Dieser
Text beruht auf dem Vorschlag einer Beraterin der Agentur für
Arbeit, mich unter der Berufsbezeichnung "Bachelor" in die
Datenbank der Agentur aufzunehmen, in der Firmen nach
Arbeitssuchenden recherchieren können. Mein Einwand, früher hätte
sich auch niemand um einen Arbeitsplatz als Diplom beworben,
brachte sie glücklicherweise zur Einsicht, dass es sich bei dem
Bachelor lediglich um einen Universitätsabschluss und nicht um eine
Berufsbezeichnung handelt. Dieser Vorfall brachte mich aber auf die
Idee für diesem Text.
Dies
ist der erste Text meines Themas für
Negativbeispiele im
Schriftverkehr. Die Beiträge dieses Themas sollen einerseits
unterhalten aber auch lehrreiche Beispiele liefern, wie man sich
beispielsweise nicht bewerben sollte.
Aber auch andere Grausamkeiten der schriftlichen Kommunikation werden
exemplarisch vorgestellt.
Wie
man es zumindest mit der Bewerbung richtig macht, kann man auch
diesen hilfreichen Büchern entnehmen:
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Katharina Dokumenta
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Ideenstraße 3
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24681
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Musterdokumentenstadt
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BXE
Wirtschaftsberatung
Auf
dem Gipfel 21
70703
Beklopptenhausen
Eigeninitiativbewerbung
um einen Arbeitsplatz als Diplom
Sehr
geehrte Damen und Herren,
hiermit
bewerbe ich mich in Eigeninitiative auf ihre nicht vorhandene
Zeitungsanzeige irgendeines Datums Ihrer Wahl auf eine Stelle in
Ihrem Unternehmen als Diplom.
Der
Beruf des Diploms interessiert mich bereits seit meiner Schulzeit und
während meines Studiums am Institut für Gedöns und Popanz an der
Universität für besondere Aufgaben in Weisheit / a.d. Ruhr habe ich
sukzessiv auf eine Tätigkeit in dem Berufsfeld Universitätsabschluss
hingearbeitet.
Meine
Berufswahl festigte sich während meiner Praktika als Zwischenzeugnis
in der Unternehmensberatung Besserwisser und als Vordiplom in
der Arbeitsbeschaffungsagentur Staatsknete.
Besonders die mir übertragene Aufgabe, in der
Arbeitsbeschaffungsagentur Staatsknete präsent zu sein und einen
universitären Abschluss für eine spezifische Person zu
repräsentieren, machte mir besonders viel Spaß und ich sehe darin
eine Aufgabe, von der ich mir vorstellen kann, sie bis zu meiner
Verrentung auszuüben.
Die Qualität der von mir abgelieferten Arbeit lässt sich daran
bemessen, dass der von mir in der Zeit meines Praktikums mit dem
Status "Vordiplomant" befähigten Person auf dem Polenmarkt
in Slowjice kein derartiges Dokument ausgestellt wurde, weil der
Dokumentenhändler den in seinen Augen "lächerlichen Wunsch"
nicht mit seiner Berufsehre vereinbaren konnte.
Ich fühle mich nach der Beendigung meiner Hochschullaufbahn für
höhere Aufgaben als Diplom berufen und werde Ihr Unternehmen zum
01.08. sinnvoll verstärken, sollte ich nichts weiteres von Ihnen
hören. Ich bin unabbringlich davon überzeugt, in meiner Tätigkeit
als Diplom auch Ihren Mitarbeitern zu einem Berufsstatus zu
verhelfen, den sie auf anderem Wege nicht erreichen würden.
Mit freundlichen Grüßen
Katharina Dokumenta