District
9 ist ein Sciencefiction-Film. District
9 ist voller Action. Der Zuschauer wird langsam, nahezu
schleichend in den Bann des Films gezogen und schon bald wird aus dem
langsamen Sog ein wahrer Spannungsstrudel mit rasender
Geschwindigkeit, Verfolgungsjagden, Schießereien, brachialer Gewalt.
Reihenweise sterben Menschen und andere Kreaturen qualvolle Tode.
Ein solcher Actionstreifen ist für viele ein Grund, ins Kino zu
gehen - ihre Erwartungen werden nicht enttäuscht werden. Einigen
wird der Film, der ab 16 Jahren freigegeben ist, zu weit gehen, da er
ihre
Grenzen des guten Geschmacks übersteigt und mehr zeigt, als sie an
Elend, Leid und Schmerz auf der Leinwand ertragen können.
Aber im Gegensatz zu vielen anderen Actionfilmen ist die Action bei
district 9 eher schmückendes Beiwerk. Eine Verpackung, die viele zum
Kauf der Kinokarte bewegt. District 9 hat darüber hinaus weitere
Stärken, die hinausgehen über die üblichen pyrotechnischen Effekte
und Stunts.
District
9 hält uns den Spiegel vor. Mit der Parabel der Außerirdischen
erklärt und zeigt uns dieser Film die Ungerechtigkeit auf dem
Planeten Erde.
Unrecht
an den Außerirdischen
Die "Shrimps", wie die aus einer fernen Galaxie
gestrandeten Außerirdischen abwertend genannt werden, sind auf der
Erde weder erwünscht, noch willkommen. Sie sind einfach da. Ihnen
wird, wenn überhaupt, nur das Mindeste zum Überleben zu gestanden.
Widersetzen sie sich gegen die Regeln, die sie stark einschränken
und ihnen kaum Rechte zugestehen, so greift der paramilitärische
Sicherheitsdienst, der sie von den Menschen trennt, mit aller Härte
und Gewalt durch.
Eine Liste der Ungerechtigkeit:
Abwertung:
Wer im Slum lebt, gilt von vornherein als dumm, gewalttätig und
kriminell. Hier stellt sich allerdings die Frage von Ursache und
Wirkung:
Kriminalität:
Auf legalem Wege sind bestimmte Dinge nicht zu beschaffen, sich zu
nehmen, was man braucht ist dann kriminell.
Aus Langeweile Dinge zu beschädigen (Vandalismus) oder Bürger zu
erschrecken kann ein (illegaler) Zeitvertreib sein, wenn es in dem
Areal, in dem man lebt, weder Spielzeug, noch Spielplätze, Kino,
Parks oder sonstige Freizeitmöglichkeiten gibt. Gegenüber
Gegenständen gewalttätig zu sein baut Frust ab, den andere
spielerisch bei anderen Aktivitäten ablassen würden.
Intelligenz:
Fälschlicherweise wird Bildung zu oft mit Intelligenz
gleichgesetzt. Allerdings ist es schwer etwas zu wissen, wenn es
kaum Möglichkeiten gibt, etwas zu lernen. Wie kann eine
Gesellschaft Individuen vorwerfen, über zu wenig Bildung zu
verfügen, wenn diesen Individuen keine Möglichkeit zum
Wissenserwerb gegeben wird? Wie können wir uns anmaßen, jemanden
als "dumm" abzustempeln, wenn die Möglichkeiten nicht
gegeben waren, Intelligenz zu entfalten?
Auf den Körper reduziert
Im Film werden hohe Preise für Körperteile der Außerirdischen
bezahlt, weil ihnen magische Kräfte zugesprochen werden. In der
Realität wurde bereits so manche Tierart aus diesem Grunde
ausgerottet. Und auch in echten Elendsvierteln verschwinden immer
mal wieder Menschen, um Material für den grauen Handel mit
"Spender-"Organen zu beschaffen.
Freiheitsberaubung
Wer im Slum lebt, der kann sich nur im Slum frei bewegen. Außerhalb
des Slums werden Slumbewohner auf Grund ihres Aussehens und
Auftretens als solche erkannt. Der Staat wendet Gewalt an, um die
"potentiellen Verbrecher" aus dem Slum von dem Rest der
Bevölkerung zu trennen. Den dadurch "geschützten"
Bürgern werden diese Gewaltmaßnahmen als Verbrechensprävention
verkauft. Ebenso wie hohe Zäune, Stacheldraht, Alarmanlagen in den
"besseren Vierteln". Leben dort die "besseren
Menschen" / "besseren Bürger"?
