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Nachtgedanken

Autor: basti
Bewertung: 5,13 | 8 Stimmen
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Gedanken gedankenreicher Nächte - aktuelle Essays

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Ohne Menschen gäbe es keine Unmenschlichkeit - Nachtgedanken über district 9
von: basti |  20.09.2009 20:44:23
District 9 ist ein Sciencefiction-Film. District 9 ist voller Action. Der Zuschauer wird langsam, nahezu schleichend in den Bann des Films gezogen und schon bald wird aus dem langsamen Sog ein wahrer Spannungsstrudel mit rasender Geschwindigkeit, Verfolgungsjagden, Schießereien, brachialer Gewalt. Reihenweise sterben Menschen und andere Kreaturen qualvolle Tode.


Ein solcher Actionstreifen ist für viele ein Grund, ins Kino zu gehen - ihre Erwartungen werden nicht enttäuscht werden. Einigen wird der Film, der ab 16 Jahren freigegeben ist, zu weit gehen, da er ihre Grenzen des guten Geschmacks übersteigt und mehr zeigt, als sie an Elend, Leid und Schmerz auf der Leinwand ertragen können.


Aber im Gegensatz zu vielen anderen Actionfilmen ist die Action bei district 9 eher schmückendes Beiwerk. Eine Verpackung, die viele zum Kauf der Kinokarte bewegt. District 9 hat darüber hinaus weitere Stärken, die hinausgehen über die üblichen pyrotechnischen Effekte und Stunts.


District 9 hält uns den Spiegel vor. Mit der Parabel der Außerirdischen erklärt und zeigt uns dieser Film die Ungerechtigkeit auf dem Planeten Erde.






Unrecht an den Außerirdischen


Die "Shrimps", wie die aus einer fernen Galaxie gestrandeten Außerirdischen abwertend genannt werden, sind auf der Erde weder erwünscht, noch willkommen. Sie sind einfach da. Ihnen wird, wenn überhaupt, nur das Mindeste zum Überleben zu gestanden. Widersetzen sie sich gegen die Regeln, die sie stark einschränken und ihnen kaum Rechte zugestehen, so greift der paramilitärische Sicherheitsdienst, der sie von den Menschen trennt, mit aller Härte und Gewalt durch.


Eine Liste der Ungerechtigkeit:


  • Abwertung:

Wer im Slum lebt, gilt von vornherein als dumm, gewalttätig und kriminell. Hier stellt sich allerdings die Frage von Ursache und Wirkung:


    • Kriminalität:

      • Auf legalem Wege sind bestimmte Dinge nicht zu beschaffen, sich zu nehmen, was man braucht ist dann kriminell.

      • Aus Langeweile Dinge zu beschädigen (Vandalismus) oder Bürger zu erschrecken kann ein (illegaler) Zeitvertreib sein, wenn es in dem Areal, in dem man lebt, weder Spielzeug, noch Spielplätze, Kino, Parks oder sonstige Freizeitmöglichkeiten gibt. Gegenüber Gegenständen gewalttätig zu sein baut Frust ab, den andere spielerisch bei anderen Aktivitäten ablassen würden.

    • Intelligenz:

      • Fälschlicherweise wird Bildung zu oft mit Intelligenz gleichgesetzt. Allerdings ist es schwer etwas zu wissen, wenn es kaum Möglichkeiten gibt, etwas zu lernen. Wie kann eine Gesellschaft Individuen vorwerfen, über zu wenig Bildung zu verfügen, wenn diesen Individuen keine Möglichkeit zum Wissenserwerb gegeben wird? Wie können wir uns anmaßen, jemanden als "dumm" abzustempeln, wenn die Möglichkeiten nicht gegeben waren, Intelligenz zu entfalten?

    • Auf den Körper reduziert

      • Im Film werden hohe Preise für Körperteile der Außerirdischen bezahlt, weil ihnen magische Kräfte zugesprochen werden. In der Realität wurde bereits so manche Tierart aus diesem Grunde ausgerottet. Und auch in echten Elendsvierteln verschwinden immer mal wieder Menschen, um Material für den grauen Handel mit "Spender-"Organen zu beschaffen.



