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Nachbarschaftshilfe...Gute Nachbarn

Autor: HeinrichBloch
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Heinrich Bloch will streichen...

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Nachbarschaftshilfe...
von: HeinrichBloch |  27.07.2009 02:04:12
jaa..ähh....neee.. doch ..

Hier ist wieder Euer Hausmeister Heinrich Bloch,

also also ich noch jung war .. und Bertha (Meine Ehefrau) noch gar nicht kannnte, da ist mir was passiert..

Ich wollte mein Zimmer .. also meine Junggesellenbude streichen... doch was passiert ist.. lest selbst..


Nachbarschaftshilfe..


oder


Renovieren ist ganz einfach...


Im Grunde genommen ist renovieren ganz einfach. Deswegen habe ich mir nun auch vorgenommen meinen Wohnzimmer zu renovieren.. also zu mindestens eine neue Tapete, sollte es sein... diese soll die 20 Jahre alte Tapete ablösen, Sie hat Ihren Zweck erfüllt.. . Obwohl bei genauerem hinsehen, würde ein Anstrich mit einer schönen Farbe reichen. Das spart ja auch Kosten.. und man muss die Möbelstücke nur in die Mitte des Zimmers stellen und gut mit Abdeckfolie abkleben...und dann kann man streichen. Ich guckte mir die Tapete noch mal genauer an und stellte mit fachmännischer Miene fest, das diese Tapete noch mindestens fünf weitere Jahre weiter leben kann, wenn Sie fachgerecht und sorfältig gestrichen wird........ .. Eine fröhlichere Farbe muss her.... Es ist ja Frühling und da erscheint ja alles in einem Neuen Kleide.. Frühling lass dein blaues Band.. Es ist Frühling. Die Vögel zwitschern, die Mücken stechen, die Kirschen glänzen hellrot an den Bäumen und schmecken zuckersüß, die Erdbeeren, frisch gepflückt aus dem Garten, werden zu Erdbeerkuchen verarbeitet. Es ist Frühling !!


...nun ja, der Fachkundige Leser, der sich ein wenig mit Biologie und Agrarkultur auskennt, hat es vielleicht bemerkt, es ist nicht mehr ganz Frühling .. also mittlerweile ist es schon Spätsommer... aber im Frühling wollte ich mit dem steichen anfangen, doch dann kam die Sache mit dem Telefonwechsel zu einem anderen Anbieter dazwischen, die hat etwas länger gedauert und ist auch noch nicht ganz abgeschlossen, („Im Winter wird es dann hundertprozentig klappen“ sagte der Telefonhändler mit vollstem Vertrauen, „Dann haben Sie wieder Ihren alten Anschluss, mit Ihrer alten Telefonnummer.. das klappt.. hat bis jetzt immer geklappt..Darauf haben Sie mein Wort“… doch davon berichte ich aber lieber ein andermal, denn diese Geschichte ist, wie gesagt, noch nicht ganz abgeschlossen), jedenfalls wegen dem Telefon hatte ich ein wenig Lauferei.... und musste einiges in die Wege leiten.. und konnte somit leider nicht eher mit dem streichen anfangen. ..


Es ist also Spätsommer und ich fange nun an das Wohnzimmmer zu streichen. Die goldene Sommersonne strahlt hell. Der blaue Himmel hoch über meinem Kopfe, lädt mich ein auch etwas Farbe in die Wohnung zu bringen. Ja, hier muss mal etwas neue Farbe an die Wand. Also eilte ich schnell in das Malereifachgeschäft und besorgte mir alles was ich fürs streichen benötigte und radelte fröhlich vergnügt nach Hause und pfiff mir ein Lied. Die Möbelstücke, hatte ich einen Tag vorher schon mit Freunden in die Mitte plaziert und mit Folie abgedeckt. So das ich eigentlich sofort mit dem streichen beginnen konnte... das Wohnzimmer ist nicht groß. Am Abend wollte ich fertig sein ..


Ich traf meine Nachbarn, Herrn und Frau Noffgerofff, als ich die Haustür aufschließen wollte zufällig im Hausflur und sagte Ihnen das ich nun etwas Farbe in mein Leben bringen werde.. und mein Wohnzimmer schnell mal eben streiche..und wollte eilig an Ihnen vorbei die Treppen hochrennen und anfangen zu streichen.. doch da hatte ich nicht mit meinen Nachbarn der Familie Noffgeroff gerechnet.


Herr Noffgeroff stellte sich in den Weg, Er musterten mich von oben bis unten und fragten mich, da beide meine Wohnung kannten, (wir saßen Sylvester immer zusammen, - jedenfalls bis zu dem tragischen Missgeschick 1987 als sich die Perücke von der Schwester meiner Nachbarin in der Tischrakete, die ich gezündet hatte verfing und mit explodierte...- Herr Noffgeroff fragte mich, wie ich denn streichen würde, da doch alles voller Möbel wäre... Ich sagte kommen Sie mal mit. Her und Frau Noffgeroff folgten mir in meine Wohnung. Ich präsentierte Ihnen stolz den mmit Abdeckplane abgedeckten Möbelberg in der Mitte des Raumes.