Allenfalls für die Verrichtung schlecht bezahlter Arbeitsleistung
sind die Slumbewohner außerhalb des Slums gern gesehen.
Mord
und Totschlag
Die "Sicherheitsdienste" provozieren die Slumbewohner.
Wehren sich diese und wenden ebenfalls Gewalt an, eskaliert die
Situation. Aus "Notwehr" setzen die Sicherheitsdienste
härteste Mittel ein, "Notwehr" rechtfertigt anscheinend
den Tod der Slumbewohner.
Die Bedingungen im Slum werden selbst von den Sicherheitskräften,
die diese Bedingungen erst geschaffen haben und weiterhin
durchsetzen, als nicht lebenswerte Umgebung angesehen.
"Abtreibungen", also Tötungen des ungeborenen
Nachwuchses, werden durchgeführt, um das Bevölkerungswachstum im
Slum einzuschränken.
Weder
Zukunft noch kurzfristige Perspektive
Das Leben im Slum ist nicht vorübergehend, das Leben im Slum ist
ein Dauerzustand. Wer dort lebt, kommt dort so schnell nicht wieder
heraus, schon allein dadurch, dass der Slum seine Bewohner
stigmatisiert. Von Bürgern, die nicht im Slum leben, werden sie
als minderwertig angesehen. Job- und Wohnungssuche geraten zu einer
Sisyphusarbeit.
Was für jeden Slumbewohner zutrifft, stimmt für die "Shrimps"
um so mehr. Sie haben ein nicht menschliches Aussehen, für sie
gibt es keinen anderen Ort als district 9 oder district 10. An der
Rückreise zu ihrem Heimatplaneten werden sie gehindert.
Es findet kein Versuch statt, die Neuankömmlinge in die
Gesellschaft zu integrieren. Sie werden separiert und von den
Etablierten ferngehalten. Ihnen werden keine Pflichten abverlangt,
was bedeutet, dass sie keine Leistungen erbringen können, mit
denen sie ihre Leistungsbereitschaft demonstrieren, sich
integrieren und etablieren könnten. Gleichzeitig werden ihnen auch
kaum Rechte zugestanden.
Das
Leben im Slum ist nicht billig
Im Slum funktioniert kaum etwas, was woanders als Standard
vorausgesetzt wird. Die Baumaterialien sind minderwertig, ständig
gehen Bestandteile der Hütten kaputt, die dann wieder ersetzt
werden müssen.
Wasser, Strom, Abwasser, Wärme sind im Slum kaum verfügbar. Und
ist etwas kaum verfügbar, dann wird es sehr teuer. Da es keine
regulären Ladengeschäfte oder Versorger im Slum gibt, haben
kriminelle Geschäftemacher ein leichtes Spiel, überhöhte Preise
für lebensnotwendiges zu bekommen. In realen Slums ist es
beispielsweise Trinkwasser, das flaschenweise zu einem Vielfachen
des regulären Marktpreises im Slum gehandelt wird. In district 9
ist es Katzenfutter, auf das die Shrimps stehen und wofür sie
ihren letzten Besitz hergeben.
Unrecht
und Unordnung
Slums sind nicht ohne Regeln. In Slums gibt es eigene Regeln. Es
sind nicht die allgemeinen Regeln des Gesetzes, sondern die
jeweiligen Regeln des im Slum Mächtigen, des Stärksten,
desjenigen, der sich (mit Gewalt) durchsetzen kann. Es gibt keine
Rechtsprechung, sondern willkürliche Entscheidungen.
Jedes der aufgelisteten Ungerechtigkeiten gegen die Shrimps wurde
bisher und wird auch heute gegen Menschen begangen.
Unrecht
in der Realität
In der Realität ist bisher nicht offiziell nachgewiesen, dass es so
etwas wie außerirdische Lebensformen überhaupt gibt. Aber man muss
auch kein Außerirdischer sein, um auf Erden wie einer behandelt zu
werden.