  • Freiheitsberaubung

    • Wer im Slum lebt, der kann sich nur im Slum frei bewegen. Außerhalb des Slums werden Slumbewohner auf Grund ihres Aussehens und Auftretens als solche erkannt. Der Staat wendet Gewalt an, um die "potentiellen Verbrecher" aus dem Slum von dem Rest der Bevölkerung zu trennen. Den dadurch "geschützten" Bürgern werden diese Gewaltmaßnahmen als Verbrechensprävention verkauft. Ebenso wie hohe Zäune, Stacheldraht, Alarmanlagen in den "besseren Vierteln". Leben dort die "besseren Menschen" / "besseren Bürger"?

      Allenfalls für die Verrichtung schlecht bezahlter Arbeitsleistung sind die Slumbewohner außerhalb des Slums gern gesehen.



  • Mord und Totschlag

    • Die "Sicherheitsdienste" provozieren die Slumbewohner. Wehren sich diese und wenden ebenfalls Gewalt an, eskaliert die Situation. Aus "Notwehr" setzen die Sicherheitsdienste härteste Mittel ein, "Notwehr" rechtfertigt anscheinend den Tod der Slumbewohner.

    • Die Bedingungen im Slum werden selbst von den Sicherheitskräften, die diese Bedingungen erst geschaffen haben und weiterhin durchsetzen, als nicht lebenswerte Umgebung angesehen. "Abtreibungen", also Tötungen des ungeborenen Nachwuchses, werden durchgeführt, um das Bevölkerungswachstum im Slum einzuschränken.



  • Weder Zukunft noch kurzfristige Perspektive

    • Das Leben im Slum ist nicht vorübergehend, das Leben im Slum ist ein Dauerzustand. Wer dort lebt, kommt dort so schnell nicht wieder heraus, schon allein dadurch, dass der Slum seine Bewohner stigmatisiert. Von Bürgern, die nicht im Slum leben, werden sie als minderwertig angesehen. Job- und Wohnungssuche geraten zu einer Sisyphusarbeit.

    • Was für jeden Slumbewohner zutrifft, stimmt für die "Shrimps" um so mehr. Sie haben ein nicht menschliches Aussehen, für sie gibt es keinen anderen Ort als district 9 oder district 10. An der Rückreise zu ihrem Heimatplaneten werden sie gehindert.

    • Es findet kein Versuch statt, die Neuankömmlinge in die Gesellschaft zu integrieren. Sie werden separiert und von den Etablierten ferngehalten. Ihnen werden keine Pflichten abverlangt, was bedeutet, dass sie keine Leistungen erbringen können, mit denen sie ihre Leistungsbereitschaft demonstrieren, sich integrieren und etablieren könnten. Gleichzeitig werden ihnen auch kaum Rechte zugestanden.



  • Das Leben im Slum ist nicht billig

    • Im Slum funktioniert kaum etwas, was woanders als Standard vorausgesetzt wird. Die Baumaterialien sind minderwertig, ständig gehen Bestandteile der Hütten kaputt, die dann wieder ersetzt werden müssen.

    • Wasser, Strom, Abwasser, Wärme sind im Slum kaum verfügbar. Und ist etwas kaum verfügbar, dann wird es sehr teuer. Da es keine regulären Ladengeschäfte oder Versorger im Slum gibt, haben kriminelle Geschäftemacher ein leichtes Spiel, überhöhte Preise für lebensnotwendiges zu bekommen. In realen Slums ist es beispielsweise Trinkwasser, das flaschenweise zu einem Vielfachen des regulären Marktpreises im Slum gehandelt wird. In district 9 ist es Katzenfutter, auf das die Shrimps stehen und wofür sie ihren letzten Besitz hergeben.



  • Unrecht und Unordnung


    • Slums sind nicht ohne Regeln. In Slums gibt es eigene Regeln. Es sind nicht die allgemeinen Regeln des Gesetzes, sondern die jeweiligen Regeln des im Slum Mächtigen, des Stärksten, desjenigen, der sich (mit Gewalt) durchsetzen kann. Es gibt keine Rechtsprechung, sondern willkürliche Entscheidungen.



Jedes der aufgelisteten Ungerechtigkeiten gegen die Shrimps wurde bisher und wird auch heute gegen Menschen begangen.



Unrecht in der Realität


In der Realität ist bisher nicht offiziell nachgewiesen, dass es so etwas wie außerirdische Lebensformen überhaupt gibt. Aber man muss auch kein Außerirdischer sein, um auf Erden wie einer behandelt zu werden.


