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Sehenswürdigkeiten der Stadt Alzenau- kulturell, naturgebunden und lebendig

Autor: diddo
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Sehenswürdigkeiten von Alzenau in Ufr.

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Sehenswürdigkeiten der Stadt Alzenau- kulturell, naturgebunden und lebhaft
von: diddo |  24.07.2009 14:18:58

Kulturell, Naturgebunden und Lebendig- Sehenswürdigkeiten der Stadt Alzenau

Zwischen Mainebene und den Auslaüfern des Spessarts an der nordöstlichsten Spitze Bayerns liegt die wunderschöne „Burg-Stadt“ Alzenau.

Das „Bayrisch RheinMain“ wie die Stadt auch liebevoll genannt wird, ist mit seinen 5 Stadtteilen: Wasserlos, Hörstein, Albstadt, Michelbach und Kälberau ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen aus dem angrenzenden Hessen und dem Bezirk Unterfranken, zu dem die Stadt Alzenau gehört.

Die „Großstädter“ haben hier ihre Wochenendsitze und genießen die Natur nur 40 km von Frankfurt entfernt.

Alzenau hat eine gute Verkehrsanbindung und zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten mit viel Fachgeschäften und Wochenmärkten.

Ein Viertel des Stadtgebietes nimmt das Naturschutzgebiet „Alzenau Sande“ ein, das mit über 95 Hektar das Größte des Landkreises Aschaffenburgs ist und einen speziellen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten darstellt.

Alzenau ist umgeben von sonnenverwöhnten Weinbergen, in denen schon seit über 1000 Jahren Weinbau betrieben wird.Den Grundstock dafür wurde in dem Stadtteil Hörstein von dem Benediktinerkloster der Stadt Seligenstadt gelegt und ist bis heute erhalten. Viele Weinkeltereien bestimmen das Stadtbild in den südlichen Stadtteilen, in denen man natürlich den eigenen Wein, in der für Franken typischen Bocksbeutelflasche, kaufen und verkosten kann.

Die Alzenauer sind fröhliche Menschen, die gerne Feste feiern und die Gesellschaft schätzen. Da ist es kein Wunder, dass das Unterhaltungsprogramm groß und abwechslungsreich ist.

Von Weinfesten wie das „Wasserloser Rieslingfest“ im Frühjahr oder der bekannte „Hörsteiner Herbst“ im Oktober, über Burgfestspiele, Konzerte bis hin zum großen „Alzenauer Stadtfest“ im August und dem wunderschönen Weihnachtsmarkt am 1. Adventswochenende ist für jeden etwas dabei.

Die Sehenswürdigkeiten von Alzenau besichtigt man am besten zu Fuß über die ausgeschriebenen Kulturwanderwege.

Einen besonderen Standpunkt hat die Alzenauer Burg. Sie heißt die Besucher aus Hessen willkommen am nordwestlichsten Tor zu Bayern und ist das Wahrzeichen von Alzenau.

Erbaut wurde sie 1395-1399 in spätgotischer Profanarchitektur Frankens auf einem Hügel oberhalb der Stadt.

Der Grundriss ist oval und umgibt mit hohen Mauern den Vorhof der Burg, der dann in den inneren Burghof, die Innere Burg und den Palas mündet.

In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts diente sie als Verwaltungssitz des Kurfürsten von Mainz. Bis in die 70er Jahre war die Burg eine Ruine und wurde erst dann umfassend renoviert und für Veranstaltungen freigegeben.

Heute beherbergt die schöne Burg das Amtsgericht im Vorhof und wechselnde Ausstellungen im Untergeschoß des Palas, dass früher als Räume für Gesinde genutzt wurde. Im Erdgeschoß befindet sich ein Saal für Veranstaltungen und im Obergeschoß der Rittersaal, der das typische Bild eines spätgotischen Burgsaales widerspiegelt.

Alljährlich finden auf der Burg die „Alzenauer Burgfestspiele“, die „fränkischen Musiktage“, „Alzenau Classics“ und weiter kulturelle Ereignisse und Veranstaltungen statt. Der untere Burghof ist jeder Zeit zur Besichtigung geöffnet. Individuelle Burgführungen werden nach Reservierung im städtischen Verkehrsamt im Rathaus Alzenau (Tel.: 06023/5020) angeboten.

Standesamtliche Trauungen sind ebenfalls nach Vereinbarung möglich und finden im wunderschönen Turmzimmer der Burg statt.

 

Eine Wanderung an der Burg vorbei, durch die Wälder, zum höchsten Punkt der Stadt kann schon mal mühsam sein. Oben angekommen jedoch wird man mit einer atemberaubenden Aussicht über die Rhein-Main-Ebene belohnt.

