Wer glaubt im Land des
„Fast- und Convenience-Food“ gibt es nichts anderes, außer Hamburger und Big Mac, der irrt gewaltig. Die kulinarischen Gegebenheiten haben sich
weiterentwickelt und die Nachfrage nach lukullischer Vielfalt wird, bedingt durch die
unterschiedlichen kulturellen Unterschiede, befriedigt.
Kochschulen,
Fernsehkoch-Shows und Kurse wachsen wie Pilze aus dem Boden und schaffen ein
neues Bild - geprägt durch Internationale Einflüsse – über die Entwicklung der
Esskultur auf den US-Amerikanischen Kontinent.
In den Familien werden
immermehr die Begriffe „Healthy
Food“ (gesundes Essen) and „LowFat“, (fettarm) zum festen Bestandteil, bei der
Zubereitung von Nahrungsmitteln.
Kochtechniken, die sich weitgehend auf frische Nahrungsmittel beziehen und das Angebot an„Organic Food“ befinden sich im Vormarsch. Strenge Auflagen
bei den amerikanischen Bio-Produkt-Anbietern, bewirken Vertrauen in der
Bevölkerung und schaffen das Bewusstsein, sich für „organische Produkte“ zu
entscheiden. Die Lieferung von biologischer Qualität, wird in die Marketingstrategien der
Bio-Branche eingebunden, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.
Die Amerikaner sind sehr
aufgeschlossen für den Reichtum, an den verschiedenen globalen Angeboten aus
dem kulinarischen Bereich. Ob italienisch, asiatisch oder südamerikanisch, oft
werden Einflüsse der verschiedenen Esskulturen mit der regionalen Küche vermischt.
Beginnen wir unsere
kulinarische Reise, mit dem, was uns als Europäer als erstes ins Auge fällt und wir oftmals zu unrecht, die Amerikaner in eine "Fast-Food-Schublade" stecken.
Kein anderes Volk der Welt
entwickelte so viele Sandwich-Arten, wie die US-Amerikaner. Auch hier finden
wir wieder die Vermengung zwischen importierten Essgewohnheiten der Einwanderer
und eigener ausgebildeter Esskultur. Ein Sandwich ist nicht gleich ein Sandwich
und auch hier ist ein regionaler Unterschied zu erkennen, der sich wohlwollend
vom allgemeinen „Fast-Food-Image“ distanziert. In New York finden wir z.B. einen
sehr deftigen Sandwich, dass wohl jeder „New Yorker“ kennt.Das Reuben-Sandwich (manchmal auch Ruben-Sandwich) genannt. Die Herkunft
und die Erfindung dieser Sandwich-Art ist umstritten. Es gibt Meinungen, der
Sandwich wäre von Reuben Kulakowsky - einem Händler aus Nebraska - während
einer seiner Pokerrunden im Hotel Blackstone
zwischen 1920 und 1935 kreiert worden. Andere wiederum meinen, der Erfinder
wäre Arthur Reuben, dem Besitzer von einem berühmten, - heute nicht mehr
existierenden gleichnamigen Delikatessengeschäft in New York – mit dem Namen
„Reuben`s Delikatessen“. Wie auch immer, bei diesem Sandwich handelt es sich,
bedingt durch die Zutaten, um einen deftigen Happen, der in der Basis aus
Roggenbrot und Sauerkraut besteht. Der Gesundheitsaspekt kommt hierbei sicherlich nicht zu kurz.
Denken wir auch an
Einflüsse, die sich in den südlicheren Regionen der USA ergeben. Die wohl
bekannteste Vermischung finden wir in dem Bereich der TEX-MEX Küche, die sich
aus den Wörtern Texas und Mexiko ergeben. Das Wort „TEX-MEX“ wurde aus der
ursprünglichen Bezeichnung für den „texanischen Mexikaner“ in die Küchensprache
übernommen. Das bekannteste der Tex-Mex-Gerichte ist wohl das „Chili con
Carne“. Ein Art Eintopf aus Rinderhackfleisch mit Chilis, Bohnen und Gemüse.
