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Kulinarische Impressionen quer durch die USA

Autor: Martina M.
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Beschreibung:

Ein Streifzug durch die US-amerikanische Esskultur

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Kleiner kulinarischer Streifzug durch die USA
von: Martina M. |  02.12.2008 21:25:17

Wer glaubt im Land des „Fast- und Convenience-Food“ gibt es nichts anderes, außer Hamburger und Big Mac, der irrt gewaltig. Die kulinarischen Gegebenheiten haben sich weiterentwickelt und die Nachfrage nach lukullischer Vielfalt wird, bedingt durch die unterschiedlichen kulturellen Unterschiede, befriedigt.


Kochschulen, Fernsehkoch-Shows und Kurse wachsen wie Pilze aus dem Boden und schaffen ein neues Bild - geprägt durch Internationale Einflüsse – über die Entwicklung der Esskultur auf den US-Amerikanischen Kontinent.


In den Familien werden immermehr die Begriffe Healthy Food (gesundes Essen) and Low Fat“, (fettarm) zum festen Bestandteil, bei der Zubereitung von Nahrungsmitteln.


Kochtechniken, die sich weitgehend auf frische Nahrungsmittel beziehen und das Angebot an Organic Food befinden sich im Vormarsch. Strenge Auflagen bei den amerikanischen Bio-Produkt-Anbietern, bewirken Vertrauen in der Bevölkerung und schaffen das Bewusstsein, sich für organische Produkte zu entscheiden. Die Lieferung von biologischer Qualität, wird in die Marketingstrategien der Bio-Branche eingebunden, um Wettbewerbsvorteile zu schaffen.


Die Amerikaner sind sehr aufgeschlossen für den Reichtum, an den verschiedenen globalen Angeboten aus dem kulinarischen Bereich. Ob italienisch, asiatisch oder südamerikanisch, oft werden Einflüsse der verschiedenen Esskulturen mit der regionalen Küche vermischt.


Beginnen wir unsere kulinarische Reise, mit dem, was uns als Europäer als erstes ins Auge fällt und wir oftmals zu unrecht, die Amerikaner in eine "Fast-Food-Schublade" stecken.

Kein anderes Volk der Welt entwickelte so viele Sandwich-Arten, wie die US-Amerikaner. Auch hier finden wir wieder die Vermengung zwischen importierten Essgewohnheiten der Einwanderer und eigener ausgebildeter Esskultur. Ein Sandwich ist nicht gleich ein Sandwich und auch hier ist ein regionaler Unterschied zu erkennen, der sich wohlwollend vom allgemeinen „Fast-Food-Image“ distanziert. In New York finden wir z.B. einen sehr deftigen Sandwich, dass wohl jeder „New Yorker“ kennt.  Das Reuben-Sandwich (manchmal auch Ruben-Sandwich) genannt. Die Herkunft und die Erfindung dieser Sandwich-Art ist umstritten. Es gibt Meinungen, der Sandwich wäre von Reuben Kulakowsky - einem Händler aus Nebraska - während einer seiner Pokerrunden im Hotel Blackstone zwischen 1920 und 1935 kreiert worden. Andere wiederum meinen, der Erfinder wäre Arthur Reuben, dem Besitzer von einem berühmten, - heute nicht mehr existierenden gleichnamigen Delikatessengeschäft in New York – mit dem Namen „Reuben`s Delikatessen“. Wie auch immer, bei diesem Sandwich handelt es sich, bedingt durch die Zutaten, um einen deftigen Happen, der in der Basis aus Roggenbrot und Sauerkraut besteht. Der Gesundheitsaspekt kommt hierbei sicherlich nicht zu kurz.