Wir müssen nicht so weit gehen, Parallelen in Flüchtlingslagern von Krisengebieten zu suchen. Wir müssen nicht einmal an die südlichen Grenzen Europas gehen, und die miserabel behandelten Afrikaner zu finden, die die Passage des Mittelmeeres in wackligen Booten gerade so überlebt haben, um nach kurzem Aufenthalt in einem schwer befestigten europäischen Auffanglager wieder nach Afrika deportiert zu werden.


Selbst der Aberglaube, der für die Shrimps im Film tödliche Auswüchse annimmt, weil es Menschen gibt, die ihre Körperteile essen, ist (leider) kein weltfremdes Hirngespinst eines Drehbuchautoren, sondern für Albinos in Tansania bittere Realität und für sie eine ständige Gefahr ihres Lebens.


Anders zu sein und deswegen ausgegrenzt oder gar verfolgt zu werden, das ist in diesen Beispielen offensichtlich. In unserem Land ist sie subtiler, aber für die Betroffenen durchaus spürbar. Spannungen sind unvermeidlich, wenn Menschen in irgendeiner Form zusammenleben.


Ob diese Spannungen zu Diskrimminierung, Rassimus oder gar dem Ausschluss ganzer Bevölkerungsteile führt, ist abhängig von dem Respekt, der Toleranz und dem Verständnis, mit dem wir uns gegenseitig begegnen.


Der Mensch ist des Menschen Wolf. Aber der Mensch kann über seinen niederen Instinkte hinauswachsen. Er kann seine unbegründete Angst allem Fremden gegenüber infrage stellen und offen auf das befremdliche zugehen.


Kennenlernen, verstehen, tolerieren und respektieren: Das kann jeder von uns Tag für Tag tun, damit aus dieser Welt ein besserer Ort wird. Miteinander reden zuhören und verschiedene Ansichten miteinander diskutieren. Im Gespräch klären und einen Konsens finden.


Das ist schwierig, aber machbar.


Ohne Menschen gäbe es keine Unmenschlichkeit. Aber es kann unser Ziel nicht sein, den anderen Menschen aus dem Weg zu gehen, sie wegzusperren und zu ignorieren. Elend, das wir nicht sehen, existiert trotzdem.


Wir brauchen die Auseinandersetzung miteinander und wir sollten daran denken: Ohne Menschen gibt es auch keine Menschlichkeit. Es gibt keine Menschlichkeit, wenn wir sie nicht leben.

 

Tags: 

district 9, menschenrecht, parallele, apartheid, unterdrückung, unrecht, erklärt, ende, meinung,nine

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Virales Marketing ist nicht per se ein Erfolg
von: basti |  20.03.2009 18:22:44

Am Wochenende vor dem Serienstart der neuen Mystery-Serie Fringe setzte Pro7 gezielt diese Fake-Nachrichtensendungen ein, um Aufmerksamkeit für die Serie zu bekommen.







Der Verdacht liegt nahe, dass Pro7 auf eine virale Verbreitung dieser Nachrichten setzte. Man hatte wohl die Hoffnung, die zunächst geschockten Zuschauer würden diese Sensationsnachrichten in ihrem sozialen Umfeld als Mundpropaganda verbreiten und im Internet erregt in Chats, Diskussionsforen und in Communities über den Wahrheitsgehalt diskutieren.


Vorläufig geben die guten Einschaltquoten Pro Sieben Recht. Der Missbrauch der Nachrichtensendung Newstime für eigene Werbezwecke des Senders war erfolgreich. Aber es bleibt abzuwarten, ob dieser kurzfristige Erfolg auch langfristig anhält. Vielleicht wird langfristig sogar ein gravierender Imageschaden als Ergebnis zu verbuchen sein.


Die Kommentare zu den Fake-Nachrichten auf youtube und in Onlinemagazinen sind in der überwiegenden Mehrheit negativ. Entrüstet äußern sich hinters Licht geführte Zuschauer über die „geschmacklose“ Werbekampagne.


Virales Marketing bietet die große Chance, mit wenigen Mitteln Werbematerial in Umlauf zu bringen, das sich dann wie ein Lauffeuer verbreitet. Aber es besteht auch die große Gefahr, die los getretene Lawine nie wieder stoppen zu können.


Selbst wenn der Sender es wollte: Pro7 wird die Fake-Videos niemals wieder aus den Tiefen des Internet heraus bekommen, ebenso wird trotz größter Anstrengungen von Youtube, der SPD und des Radiosenders FFN diese verbotenerweise veröffentlichte Telefonverarsche nicht wieder aus dem Netz verschwinden. Wird es an einer Stelle gelöscht, dann taucht es an anderer Stelle wieder auf.




