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Sonnenstich und Hitzschlag: Die Risiken der Sonne

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Informationen über Sonnenstich und Hitzschlag

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Sonnenstich und Hitzschlag: Die Risiken der Sonne
von: Redaktionsbüro |  11.06.2008 00:47:35

Sonnenstich und Hitzschlag: Die Risiken der Sonne

Bei Hitzschlag ist schnelle Kühlung lebensrettend

Die Sehnsucht des Menschen nach Wärme und Sonne ist ungebrochen. Sobald im Sommer die heißen Tage auch bei uns für südliches Flair sorgen, genießen wir das unbeschwerte Leben unter freiem Himmel. Freibäder, Badeseen, Parkanlagen und Gartenwirtschaften sind gefüllt mit Sonnenhungrigen jeden Alters. Das Leben ist so schön. Doch Vorsicht! Die Sonne hat auch ihre Schattenseiten: zu viel Sonne und Hitze kann lebensbedrohlich sein.

20.000 Hitzetote in Europa

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass an der Hitzewelle im August 2003 etwa 20.000 Menschen gestorben sind. Besonders gefährdet sind bei Hitze vor allem ältere Menschen, aber auch Säuglinge, Kleinkinder sowie Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ein Risiko besteht aber auch für jüngere und gesunde Personen, wenn sie bei großer Hitze anstrengende Sportarten ausüben. Trotz dieser erschreckenden Zahlen, wissen viele Menschen nicht über die Gefahren und Risiken von Sonne und Hitze Bescheid – geschweige denn darüber, was im Notfall zu tun ist. Deshalb unser Tipp: Beachten Sie unsere Informationen und Empfehlungen, dann können Sie den Sommer und die Sonne unbeschwert und sicher genießen.

Hitzeschäden – eine Übersicht

In der Medizin bezeichnet man als „Hitzeschaden“ eine Gesundheitsstörung, deren Ursache in einer für längere Zeit erhöhten Umgebungstemperatur liegt. Die Folgen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme bis hin zum Hitzetod. Im Einzelnen unterscheidet man folgende Hitzeschäden:

r        Sonnenstich
Ein Sonnenstich entsteht durch direkte, lang andauernde und starke Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nackenbereich. Die Hirnhäute werde dadurch überwärmt, gereizt und schwellen an. Der Sonnenstich ist damit eine Art Hitzschlag des Kopfes.
Symptome sind: roter, heißer Kopf, kühle Haut, Kopfschmerzen, Unruhe, Schwindel, Übelkeit/Erbrechen, Nackenschmerzen bis hin zu Nackensteifigkeit (Meningismus). In fortgeschrittenem Stadium Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle und Kollaps. In schweren Fällen kann ein Sonnenstich tödlich sein. Besonders gefährdet sind Menschen mit Glatze sowie Säuglinge und Kleinkinder, die hohes Fieber bekommen können, wobei sie auffallend blass werden. Vor allem bei kleinen Kindern kann ein Hirnödem oder eine lebensbedrohliche Hirnhautentzündung (Meningitis) entstehen. Falls Kinder einige Stunden nach der Sonneneinstrahlung hohes Fieber bekommen, rufen Sie sofort einen Arzt.

r        Hitzekrampf
Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel führt bei großer Hitze zu einem Hitzekrampf. Vor allem bei Sport und schweren körperlichen Arbeiten verliert unser Körper durch das Schwitzen viel Flüssigkeit und lebenswichtige Mineralstoffe.
Symptome: Muskelkrämpfe oder -zuckungen (unwillkürliche Muskelbewegungen) besonders der Arme, Beine und Bauch.

r        Hitzekollaps/Hitzeerschöpfung
Die Gefahr einer Hitzeerschöpfung besteht, wenn man sich bei großer Hitze körperlich stark belastet (z. B. Arbeit, Sport) und dem Körper nicht ausreichend Flüssigkeit und Mineralsalze zuführt. Die Hitzeerschöpfung ist eine enorme Kreislaufbelastung und kann sich bei mangelnder Flüssigkeits- und Mineralsalzzufuhr auch ohne körperliche Anstrengung über mehrere Tage entwickeln. Hiervon sind vor allem ältere Menschen betroffen, da sie fast immer zu wenig trinken.
Symptome: starkes Schwitzen, Frösteln, Kopfschmerzen, blasse Hautfarbe, Schwäche- und Schwindelgefühl, Übelkeit/Erbrechen bis hin zu einem Kreislaufzusammenbruch. Flache und schnelle Atmung, der Puls ist schwach und schnell. Hitzekrämpfe sind möglich, unbehandelt kann sie in einen Hitzschlag übergehen.

