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Leben mit Glutamatunverträglichkeit
Erfahrungen im Umgang mit Glutamatunverträglichkeit. Bildquelle: Katja Neubauer / Pixelio.de |
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| Was ist Glutamat und dessen Unverträglichkeit?
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von: Caillin |  22.05.2009 07:29:02
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Glutamat ist überall. In Chips, in Erdnüssen, in Fertigsoßen und oft genug auch im Restaurantessen, insbesondere beim Chinesen, was zu dem Begriff „Chinarestaurantsyndrom“ für Unverträglichkeitsreaktionen infolge hoher Dosen Glutamats im Essen geführt hat. Doch auch andere Restaurants – meist, aber nicht nur die eher günstigen – kochen mit Glutamat. Manche Lebensmittel, wie Tomaten, Käse oder Sojasauce beinhalten von Natur aus eine relativ hohe Menge an Glutaminsäure, deren Salze als Glutamat bezeichnet werden. Auch alle proteinhaltigen Lebensmittel enthalten Glutamat. Diese natürlichen Dosen sind jedoch meist noch relativ gut verträglich. Problematisch wird es immer dann, wenn Nahrungsmittel zusätzlich mit künstlich hergestelltem Glutamat gewürzt werden. Oft wird dabei zu viel verwendet, und die zusätzliche Menge an Glutamat kann bei vielen zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Auf Verpackungen wird Glutamat entweder namentlich angegeben, wobei meist Mononatriumglutamat verwendet wird, oder es wird in Form von E-Nummern deklariert. Bei den Nummern E 620 – E 625 handelt es sich um Glutamat. Die Symptome einer Unverträglichkeit sind vielfältig. Manche reagieren mit Mundtrockenheit und Ausschlag, andere mit Juckreiz im Hals, Übelkeit, Gliederschmerzen oder Kopfschmerzen auf das Glutamat. In Bio-Fertigprodukten wie Brühen oder Suppen wird meist Hefeextrakt verwendet. Dieser enthält ebenfalls Glutamat, jedoch nicht isoliert, also als reiner Stoff, sondern in natürlicher, aus der Hefe gewonnener Form. Daher gilt Hefeextrakt nicht als Geschmacksverstärker. Bei vielen ist er auch weitaus besser verträglich als das künstliche Glutamatpulver.Jedoch kann Hefeextrakt bei einigen Menschen ebenfalls zur Unverträglichkeitsreaktionen führen. Ich selbst bekomme von künstlichem Glutamat massive Kopfschmerzen, während ich Biobrühe, die Hefeextrakt enthält, problemlos vertrage. Die im Hefeextrakt enthaltene Menge Glutamat ist natürlich und daher besser verträglich, außerdem ist die Menge geringer als bei reinem Glutamatpulver, das bei herkömmlichen Fertigprodukten häufig eingesetzt wird, um Kosten für Teure Gewürze zu sparen. Allerdings reagiert jeder Mensch unterschiedlich. Manche vertragen Glutamat auch in Unmengen, anderen genügen schon geringe Dosen für eine Überempfindlichkeitsreaktion. Die individuelle Verträglichkeitsschwelle muss leider jeder für sich heraus finden.
Auch wer nicht an einer Glutamatunverträglichkeit leidet, sollte diesen Zusatzstoff wenn möglich meiden oder reduzieren. Glutamat wirkt sehr appetitanregend und stört das natürliche Sättigungsgefühl, so dass oft mehr Nahrung aufgenommen wird, als der Körper eigentlich benötigt. Insbesondere bei figurbewussten oder abnehmewilligen Menschen dürfte dieser Effekt äußerst unerwünscht sein. Bei jahrelangem häufigen Glutamatkonsum wird außerdem das Geschmacksempfinden gestört, so dass natürlich gewürzte Lebensmittel, obwohl sehr gut zubereitet und gewürzt, oft fade erscheinen. Daher sollten Lebensmittel, die künstliches Glutamat enthalten, auf dem Speieseplan eher die Ausnahme sein als die Regeln. Glücklicherweise haben auch einige Markenhersteller das Problem inzwischen erkannt und verzichten auch in Fertiggerichten auf Glutamatzusatz. Es lohnt sich also, die Zutatenlisten zu lesen. Wer mit dem natürlichen Hefeextrakt keine Probleme hat, kann stattdessen auch einfach im Naturkostladen oder Bioladen einkaufen, denn die dort erhältlichen Lebensmittel enthalten kein künstlich zugesetzes Glutamat. Selbst Hefeextrakt ist meist nur in Brühe- oder Soßenpulvern enthalten, die in Gläsern erhältlichen Fertigsoßen enthalten in der Regel auch keinen Hefeextrakt.