Auch der Autohersteller Ford hat die negativen Auswirkungen viraler Verbreitung von Werbemitteln zu spüren bekommen. In TV-Spots sollte der neue Kleinwagen „Streetka“ als sportliche Alternative zu dem als Frauenmobil verschrieenen Ka positioniert werden. Der Streetka sollte als „böser Zwilling“ des Ka daher kommen .


Diesen Spot fanden viele Fernsehzuschauer zunächst noch witzig:




Welcher Autofahrer hat sich noch nicht über aggressiven Vogeldreck auf dem Autolack geärgert? Tauben haben gerade unter Großstädtern keinen guten Ruf, gerne setzt man sie als „fliegende Raten“ mit Schädlingen gleich.


Zwar kommt in diesem Spot ein Tier ums Leben, aber die Taube ist eben kein Sympathieträger und der Großteil der Fernsehzuschauer weiß, dass in der Regel nicht wirklich ein Lebewesen sterben musste, auch wenn es im Fernsehen so gezeigt wird.


Mit dem nächsten Spot schnitt sich Ford allerdings ins eigene Fleisch, er löste heftige Proteste aus und das nicht nur seitens militanter Tierschützer sondern auch aus der gemäßigten Mitte, die als Zielgruppe angepeilt wurde:




Langsam und grausam bringt der sportliche Kleinwagen einer Katze hinterlistig den Tod. Hunde und Katzen sind die die beliebtesten Haustiere überhaupt und Ford hat bei zahlreichen Tierfreunden sämtliche Sympathie eingebüßt, weil in diesem Spot der Sympathieträger Katze gekillt wurde.


Ford reagierte schnell und stoppte die weitere Ausstrahlung beider Stopps. Doch es war zu spät, die Clips verbreiteten sich weltweit und sind auch heute noch, wie wir gerade gesehen haben, problemlos auf youtube zu finden.


Jeder Werbetreibende sollte sich bewusst sein, dass sich die Geister, die er ruft, auch gegen ihn wenden können. Ist eine Botschaft erst einmal abgefeuert, dann lässt sie sich nicht wieder einfangen.

 

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marketing,viral,mundpropaganda,ka,streetka,bumerang,kampagne,fehlgeschlagen,negativ,folge,ypsilanti

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Pro7 hat die dümmsten Zuschauer
von: basti |  19.03.2009 13:25:34
Eins vorweg: Ich schaue selbst Pro7. Besser gesagt: Ich schaue gerne Die Simpsons und die laufen nun einmal auf Pro 7. Neben dieser hat sich Pro 7 noch viele andere (Kult-) Serien gesichert. Dennoch ist ein ein Trugschluss, das gute Image der Serien oder deren vermittelten Werte auf den Fernsehsender Pro 7 zu übertragen.


Pro 7 hat z.B. Die Simpsons nicht für sich gesichert, weil die Serie gesellschaftskritisch ist und damit einen Beitrag zur kritischen Reflexion der Zuschauer leisten möchte. Pro 7 kauft Serien, um damit gute Einschaltquoten zu erzielen.


Pro Sieben als Sender zu mögen, weil man eine der gekauften Serien mag ist so, als wäre man 2006 vom Köln- zum Bayern-Fan mutiert, nur weil die geschäftstüchtigen Münchener sich den Nationalspieler Lukas Podolski auf die eigene Ersatzbank setzten.


Die Einschaltquote ist das Pfund zum Wuchern eines jeden TV-Senders. Darüber werden die Preise für Werbeminuten ausgehandelt, auch der Aktienkurs börsennotierter Medienkonzerne ist von den Einschaltquoten beeinflusst.


Pro 7 kauft sich für gute Quoten nicht nur zahlreiche US-Serien ein, Pro 7 tut fast alles, um gute Quoten zu erzielen. Jüngstes Beispiel dafür sind diese beiden Sondernachrichtenmeldungen, die Pro 7 gezielt als Breaking-News immer mal wieder in das Programm einstreute, um damit Werbung für die Serie Fringe zu machen:



Pro Sieben manipuliert und schockt seine Zuschauer1 und die glotzen dennoch oder gerade deswegen massenhaft Fringe.2 So weit, so schlecht. Wer möchte mir widersprechen, wenn dieses Verhalten, rein objektiv betrachtet, nicht gerade von großer Intelligenz oder Selbstreflexion zeugt?