r        Hitzschlag
Ein Hitzschlag entsteht durch einen Wärmestau im Körper. Das bedeutet, durch längere Wärmeeinwirkung wurde die Wärmeregulation des Körpers gestört, es gibt u.a. keine Schweißbildung mehr (Wassermangel). Der Körper ist damit nicht mehr in der Lage, eine normale Körpertemperatur aufrecht zu erhalten, so dass die Körpertemperatur schnell auf über 40 °C steigt. Ein Hitzschlag entwickelt sich entweder aus einer Hitzeerschöpfung oder wenn der Körper keine Körperwärme mehr abgeben kann, um hohe Außentemperaturen auszugleichen. Dies ist beispielsweise möglich durch zu warme Kleidung, körperliche Anstrengung oder bei einem Aufenthalt in überhitzten, geschlossenen Räumen, beispielsweise einem Pkw. Auch Medikamente wie Diuretika oder Antidepressiva, Neuroleptika und Parkinsonmittel können die Wärmeregulation stören.
Symptome: heiße, trockene Haut und hochroter Kopf. Stumpfer Gesichtsausdruck, unsicherer Gang, Schwindel und erhöhter Puls. Verwirrtheit, Übelkeit, schließlich Bewusstlosigkeit und Hirnschwellung. Körpertemperatur über 40 ºC. Unbehandelt kann ein Hitzschlag tödlich sein.

Wichtiger Hinweis:

Sonnenstich und Hitzschlag sind lebensbedrohliche Notfälle. Rufen Sie bei Verdacht daher sofort einen Arzt.
 

Erste-Hilfe-Maßnahmen

r        Als Sofort-Maßnahme legen Sie den Betroffenen in den Schatten bzw. bringen Sie ihn an einen kühlen Ort. Sein Oberkörper/Kopf sollte erhöht gelagert sein.

r        Öffnen Sie seine Kleidung und kühlen Sie den überhitzten Körper langsam ab. Bei Hitzeerschöpfung den Körper mit feuchten Tüchern, besser durch ein kaltes Bad oder Dusche abkühlen. Bei einem Hitzschlag kann die sofortige Abkühlung mit kaltem Wasser lebensrettend sein! Bei Sonnenstich Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern kühlen, aber keine Eisbeutel direkt auf den Kopf legen.

r        Sofern möglich, dem Betroffenen sofort etwas zu trinken geben. Ideal sind beispielsweise Mineralwasser, Wasser und verdünnte Fruchtsäfte (keine alkoholischen Getränke).

r        Sorgen Sie für längere Körperruhe.

r        Bei Bewusstlosigkeit entsprechende Maßnahmen durchführen und den Rettungsdienst rufen.
 

Vorbeugende Maßnahmen

r        Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung und tragen Sie eine leichte und luftdurchlässige Kopfbedeckung (Sonnenhut). Besonders geeignet sind beispielsweise Strohhüte. Baseball-Kappen sind dagegen nicht zu empfehlen, da sie die Luftzirkulation am Kopf eher behindern.

r        Vermeiden Sie körperlichen Anstrengungen wenn Sie Fieber haben oder bei Erkrankungen, mit erhöhtem Flüssigkeitsverlust (Durchfälle, Erbrechen).

r        Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeits- und Mineralstoffzufuhr (2 – 3 Liter). Trinken Sie bei körperlicher Anstrengung (Sport) pro Stunde generell drei bis vier Gläser.

r        Tragen Sie luftige, nicht einengende Kleidung.

r        Vermeiden Sie jegliche Überanstrengung. Verlegen Sie körperliche Aktivitäten in kühlere Tageszeiten.

r        Gönnen Sie sich genügend Ruhe in einem kühlen, abgedunkelten Raum.

 

Tags: 

Sonnenstich, Hitzschlag, Sonne, Sommer, Kopfschmerz

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