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Tags: Glutamatunverträglichkeit, Glutamat, Essen, Zusatzstoffe
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| Glutamatfrei im Supermarkt
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von: Caillin |  22.05.2009 11:44:59
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Nicht jeder hat einen Bio- oder Naturkostladen in der Nähe,in dem man auch mit Glutamatunverträglichkeit meist bedenkenlos zugreifen kann. Selbst kochen ist natürlich immer die beste Alternative, aber oftmals fehlt dazu die Zeit. Doch auch normale Supermärkte bieten eine immer größere Zahl an glutamatfreien Produkten an.
Gänzlich bedenkenlos zugegriffen werden kann derzeit bei Fertigsoßen im Glas von Uncle Bens. Die Marke verzichtet auf künstliche Geschmacksverstärker und Aromen. Kleinere Supermärkte bieten meist nur eine kleine Auswahl an Soßen, größere Warenhäuser haben meist mehrere Sorten im Angebot. Probiert habe ich bisher süß-sauer mit extra Gemüse sowie mit extra Ananas. Beides war ganz lecker, wenn man süß-sauer mag. Ich esse das eher selten und bevorzuge eher Currysoßen. Von Uncle Bens gibt es ein cremiges Curry und ein rotes Thai Curry, die ebenfalls beide sehr lecker sind. Wer es lieber richtig scharf mag, muss aber bei den meisten Soßen nachwürzen, so auch bei diesen.
Ebenfalls sehr empfehlenswert sind die Tiefkühlgerichte von Frosta. Sie sind zwar etwas teurer als die meisten anderen Fertiggerichte, aber die Mehrkosten schlagen sich in der Qualität merklich nieder. Frosta verwendet nur hochwertige Zutaten und Gewürze und verzichtet gänzlich auf künstliche Zusatzstoffe. Das ist nicht nur gesünder, sondern schmeckt auch besser. Frosta Tiefkühlgerichte gibt es in zahlreichen Varianten, von herzhaft bis exotisch. Mit der „Gemüse-Mahlzeit“ hat Frosta auch einige vegetarische Produkte im Angebot. Bisher habe ich das Pilz-Risotto, das Mango-Curry und die Pasta mit rotem Pesto probiert. Alle Produkte waren sehr lecker und sind überaus empfehlenswert.
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Tags: Glutamat, Glutamatunversträglichkeit, Lebensmittel, Fertigprodukte
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| Glutamatfrei im Supermarkt II
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von: Caillin |  23.05.2009 13:51:49
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Auch Penny bietet glutamatfreie Produkte an. Neben den Produkten der Biomarke Naturgut, die allesamt glutamatfrei sind und nur teilweise Hefeextrakt enthalten, gibt es auch glutamatfreie Pizza. Die Premium Steinofen Pizza enthält statt dem in Fertigpizzen häufig verwendeten künstlichen Glutamat das natürlichere und besser verträgliche Hefeextrakt. Die Pizza gibt es in verschiedenen Sorten, darunter auch zwei fleischfreie Varianten, einmal die "Vegetaria" mit gegrilltem Paprika und Zwiebeln und einmal die "Rucola" mit Kirschtomaten. Die "Vegetaria" ist sehr lecker, die Pizza "Rucola" hatte ich vor einer Weile mal, als ich noch nicht auf Inhaktsstoffe achten musste und habe sie ebenfalls als gut schmeckend in Erinnerung. Von "Naturgut" gibt es bei Penny auch Fertigsoßen für Nudeln, die auch gänzlich ohne Glutamat auskommen. Außerdem sind Bio-Dosensuppen im Angebot, leider nicht in vegetarischer Variante, weswegen ich als Vegetarierin keine Aussagen zum Geschmack machen kann.
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Tags: Glutamat, Glutamatunverträglichkeit, Einkaufen, Lebensmittel, Allergie
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