Welches sind die dümmsten Zuschauer Deutschlands, wenn nicht die von Pro7? Wenn nicht die Pro7 Zuschauer, die sich belügen lassen und nicht dagegen aufmucken? Höchstens sind sie noch von den Quizteilnehmern bei 9live übertroffen.

Nehmen Sie es denn sonst auch schulterzuckend hin, wenn man sie bewusst mit falschen Informationen versorgt? Akzeptieren sie auch diese Lügen?


  • Ja, ja, ich nehme die Pille

  • Klar, Bremsflüssigkeit haben wir geprüft und Motoröl gewechselt

  • Der Döner-Spieß wurde heute frisch geliefert


Nein, akzeptieren Sie nicht. Eine Beziehung wäre schnell beendet, eine andere Kfz-Werkstatt schnell gefunden und Gammelfleisch-Döner würden Sie auch nicht mehr kaufen. Beim TV-Sender fällt einem das Wechseln ungleich schwerer, Die Sipmsons und andere Serien laufen nun einmal nur dort (Man möge mich eines besseren belehren und mir bitte alternative Sendeplätze mitteilen, insoferm diese nicht zur Pro7Sat1-Mediengruppe gehören).


Außerdem ist die Gefahr groß, dass Pro 7 die persönliche Verärgerung gar nicht auffällt. Schließlich werden die Einschaltquoten nach statistischen Methoden nur in wenigen, ausgesuchten Haushalten ermittelt, die mit spezieller Elektronik ausgerüstet sind.3


Wer sein Gesicht wahren und seinen Unmut äußern möchte, der kommt um eine offizielle Beschwerde nicht herum. Ich jedenfalls habe mir über eine Programmbeschwerde Luft gemacht:


meine Beschwerde über Pro7




 

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dumme,zuschauer,pro,7,fringe,newstime,skandal,fake,nachrichten,schmetterlinge,geburt,baby,altert

Kommentare (4)
Beschwerde über Pro7
von: basti |  19.03.2009 13:15:14

Ich bin mit den bewussten Falschmeldungen von Pro 7 nicht einverstanden und habe mich beschwert. Wollen auch Sie nicht als blöder Depp dastehen, dann beschweren auch Sie sich! Gerne dürfen Sie meine Beschwerde als Vorlage benutzen! Je mehr Leute das tun, desto nachdrücklicher kann die Medienanstalt Berlin-Brandenburg, an die die Beschwerden über programmbeschwerde.de weitergeleitet werden, reagieren.


Der Nachrichtenmissbrauch von Pro7 ist eben keine Lappalie!


Meine Beschwerde über Pro Sieben auf programmbeschwerde.de:


„Wiederholt schaltet(e) Pro Sieben zum Ende von Werbeblöcken eine Sondersendung Ihres Nachrichtenmagazins "Newstime".

Berichtet wurde über eine Not-Entbindung, das Kind alterte angeblich innerhalb von Stunden und hatte kurz nach der Geburt Gewicht und Größe eines Ausgewachsenen Mannes.

Es wurde berichtet, dass eine Sonder-Einheit aufgestellt wird, die derartige Fälle untersuchen soll.

Bei dieser Einheit handelt es sich um nichts anderes als um "Fringe", einer neuen Mystery-Serie.

Pro Sieben hat bewusst eine Falschmeldung im seriösen Nachrichtengewand gesendet, um PR für eine neue Serie zu betreiben.

Medien haben eine Verantwortung. Pro Sieben hat sämtliche journalistischen Grundsätze mit Füßen getreten und Medienmacht für eigene Interessen missbraucht.

Der moderierende Journalist Michael Marx hat sich für die Interessen seines Senders prostituiert. Er sollte nicht mehr öffentlich als Journalist tätig sein.

Hier können Sie die Fake-Nachricht sehen, um sich selbst ein Bild zu machen:

Dieser Missbrauch muss Konsequenzen haben. Leider macht sich diese PR wirtschaftlich für Pro Sieben bezahlt, die Aktion ist in der öffentlichen Debatte angekommen, der Serienstart erzielte sehr gute Einschaltquoten.


Bleibt diese arglistige Täuschung unbestraft, dann ist der Zuschauer in Zukunft vor kaum einer Falschmeldung mehr sicher, der wirtschaftliche Vorteil ist zu verlockend.


Als aufgeklärter und kritischer Fernsehzuschauer bin ich mit dieser Manipulation nicht einverstanden und lege hiermit Beschwerde ein.“


 

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