Sie begutachteten ihn beide, mit ernster Miene, rüttelten ein wenig daran und meinten das diese Möbel sicher verstaut sind, das da sicherlich nichts passieren würde.. und meinten, wenn ich schon die Wände streiche, ob ich dann nicht auch gleich einen neuen Teppichboden,...oder besser noch Laminat...verlegen möchte.. das würde viel besser zu der Farbe passen, die ich mitgebracht habe..( Eine kleine Anmerkung sei mir hier noch gestattet, die Farbe die vorher an der Wand war, ist beige gewesen, und die neue Farbe hatte genau den gleichen Farbton.) . , und hier der Fensterrahmen, sagte Frau Noffgeroff, könnte auch mal wider gestrichen werden.. und im Klo.. die schönen herrlichen grünen Fliesen könnten auch mal ausgebessert werden, und wenn ich schon mal dabei bin, so sagten Herr und Frau Noffgeroff fast gleichzeitig , könnte ich auch gleich mal den Wäscheschrank durchschauen, und die Wäschestücke, die ich nicht mehr gebrauchen kann einfach mal zur Altkleiderspende geben, und das Treppenhaus bräuchte noch Licht, Frau Noffgeroff ging in Ihre Wohnung und holte Kugelschreiber und Zettel und fing an eine Liste zu erstellen, Die Steinplatten im Vorgarten würden ein wenig lose sitzen ob ich nicht, ein wenig danach schauen könnte und wenn man nicht aufpasst könne man stürzen, ...und wenn ich schon dabei bin, die Platten neu zu verlegen könnte ich auch gleich noch das Dach, vom Gartenhäusschen reparieren, da regnet es nämlich schon seit Monaten durch, apropos Regen... Die Hausgemeinschaft wollte doch schon immer einen kleinen Teich, im Garten haben, ob ich den nicht vorrangig erstellen könnte, weil dann hätte auch die Hausgemeinschaft etwas davon, wenn wir abends zusammen am Teich grillen... Ach du liebe Güte der Grillplatz sagte Frau Noffgeroff der Grillplatz müsste auch noch mal wieder rundum erneuert werden, die Steine sind marode und morsch.. wenn da jetzt jemand ein Feuer macht, würde wahrscheinlich das ganze Haus abbrennen... ich müsste bevor ich den Grill repariere, auf jeden Fall einen erste Hilfe Kurs bei der zuständigen Feuerwehr belegen, und mir vor Ort eine Bauanleitung für einen Grill geben,.. nicht das noch was passiert... so ging es dann noch ungefähr eine Stunde lang weiter.. mittlerweile hatten sich noch ein paar Hausbewohner dazugesellt, die Herrn und Frau Noffgeroff auch noch ein paar Dinge sagten, die unbedingt noch erledigt werden sollten.... und die unbedingt noch auf die Liste von Frau Noffgeroff mussten.. .


Drei Stunden später überreichte mir Herr Noffgeroff mit einem hartem Händedruck, das ich meine Hand nicht mehr spürte.. sichtlich Stolz über die Gute Nachbarschaft und die Nachbarschaftshilfe, die wir alle zusammen im Hause haben, die Liste. Seine Frau hat diese in der ganzen Zeit während des Gespräches in meiner kleinen 20 Quadratmeter großen Wohnung geschrieben. Er sagte es täte ihm sehr leid, das er mir bei den Kleinigkeiten die auf der Liste, standen ( Sie ist übrigens 8 DIN A 4 Seiten lang geworden), nicht helfen könne und seine Frau auch nicht, da sie beide an einer ganz seltenen Krankheit leiden, die sobald sie anfangen würden zu arbeiten, sich auf andere übertragen könne.. und das wollten Sie niemanden zumuten.. )


Ich dankte allen Nachbarn aufs Herzlichste für Ihr kommen, - es waren mittlerweile über 200 Menschen in meiner kleinen 20 Quadrat meter großen Wohnung versammelt..auch Nachbarn aus der Nebenstraße sind gekommen und aus einem ganz anderen Stadtteil, ja sogar aus anderen Städten und Gemeinden..einer war sogar aus Übersee zufällig in der Nähe......und alle hatte noch eine Kleinigkeit zu reparieren. - ich bedankte mich und geleitete Sie alle bis zur Tür.... und schloß diese hinter Ihnen zu.


Morgen, werde ich den Wecker ganz früh stellen, und mich heimlich aus dem Hause schleichen... ich werde zum Flughafen fahren... und mir eine Flugkarte besorgen... Egal wohin .. bloss ganz weit weg. Ich suche mir eine Hütte am Strand auf einer verlassen Insel. Ohne Nachbarn. Vielleicht komm ich auch gar nicht mehr wieder...


P.S. ( ich konnte übrigens nach diesem Händedruck, drei Monate nicht mehr einen Löffel festhalten... Herr Noffgeroff war früher von Beruf Schmied... ,dort wo man das Wasser zum schmieden im Winter noch aus dem zugefrorenen Flüssen herbeibrachte...)



 

Tags: 

Supertalent, Hannover,Pedro,Prüser,Heinrich,Bloch,Comedy,Comedian,Glück, Fortuna

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