Wir müssen nicht so weit gehen, Parallelen in Flüchtlingslagern von
Krisengebieten zu suchen. Wir müssen nicht einmal an die südlichen
Grenzen Europas gehen, und die miserabel behandelten Afrikaner zu
finden, die die Passage des Mittelmeeres in wackligen Booten gerade
so überlebt haben, um nach kurzem Aufenthalt in einem schwer
befestigten europäischen Auffanglager wieder nach Afrika deportiert
zu werden.
Selbst der Aberglaube, der für die Shrimps im Film tödliche
Auswüchse annimmt, weil es Menschen gibt, die ihre Körperteile
essen, ist (leider) kein weltfremdes Hirngespinst eines
Drehbuchautoren, sondern für Albinos
in Tansania bittere Realität und für sie eine ständige Gefahr
ihres Lebens.
Anders zu sein und deswegen ausgegrenzt oder gar verfolgt zu werden,
das ist in diesen Beispielen offensichtlich. In unserem Land ist sie
subtiler, aber für die Betroffenen durchaus spürbar. Spannungen
sind unvermeidlich, wenn Menschen in irgendeiner Form zusammenleben.
Ob diese Spannungen zu Diskrimminierung, Rassimus oder gar dem
Ausschluss ganzer Bevölkerungsteile führt, ist abhängig von dem
Respekt, der Toleranz und dem Verständnis, mit dem wir uns
gegenseitig begegnen.
Der Mensch ist des Menschen Wolf. Aber der Mensch kann über seinen
niederen Instinkte hinauswachsen. Er kann seine unbegründete Angst
allem Fremden gegenüber infrage stellen und offen auf das
befremdliche zugehen.
Kennenlernen, verstehen, tolerieren und respektieren: Das kann jeder
von uns Tag für Tag tun, damit aus dieser Welt ein besserer Ort
wird. Miteinander reden zuhören und verschiedene Ansichten
miteinander diskutieren. Im Gespräch klären und einen Konsens
finden.
Das ist schwierig, aber machbar.
Ohne Menschen gäbe es keine Unmenschlichkeit. Aber es kann unser
Ziel nicht sein, den anderen Menschen aus dem Weg zu gehen, sie
wegzusperren und zu ignorieren. Elend, das wir nicht sehen, existiert
trotzdem.
Wir
brauchen die Auseinandersetzung miteinander und wir sollten daran
denken: Ohne Menschen gibt es auch keine Menschlichkeit. Es gibt
keine Menschlichkeit, wenn wir sie nicht leben.
Tags:
district 9, menschenrecht, parallele, apartheid, unterdrückung, unrecht, erklärt, ende, meinung,nine
Am Wochenende vor dem
Serienstart der neuen Mystery-Serie Fringe setzte Pro7 gezielt diese
Fake-Nachrichtensendungen ein, um Aufmerksamkeit für die Serie zu
bekommen.
Der Verdacht liegt nahe,
dass Pro7 auf eine virale Verbreitung dieser Nachrichten setzte. Man
hatte wohl die Hoffnung, die zunächst geschockten Zuschauer würden
diese Sensationsnachrichten in ihrem sozialen Umfeld als
Mundpropaganda verbreiten und im Internet erregt in Chats,
Diskussionsforen und in Communities über den Wahrheitsgehalt
diskutieren.
Vorläufig geben die
guten Einschaltquoten Pro Sieben Recht. Der Missbrauch der
Nachrichtensendung Newstime
für eigene Werbezwecke des Senders war erfolgreich. Aber es bleibt
abzuwarten, ob dieser kurzfristige Erfolg auch langfristig anhält.
Vielleicht wird langfristig sogar ein gravierender Imageschaden als
Ergebnis zu verbuchen sein.
Die Kommentare zu den
Fake-Nachrichten auf youtube und in Onlinemagazinen sind in der
überwiegenden Mehrheit negativ. Entrüstet äußern sich hinters
Licht geführte Zuschauer über die „geschmacklose“
Werbekampagne.
Virales Marketing bietet
die große Chance, mit wenigen Mitteln Werbematerial in Umlauf zu
bringen, das sich dann wie ein Lauffeuer verbreitet. Aber es besteht
auch die große Gefahr, die los getretene Lawine nie wieder stoppen
zu können.