Denken wir auch an Einflüsse, die sich in den südlicheren Regionen der USA ergeben. Die wohl bekannteste Vermischung finden wir in dem Bereich der TEX-MEX Küche, die sich aus den Wörtern Texas und Mexiko ergeben. Das Wort „TEX-MEX“ wurde aus der ursprünglichen Bezeichnung für den „texanischen Mexikaner“ in die Küchensprache übernommen. Das bekannteste der Tex-Mex-Gerichte ist wohl das „Chili con Carne“. Ein Art Eintopf aus Rinderhackfleisch mit Chilis, Bohnen und Gemüse. Dabei handelt es sich um eine scharfe (Chili) und deftige (Fleisch, Bohnen) Kombination, die durch die Vermischung von Maya, Spaniern und amerikanischen Ureinwohnern entstanden ist. Diese kräftigen und stärkenden Speisen wurden von den Farmern, die ja tagtäglich harte Arbeit leisten mussten, erfunden. Damit wurde das nötige Energiepotential geschaffen.


Bleiben wir in den Südstaaten der USA, die von der überwiegend schwarzen Bevölkerung des Landes geprägt sind. Die Cajun-Küche ist geformt von der kreolischen Küche, wie man sie in Louisiana oder New Orleans findet. Diese wiederum beruft sich auf eine französische Basis, wobei die Cajun-Küche eher wieder eine deftige, stärkende Grundlage besitzt.

Der sogenannte „Gumbo“ ist abermals eine Eintopfart, die in beiden Küchen gekocht wird, sich aber teilweise von den Zutaten minimal unterscheidet. Die klassischen Gerichte, wie „Shrimp Creole“ (Garnelen auf kreolische Art) oder auch, das ganz einfache „Rice and Beans“ (Reis und Bohnen) stehen auch in den Gourmet-Restaurants in den südlichen Provinzen, rund um New Orleans, auf der Speisekarte.


Von den regionalen unterschiedlichen kulinarischen Genüssen, kommen wir zu den typischen amerikanischen Essgewohnheiten, die sich über das ganze Land verbreitet haben. Zu besonderen Gelegenheiten, wie z.B. Thanksgiving (amerikanisches Erntedankfest) oder Weihnachten, gibt es traditionell den "Turkey with stuffing" (Truthahn mit Füllung), "Gravy" (Sauce) und Cranberry (Preiselbeergelee) und zum Nachtisch den klassischen  Pumpkin Pie“ (Eine Art Kürbiskuchen).


Ob nun die Amerikaner die Erfinder des BBQ (Grillabend) sind, darüber lässt sich streiten. Das Wort Barbecue leitet sich aus dem spanischen Barbacoa ab und verbreitete sich wiederum aus dem Süden der USA über das ganze Land. Tatsache ist jedoch, dass ein BBQ selbst in höchsten Kreisen gesellschaftsfähig ist, egal ob in Norden oder im Süden der USA. Jeder Amerikaner liebt es, diese Form der Essenszubereitung zu praktizieren, wobei dies mehr ist, als nur reine Nahrungszubereitung. Dies bedeutet einen „sozialen Austausch“, den man gerne im Kreise von Familie und Freuden oder auch Nachbarn, zelebriert. In Kentucky findet jedes Jahr ein sogenanntes BBQ-Festival mit einem Wettbewerb statt, dass mit fast 90.000 Zuschauern, einen Rekord in Veranstaltungen dieser Art, aufweißt. Hierbei können sich die Bewerber, in verschiedenen Grillkategorien mit unterschiedlichen Fleischsorten, qualifizieren.


Obwohl das BBQ eine landestypische kulinarische Eigenart der US-Amerikaner ist, unterscheidet sich es doch in Zubereitung und Würze, je nach Region, voneinander.

Bei den Getränken ist wohl im alkoholfreien Bereich das einfache Wasser „ohne Kohlensäure“ am beliebtesten, dass man in der Regel in Restaurants ohne Berechnung serviert bekommt. Gefolgt natürlich von Coca Cola, Root-Beer, Ice-Tea. Natürlich hat sich in den US-Staaten auch das Kaffeetrinken etabliert. Kaffee in herausragender Qualität und verschiedenen aromatischen Aromen wie Vanille, Zimt usw. kombiniert, findet man in den Coffee-Shops wie „Starbucks“ und die „Italien Coffee Company“.