Auf dem Hahnenkamm, „Alzenau’s Hausberg“ der mit 437 Metern der höchste Berg des Vorspessarts ist, befindet sich der in der Region bekannte, Ludwigsturm. Er wurde 1880 vom Wandertourismusverein „Freigerichter Bund“ zur Förderung des Fremdenverkehrs errichtet. 1935 wurde er erhöht wegen dem Verlust der Aussicht durch hoch wachsende Bäume und ummauert um die Stabilität zu erhalten.

Anfang dieses Jahrtausend musste der Turm wegen der schlechten Bausubstanz geschlossen und saniert werden und wurde 2004 wieder für den Tourismus eröffnet.

Seinen Namen bekam der Ludwigsturm von König Ludwig I. der 1840 auf der Anhöhe mit seiner Familie seinen 54. Geburtstag feierte und die Aussicht so schön fand, dass er sagte: „Oh, ein schönes Stückchen Erde“. Dieser Satz ist aus diesem Grund auch auf der Infotafel vor dem heutigen Aussichtsturm zu lesen.

 

Ein Besuch im Schlösschen Michelbach lohnt sich für alle die mehr über die Stadt Alzenau und deren Geschichte erfahren möchte. Hier befindet sich nach umfassender Renovierung des Schlosses seit September 2006 das Museum der Stadt Alzenau mit verschieden Wechselausstellungen und dem Regionalmuseum „Streifzüge durch eine Grenzregion“

Das zweigeschossige barocke Schlösschen liegt im Weinort Michelbach und ist ein ehemaliges Wasserschloss. Leider ist davon lediglich der Mauerkern erhalten.

Um 1700 ließ Freiheer von Frede dieses Schlösschen erbauen und hatte danach mehrfach wechselnde Besitzer. 1862 erwarb der Frankfurter Ratsherr David Domer das kleine Schloss, lies es sanieren und nutzte es mit seiner und der befreundeten Familie Hendschel aus Frankfurt als Sommer-Landsitz.

Die Gemeinde Michelbach hat 1930 das Schlösschen gekauft und es 1949 der Kirchengemeinde überlassen um es bis 1980 als Altenheim zu nutzen. Danach war es einige Zeit unbewohnt, wurde saniert und zum Museum umgebaut.

 

Einen Schatz kann man in der Wallfahrtskirche „Maria zum Rauhen Wind“ im Ortsteil Kälberrau finden. Auf dem Hochaltar der Kirche befindet sich ein bedeutsames Bindeglied zwischen dem so genannten weichen und dem spitzen Stil der Gotik.

Die „Madonna mit der Traube“ - eine Madonnenfigur. Einst schrieb ein Kunstsachverständiger: „ Eine Wiedergabe des Christuskindes von solcher Herzlichkeit ist selbst Riemenschneider nicht geglückt.“

Ihren Namen bekam die Wallfahrtskirche durch das, von den Bewohnern des Kahlgrundes verehrten Gnadenbildes das sich seit dem 14. Jahrhundert im alten gotischen Teil der Kirche befindet.

 

Wer als Tourist bei einer Wanderung durch die Felder Albstadts auf dem Kirchweg nach Somborn Richtung Hessen an diesem Bildstock, dem „Schwedenkreuz“, vorbei kommt wird wohl erst mal grübeln, was dort geschrieben steht:

1608

HANS HUD BERNHARD DRAGE

SER DIE GEM

EIN VON AWWSSDAT

Die Errichter dieses Bildstockes Anfang des 17.Jahrhunderts an der Landesgrenze zu Hessen waren die Landschöffen und Gemeindevorsteher der Gemeinde Albstadt Hans Huth und Bernhard Trageser.

Der Ablass für die Errichtung ist bis heute unbekannt. Vermutlich gab es auf dem ursprünglich größerem Bildstock weitere Inschriften, die diesen erklärten.

Der Name „Schwedenkreuz“ entstand wahrscheinlich später volksmündig zur Erinnerung an den 30 Jährigen Krieg von 1618- 1648, jedoch ist auf dem Bildstock aufgrund der Jahreszahlen keine Verbindung festzustellen.

 

Die Sehenswürdigkeiten von Alzenau und seine vielen Veranstaltungen und Feste sind kulturell, naturgebunden und lebendig und bieten für jeden Geschmack etwas.

Alzenau bietet eine große Anzahl an Übernachtungsmöglichkeiten, Weinlokalen, Restaurants und Gaststätten um für eine Weile zu bleiben und diese wunderschöne Stadt in allen ihren Facetten kennen und lieben zu lernen. Weiter Informationen über die Stadt Alzenau:

Internet: www.alzenau.de oder über das Verkehrsamt der Stadt Alzenau im Rathaus Tel.: 06023/ 5020 Öffnungszeiten: Mo bis Fr 8 bis 17 Uhr Do bis 17.30 Sa 10 bis 13 Uhr

 

Tags: 

Alzenau, Sehenswürdigkeiten, Bayern, Unterfranken, Burg, Schloß

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