Selbst wenn der Sender es
wollte: Pro7 wird die Fake-Videos niemals wieder aus den Tiefen des
Internet heraus bekommen, ebenso wird trotz größter Anstrengungen
von Youtube, der SPD und des Radiosenders FFN diese verbotenerweise
veröffentlichte Telefonverarsche nicht wieder aus dem Netz
verschwinden. Wird es an einer Stelle gelöscht, dann taucht es an
anderer Stelle wieder auf.
Auch der Autohersteller
Ford hat die negativen Auswirkungen viraler Verbreitung von
Werbemitteln zu spüren bekommen. In TV-Spots sollte der neue
Kleinwagen „Streetka“ als sportliche Alternative zu dem
als Frauenmobil verschrieenen Ka positioniert
werden. Der Streetka sollte als „böser Zwilling“ des Ka daher
kommen .
Diesen Spot fanden viele
Fernsehzuschauer zunächst noch witzig:
Welcher Autofahrer hat
sich noch nicht über aggressiven Vogeldreck auf dem Autolack
geärgert? Tauben haben gerade unter Großstädtern keinen guten Ruf,
gerne setzt man sie als „fliegende Raten“ mit Schädlingen
gleich.
Zwar kommt in diesem Spot
ein Tier ums Leben, aber die Taube ist eben kein Sympathieträger und
der Großteil der Fernsehzuschauer weiß, dass in der Regel nicht
wirklich ein Lebewesen sterben musste, auch wenn es im Fernsehen so
gezeigt wird.
Mit dem nächsten Spot
schnitt sich Ford allerdings ins eigene Fleisch, er löste heftige
Proteste aus und das nicht nur seitens militanter Tierschützer
sondern auch aus der gemäßigten Mitte, die als Zielgruppe angepeilt
wurde:
Langsam und grausam
bringt der sportliche Kleinwagen einer Katze hinterlistig den Tod.
Hunde und Katzen sind die die beliebtesten Haustiere überhaupt und
Ford hat bei zahlreichen Tierfreunden sämtliche Sympathie eingebüßt,
weil in diesem Spot der Sympathieträger Katze gekillt wurde.
Ford reagierte schnell
und stoppte die weitere Ausstrahlung beider Stopps. Doch es war zu
spät, die Clips verbreiteten sich weltweit und sind auch heute noch,
wie wir gerade gesehen haben, problemlos auf youtube zu finden.
Jeder Werbetreibende
sollte sich bewusst sein, dass sich die Geister, die er ruft, auch
gegen ihn wenden können. Ist eine Botschaft erst einmal abgefeuert,
dann lässt sie sich nicht wieder einfangen.
Eins
vorweg: Ich schaue selbst Pro7. Besser gesagt: Ich schaue gerne Die
Simpsons und die laufen nun
einmal auf Pro 7. Neben dieser hat sich Pro 7 noch viele andere
(Kult-) Serien gesichert. Dennoch ist ein ein Trugschluss, das gute
Image der Serien oder deren vermittelten Werte auf den Fernsehsender
Pro 7 zu übertragen.
Pro
7 hat z.B. Die Simpsons
nicht für sich gesichert, weil die Serie gesellschaftskritisch ist
und damit einen Beitrag zur kritischen Reflexion der Zuschauer
leisten möchte. Pro 7 kauft Serien, um damit gute Einschaltquoten zu
erzielen.
Pro
Sieben als Sender zu mögen, weil man eine der gekauften Serien mag
ist so, als wäre man 2006 vom Köln- zum Bayern-Fan mutiert, nur
weil die geschäftstüchtigen Münchener sich den Nationalspieler
Lukas Podolski auf die eigene Ersatzbank setzten.
Die
Einschaltquote ist das Pfund zum Wuchern eines jeden TV-Senders.
Darüber werden die Preise für Werbeminuten ausgehandelt, auch der
Aktienkurs börsennotierter Medienkonzerne ist von den
Einschaltquoten beeinflusst.
Pro
7 kauft sich für gute Quoten nicht nur zahlreiche US-Serien ein, Pro
7 tut fast alles, um gute Quoten zu erzielen. Jüngstes Beispiel
dafür sind diese beiden Sondernachrichtenmeldungen, die Pro 7
gezielt als Breaking-News immer mal wieder in das Programm
einstreute, um damit Werbung für die Serie Fringe zu machen:
Pro
Sieben manipuliert und schockt seine Zuschauer1
und die glotzen dennoch oder gerade deswegen massenhaft Fringe.2
So weit, so schlecht. Wer möchte mir widersprechen, wenn dieses
Verhalten, rein objektiv betrachtet, nicht gerade von großer
Intelligenz oder Selbstreflexion zeugt?
