Heuhotel für kleine Leute
Der Marienhof in Ribbeck lädt zum ländlichen Ferienspaß
Annett Lahn
Ribbeck
Mit dem Geruch frischen Heues in den Schlaf zu gleiten ist heutzutage eine Seltenheit und für Kinder natürlich ein echtes Abenteuer. Auf dem Marienhof in Ribbeck können sich Mädchen und Jungen zumindest mal in den Ferien auf den Strohsack betten. Das getrocknete Gras wird in einen mitgebrachten Bettbezug gestopft. Ein hölzernes Rundhaus, das bis zu 40 Kindern Platz bietet, dient auf dem Kinderbauernhof als Scheune. Die selbst gemachte Naturmatratze wird in dem geheimnisvollen Heuhotel ausgebreitet. Eingehüllt im Schlafsack, schlummern die Kinder im Duft getrockneter Gräser ein und träumen von den Abenteuern ihrer Ferientage auf dem Ribbecker Kinderbauernhof.
Nachdem der krähende Hahn seinen Weckruf abgegeben hat, stärken sich die jungen Feriengäste, von denen Einige zum ersten Mal allein Urlaub machen, mit einem leckeren Frühstück im rustikalen Gemeinschaftsraum. Auf dem etwa zwei Kilometer von Ribbeck entfernten Gehäuft, das mitten im Luch liegt, gibt es danach viele Möglichkeiten das urige Landleben zu erforschen. Die Ziegen werden gemolken. Der Mist muss mit großen Gabeln aus dem Schweinestall getragen und die schnatternden Gänse gehütet werden. Bevor sie geritten werden, brauchen die Ponys viel Futter. Und in der Sommerhitze muss der Wassertrog von Kuh Emely immer gut gefüllt sein. „Auf unserem zwei Hektar großen Gelände werden zudem Körbe geflochten, Brote im Lehmofen gebacken und Lagerfeuer entfacht“, ergänzt Marienhof-Chefin Steffi Focke. Eine Nachtwanderung und die Abschlussdisko seien außerdem unverzichtbar. Im Maislabyrinth können die Kinder von Juli bis August umher irren. Spezielle Reitferien mit einem intensiven Programm „rund ums Pferd“ können ebenfalls bebucht werden.
Betreut werden die jungen Feriengäste, die auch in Zelten und auf Luftmatratzen schlafen, rund um die Uhr von vier Mitarbeitern, dem Küchenpersonal, den Tierpflegern, dem Reitlehrer sowie der Leiterin Steffi Focke nebst ihren Helfern. Sie kundschaften mit den Mädchen und Jungen die nähere Umgebung aus. Der abenteuerlichste Weg ins Dorf führt auf nackten Füßen über den langen Barfußpfad. In Ribbeck wird der berühmte Birnenbaum bestaunt, die Kirche besucht und im historischen Klassenzimmer der Alten Schule Einiges über die Geschichte gelernt. „Heimweh kommt bei all den abenteuerlichen Unternehmungen an frischer Luft selten auf“, sagt Steffi Focke. Denn viele Mädchen und Jungen kennen den zwischen März und Oktober täglich für Besucher geöffneten Hof bereits seit frühester Jugend vom Tagesausflug mit den Eltern. Auf dem Marienhof gibt es sogar ein Areal, das nur Ein- bis Vierjährigen vorbehalten ist. Auf Augenhöhe mit Schweinen, Ziegen, Kaninchen, Enten und Meerschweinchen nehmen Kleinkinder dort das Landleben wahr.
Doch die Nacht auf dem Strohsack ist für die Meisten eine ganz neue Erfahrung.
Infos: Marienhof Ribbeck unter www. marienhof-ribbeck.de, Tel. (033237) 88891 oder per Mail an ribbeck-marienhof@t-online.de