Dabei handelt es sich um eine scharfe (Chili) und deftige (Fleisch, Bohnen)
Kombination, die durch die Vermischung von Maya, Spaniern und amerikanischen
Ureinwohnern entstanden ist. Diese kräftigen und stärkenden Speisen wurden von
den Farmern, die ja tagtäglich harte Arbeit leisten mussten, erfunden. Damit
wurde das nötige Energiepotential geschaffen.
Bleiben wir in den
Südstaaten der USA, die von der überwiegend schwarzen Bevölkerung des Landes geprägt sind.
Die Cajun-Küche ist geformt von der kreolischen Küche, wie man
sie in Louisiana oder New Orleans findet. Diese wiederum beruft sich auf eine
französische Basis, wobei die Cajun-Küche
eher wieder eine deftige, stärkende Grundlage besitzt.
Der sogenannte „Gumbo“ ist
abermals eine Eintopfart, die in beiden Küchen gekocht wird, sich aber
teilweise von den Zutaten minimal unterscheidet. Die klassischen Gerichte, wie
„Shrimp Creole“ (Garnelen auf
kreolische Art) oder auch, das ganz einfache „Rice and Beans“
(Reis und Bohnen) stehen auch in den Gourmet-Restaurants in den
südlichen Provinzen, rund um New Orleans, auf der Speisekarte.
Von den regionalen
unterschiedlichen kulinarischen Genüssen, kommen wir zu den typischen
amerikanischen Essgewohnheiten, die sich über das ganze Land verbreitet haben.
Zu besonderen Gelegenheiten, wie z.B. „Thanksgiving“ (amerikanisches Erntedankfest) oder Weihnachten,
gibt es traditionell den "Turkey
with stuffing"
(Truthahn mit Füllung), "Gravy" (Sauce)
und „Cranberry“ (Preiselbeergelee) und zum Nachtisch den
klassischen„Pumpkin Pie“ (Eine
Art Kürbiskuchen).
Ob nun die Amerikaner die
Erfinder des BBQ (Grillabend) sind, darüber lässt sich streiten. Das Wort
Barbecue leitet sich aus dem spanischen Barbacoa ab und verbreitete sich wiederum aus dem Süden der
USA über das ganze Land.Tatsache ist
jedoch, dass ein BBQ selbst in höchsten Kreisen gesellschaftsfähig ist, egal ob
in Norden oder im Süden der USA. Jeder Amerikaner liebt es, diese Form der
Essenszubereitung zu praktizieren, wobei dies mehr ist, als nur reine
Nahrungszubereitung. Dies bedeutet einen „sozialen Austausch“, den man gerne im
Kreise von Familie und Freuden oder auch Nachbarn, zelebriert. In Kentucky
findet jedes Jahr ein sogenanntes BBQ-Festival mit einem Wettbewerb statt, dass mit fast 90.000 Zuschauern, einen
Rekord in Veranstaltungen dieser Art, aufweißt. Hierbei können sich die
Bewerber, in verschiedenen Grillkategorien mit unterschiedlichen Fleischsorten,
qualifizieren.
Obwohl das BBQ eine
landestypische kulinarische Eigenart der US-Amerikaner ist, unterscheidet sich es
doch in Zubereitung und Würze, je nach Region, voneinander.
Bei den Getränken ist wohl
im alkoholfreien Bereich das einfache Wasser „ohne Kohlensäure“ am
beliebtesten, dass man in der Regel in Restaurants ohne Berechnung serviert
bekommt. Gefolgt natürlich von Coca Cola, Root-Beer, Ice-Tea. Natürlich hat sich in den US-Staaten auch das
Kaffeetrinken etabliert. Kaffee in herausragender Qualität und verschiedenen
aromatischen Aromen wie Vanille, Zimt usw. kombiniert, findet man in den Coffee-Shops wie „Starbucks“
und die „Italien Coffee Company“.