Welches sind die dümmsten
Zuschauer Deutschlands, wenn nicht die von Pro7? Wenn nicht die Pro7
Zuschauer, die sich belügen lassen und nicht dagegen aufmucken?
Höchstens sind sie noch von den Quizteilnehmern bei 9live
übertroffen.
Nehmen
Sie es denn sonst auch schulterzuckend hin, wenn man sie bewusst mit
falschen Informationen versorgt? Akzeptieren sie auch diese Lügen?
Ja, ja, ich nehme die Pille
Klar, Bremsflüssigkeit haben wir
geprüft und Motoröl gewechselt
Der Döner-Spieß wurde heute
frisch geliefert
Nein,
akzeptieren Sie nicht. Eine Beziehung wäre schnell beendet, eine
andere Kfz-Werkstatt schnell gefunden und Gammelfleisch-Döner würden
Sie auch nicht mehr kaufen. Beim TV-Sender fällt einem das Wechseln
ungleich schwerer, Die Sipmsons
und andere Serien laufen nun einmal nur dort (Man
möge mich eines besseren belehren und mir bitte alternative
Sendeplätze mitteilen, insoferm diese nicht zur
Pro7Sat1-Mediengruppe gehören).
Außerdem
ist die Gefahr groß, dass Pro 7 die persönliche Verärgerung gar
nicht auffällt. Schließlich werden die Einschaltquoten nach
statistischen Methoden nur in wenigen, ausgesuchten Haushalten
ermittelt, die mit spezieller Elektronik ausgerüstet sind.3
Wer
sein Gesicht wahren und seinen Unmut äußern möchte, der kommt um
eine offizielle Beschwerde nicht herum. Ich jedenfalls habe mir über
eine Programmbeschwerde
Luft gemacht:
Ich bin mit den
bewussten
Falschmeldungen von Pro 7 nicht einverstanden und habe mich
beschwert. Wollen auch Sie nicht als blöder Depp dastehen, dann
beschweren auch Sie sich! Gerne dürfen Sie meine Beschwerde als
Vorlage benutzen! Je mehr Leute das tun, desto nachdrücklicher kann
die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, an die die Beschwerden über
programmbeschwerde.de
weitergeleitet werden, reagieren.
„Wiederholt
schaltet(e) Pro Sieben zum Ende von Werbeblöcken eine Sondersendung
Ihres Nachrichtenmagazins "Newstime".
Berichtet
wurde über eine Not-Entbindung, das Kind alterte angeblich innerhalb
von Stunden und hatte kurz nach der Geburt Gewicht und Größe eines
Ausgewachsenen Mannes.
Es wurde berichtet, dass eine
Sonder-Einheit aufgestellt wird, die derartige Fälle untersuchen
soll.
Bei dieser Einheit handelt es sich um nichts anderes
als um "Fringe", einer neuen Mystery-Serie.
Pro
Sieben hat bewusst eine Falschmeldung im seriösen Nachrichtengewand
gesendet, um PR für eine neue Serie zu betreiben.
Medien
haben eine Verantwortung. Pro Sieben hat sämtliche journalistischen
Grundsätze mit Füßen getreten und Medienmacht für eigene
Interessen missbraucht.
Der moderierende Journalist Michael
Marx hat sich für die Interessen seines Senders prostituiert. Er
sollte nicht mehr öffentlich als Journalist tätig sein.
Hier
können Sie die Fake-Nachricht sehen, um sich selbst ein Bild zu
machen:
Dieser Missbrauch muss Konsequenzen haben. Leider
macht sich diese PR wirtschaftlich für Pro Sieben bezahlt, die
Aktion ist in der öffentlichen Debatte angekommen, der Serienstart
erzielte sehr gute Einschaltquoten.
Bleibt
diese arglistige Täuschung unbestraft, dann ist der Zuschauer in
Zukunft vor kaum einer Falschmeldung mehr sicher, der wirtschaftliche
Vorteil ist zu verlockend.
Als
aufgeklärter und kritischer Fernsehzuschauer bin ich mit dieser
Manipulation nicht einverstanden und lege hiermit Beschwerde ein.“