale“ Kopfschmerzen hinaus. Manche Menschen reagieren gereizt oder nervös, bei anderen kommt es zu depressiven Stimmungen. Die auftretenden Symptome hängen aber immer auch vom allgemeinen Gesundheitszustand und dem Alter des Betroffenen ab. Die häufigsten Symptome sind:

r        Appetitlosigkeit

r        Verminderte Belastbarkeit, Müdigkeit

r        Schlaf- Einschlafstörungen

r        Konzentrationsschwierigkeiten

r        Stimmungsschwankungen (Reizbarkeit und Aggressivität, aber auch depressive Verstimmungen, Antriebsarmut und Lustlosigkeit)

r        Kreislaufstörungen (teilweise in Verbindung mit Übelkeit) bis hin zu Kreislauf-Zusammenbrüchen

r        Kopfschmerzen bis hin zur Migräne

r        Übelkeit

r        Verstärkte Beschwerden bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen, beispielsweise Rheuma oder bei degenerativen Erkrankungen der Wirbelsäule und der Gelenke (Verschleißerscheinungen an Gelenken und Wirbelsäule)

r        vermehrte Narben- und Phantomschmerzen

Abgrenzung

Medizin-Meteorologen unterscheiden drei Arten klimatischer Beeinträchtigungen des menschlichen Wohlbefindens:

r        Wetterreaktion: Um die Kerntemperatur zu erhalten, reguliert und steuert unser Körper ununterbrochen Wärmebildung, Wärmeaufnahme und -abgabe. Diese ständigen Körper-Reaktionen auf atmosphärische Einflüsse nehmen wir allerdings nur wahr, wenn wir stark schwitzen, frieren oder krank sind.

r        Wetterfühligkeit: Die Reizschwelle des vegetativen Nervensystems ist erniedrigt, der Betroffene nimmt seine Körper-Reaktionen auf Wetter und Klima verstärkt subjektiv wahr.

r        Wetterempfindlichkeit: Im Gegensatz zur Wetterfühligkeit äußert sich die Wetterempfindlichkeit durch Verschlimmerung bestehender Krankheiten, örtlicher Beschwerden und Schmerzen. Beispiele für Wetterempfindlichkeit sind Narben- und Amputationsschmerzen (Phantomschmerzen) sowie Müdigkeit und schwere Merkstörungen nach Knochenbrüchen.
 

Wichtige Hinweise:

 

Die Symptome wetterbedingter Beschwerden ähneln oft denen „normaler“ Krankheiten. Dennoch gibt es einen ganz wesentlichen Unterschied: Es lassen sich keine krankhaften Veränderungen an den betreffenden Organen nachweisen. Die Beschwerden sind folglich als Symptom eines geschwächten Organismus zu sehen, der nicht mehr fähig ist, Klimaänderungen auszugleichen. Wetterfühligkeit und -empfind­lichkeit sind daher keine Krankheiten und gehören nach dem Gesetz ausdrücklich auch nicht zu den krankhaften Beschwerden, ebenso wenig wie Ermüdungserscheinungen, Hunger- und Durstgefühle, See- und Luftkrankheit oder Schwangerschaftsbeschwerden.


Gegenmaßnahmen

Wetterfühligkeit ist kein Schicksal, dem man hilflos ausgeliefert ist. So wie Muskeln und Ausdauer trainiert werden müssen, um fit zu bleiben, so ist auch die Klimatoleranz des Körpers zu trainieren, um die Wetterfühligkeit zu verringern. Das heißt, es ist wichtig, den Körper veränderten Klimabedingungen auszusetzen. Denn die Klimatoleranz des Körpers sinkt aufgrund der reduzierten natürlichen Umweltschwankungen unserer zivilisierten Lebensweise. Beispielsweise bewegen wir uns zu wenig und üben überwiegend sitzende Tätigkeiten aus, und das auch noch in gleichmäßig beheizten Räumen. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Zahl der an Wetterfühligkeit Leidenden ständig steigt. Als besonders wirksame Vorbeugemaßnahmen eignen sich:

r        Bewegung an der frischen Luft (z.B. Radfahren, Joggen, Spazieren gehen, auch Rasen mähen und Treppen steigen sind gut geeignet) und das bei jedem Wetter, also auch wenn regnet, stürmt oder schneit. Achten sie aber darauf, den Kreislauf nicht zu überfordern. Wichtig ist, dass Sie Ihre Belastungsgrenze rechtzeitig erkennen und bei Beschwerden eine Ruhepause einlegen.

r        Eine regelmäßige Lebensführung mit ausreichenden Schlaf- und Erholungszeiten. Vermeiden Sie auch in der Freizeit möglichst jeden „Stress“.

r        Abwechselnd heiß/kalt Duschen. Drei Durchgänge, jeweils etwa zwei Minuten heiß, dann 15 bis 20 Sekunden kalt und mit kaltem Wasser abschließen. Danach die Haut mit dem Handtuch gründlich abrubbeln.

r        Gymnastische Übungen am geöffneten Fenster oder auf dem Balkon, vor allem bei zu niedrigem Blutdruck und morgendlicher Antriebsschwäche.

r        Regelmäßig einmal pro Woche in die Sauna gehen.

r        Raumtemperaturen nicht zu hoch wählen und häufig Lüften.

r        Übermäßigen Alkohol-, Nikotin- und Medikamentenkonsum vermeiden.

r        Vitaminreiche und ausgewogene Ernährung (viel frisches Obst und Gemüse) mit geregelten Essenszeiten. Meiden Sie möglichst fettreiche und schwer verdaulichen Speisen. Sie erfordern viel Verdauungsarbeit und belasten dadurch unnötig den Kreislauf, außerdem machen sie müde und antriebsarm.

r        Thalassobehandlung (Bädertherapie). Aus Sicht der „Alternativmedizin“ kann Wetterfühligkeit entstehen, wenn der Körper durch Ablagerung von Stoffwechselschlacken und Umweltgiften geschwächt ist. Die Ausleitung dieser Stoffe wird durch die Thalassobehandlung angestrebt. Dabei werden die natürlichen Bedingungen der Meeresküsten genutzt: Meerwasser, Sonnenstrahlung, salzhaltige Luft, Schlick und Algen.

r        Kräuterbad für Wetterfühlige (je ca. 50 Gramm Rosmarin, Lavendel und Kamille in ein Leinentuch oder Baumwollsäckchen verpacken und in den Strahl des einlaufenden Badewassers legen, Wassertemperatur 38 °C, Badedauer etwa 20 Minuten).

Wichtige Hinweise:

Bei hohem Blutdruck oder einer Herzkrankheit mit verminderter Belastungsfähigkeit sollten sich Wetterfühlige bei belastenden Wetterlagen etwas schonen. Verschlechtert sich das Allgemeinbefinden, vor allem wenn Schwindel, Benommenheit oder Atembeschwerden hinzukommen, sollte man unbedingt den Arzt aufsuchen. Empfehlenswert ist auch, dass Wetterfühlige ihren Urlaubsort nach klimatischen Gesichtspunkten auswählen. Bedenken Sie: Jeder plötzliche Klimawechsel kann sich gesundheitlich negativ auswirken. Fragen Sie gegebenenfalls auch hierbei Ihren Arzt um Rat.

 


 

Tags: 

Wetterfühligkeit, Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerz

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