Die zahlreichen Micro-Breweries, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben,
durchziehen das ganze Land mit verschiedenen hervorragenden Biersorten. Der
deutsche Einfluss auf die amerikanische Bierindustrie ist nicht zu verkennen,
der durch die Produktion von Light –Bieren,
für den amerikanischen Markt angepasst wurde. Die größte Bierveranstaltung
findet jährlich in Denver/Colorado statt. Mehr als 1000 Biere aus über 200
nationalen Brauereien werden hier vorgestellt und von den Besuchern getestet.
Mit einer Besucherzahl von fast 30.000 Besuchern, ist dies die älteste und
bekannteste Biermesse in den Staaten.
Beim Wein angelangt,
befinden wir uns nun an der Westseite der Staaten, nämlich in Kalifornien, wohl
eines der bedeutensten und größten Weinanbaugebiete in den USA. Weine aus dem
„Napa Valley oder Santa Cruz“ sind längst zu einem internationalen Begriff
geworden. Obwohl die Weinproduktion nicht den strengen Bestimmungen unterworfen
ist, die wir aus Europa gewohnt sind, ist es gelungen Spitzenweine zu
produzieren. Aber auch in anderen Gegenden, die klimatisch für den Weinbau
geeignet sind - z.B. Oregon oder Washington - wird zunehmend Wein angebaut.
Wir sind am Ende angelegt
unserer nur kurzen kulinarische Reise, die noch längst nicht alle Eindrücke
vermitteln konnte oder tiefere Einblicke zulässt. Wer selbst einmal eine Reise nach oder durch die USA
plant und durchführt, wird merken, dass es außer Fastfoodketten und Schnellrestaurants, noch viel mehr zu
entdecken gibt.
Es ist die Mischung aus
den verschiedenen Kulturen und die Offenheit für die kulinarische
Globalisierung, die zur Entwicklung der US-amerikanischen Esskultur beiträgt
und im stetigen Wandel ist.
Die äußeren Brotscheiben mit Butter
bestreichen und mit dieser Seit auf Butterbrotpapier legen. Auf
jeweils eine Innenscheibe (4 Stück) eine Scheibe Käse und
Cornedbeef geben. Dann ein wenig Sauerkraut daraufgeben (vorher
erwärmt) und mit einem TL Russian Dressing toppen. Wiederum eine
Scheibe Cornedbeef und 1 Scheibe Käse drauflegen. Jeweils mit einer
Brotscheibe bedecken. Butterseite nach außen.
Das Sandwich nun in einer Pfanne auf
der Butterseite rösten, bis der Käse zerläuft und das Roggenbrot
schön knusprig ist (Es geht auch auf dem Grill). Vorsichtig mit
einer Spachtel wenden.
Rezept für selbstgemachtes Russian
Dressing:
1/3 Tasse Mayonnaise
1 ½ EL Ketchup
1 TL Meerettich aus dem Glas
½ TL Worcestershire-Sauce
Salz
Frisch gemahlener Pfeffer aus der
Mühle
Alles zusammenmixen und mit Salz und
frischem Pfeffer, nach belieben abschmecken.
Bemerkung:
Wenn möglich, bitte frisches echtes
Cornedbeef verwenden (gepökeltes Rindfleisch) und nicht das aus der
Dose, da dies geschmacklich einen großen Unterschied darstellt.
Bei dem Russian Dressing empfiehlt es
sich Sahne-Meerretich aus dem Glas zu nehmen. Der Geschmack ist etwas
milder, und neutralisiert etwas die Schärfe und die Säuere.
Die Auberginen in 8 Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. Kurz in Mehl
wenden (mehlieren) und einer Pfanne mit heißemOlivenöl von beiden Seiten ca. 3 Min. anbraten.
Die Tomatensauce erhitzen, gehacktes frisches Basilikumdarunterrühren. Die aufgeschnitten Kaisersemmeln
mit der Tomatensosse bestreichen. Auf
jeweils 4 Hälften 2 Auberginenscheiben
drauflegen und gut mit Parmesan bestreuen.
Bei 180 Grad im Ofen überbacken.
Die zweite Hälfte der Brötchen auf die überbackenem Auberginen
legen und fertig ist ein köstlicher gesunder
Sandwich.