Die zahlreichen Micro-Breweries, die sich in den letzten Jahren entwickelt haben, durchziehen das ganze Land mit verschiedenen hervorragenden Biersorten. Der deutsche Einfluss auf die amerikanische Bierindustrie ist nicht zu verkennen, der durch die Produktion von Light –Bieren, für den amerikanischen Markt angepasst wurde. Die größte Bierveranstaltung findet jährlich in Denver/Colorado statt. Mehr als 1000 Biere aus über 200 nationalen Brauereien werden hier vorgestellt und von den Besuchern getestet. Mit einer Besucherzahl von fast 30.000 Besuchern, ist dies die älteste und bekannteste Biermesse in den Staaten.


Beim Wein angelangt, befinden wir uns nun an der Westseite der Staaten, nämlich in Kalifornien, wohl eines der bedeutensten und größten Weinanbaugebiete in den USA. Weine aus dem „Napa Valley oder Santa Cruz“ sind längst zu einem internationalen Begriff geworden. Obwohl die Weinproduktion nicht den strengen Bestimmungen unterworfen ist, die wir aus Europa gewohnt sind, ist es gelungen Spitzenweine zu produzieren. Aber auch in anderen Gegenden, die klimatisch für den Weinbau geeignet sind - z.B. Oregon oder Washington - wird zunehmend Wein angebaut.


Wir sind am Ende angelegt unserer nur kurzen kulinarische Reise, die noch längst nicht alle Eindrücke vermitteln konnte oder tiefere Einblicke zulässt. Wer selbst einmal eine Reise nach oder durch die USA plant und durchführt, wird merken, dass es  außer Fastfoodketten und Schnellrestaurants, noch viel mehr zu entdecken gibt.


Es ist die Mischung aus den verschiedenen Kulturen und die Offenheit für die kulinarische Globalisierung, die zur Entwicklung der US-amerikanischen Esskultur beiträgt und im stetigen Wandel ist.


Mein Artikel "Mittelamerikanische Schärfe" bietet einen Einblick ueber die Region weiter suedlich der USA

mit einigen Rezepten, die auch den TEX-MEX Bereich betreffen.

 

 

Tags: 

USA,Fast-Food,kulinarisch, Turkey,Organic Food, Reuben-Sandwich, Creole, Suedstaaten-Kueche

Kommentare (1)
USA kulinarisch
von: Martina M. |  18.02.2009 22:50:50
Wer etwas mehr wissen will, der sollte sich auf der Seite

http://www.usa-kulinarisch.de/

umsehen. Eine gute Gelegenheit um sich, ueber amerikanische Rezepte und deren Zubereitung, zu informieren.


Einen guten Tipp fuer ein Kochbuch findet man hier:

http://www.typeer.de/thema/USA-Kochbuch/?m=success
 

Tags: 

USA, kulinarisch, kochen, Kochbuch

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Reuben Sandwich
von: Martina M. |  21.05.2009 21:18:36

Reuben Sandwich – 4 Sandwiches

2 TL Butter

8 Scheiben Dunkles Roggenbrot

8 Scheiben Schweizer Käse

8 Scheiben Dünn geschnittenes Cornedbeef

Sauerkraut

Russian Dressing

Die äußeren Brotscheiben mit Butter bestreichen und mit dieser Seit auf Butterbrotpapier legen. Auf jeweils eine Innenscheibe (4 Stück) eine Scheibe Käse und Cornedbeef geben. Dann ein wenig Sauerkraut daraufgeben (vorher erwärmt) und mit einem TL Russian Dressing toppen. Wiederum eine Scheibe Cornedbeef und 1 Scheibe Käse drauflegen. Jeweils mit einer Brotscheibe bedecken. Butterseite nach außen.

Das Sandwich nun in einer Pfanne auf der Butterseite rösten, bis der Käse zerläuft und das Roggenbrot schön knusprig ist (Es geht auch auf dem Grill). Vorsichtig mit einer Spachtel wenden.

Rezept für selbstgemachtes Russian Dressing:

1/3 Tasse Mayonnaise

1 ½ EL Ketchup

1 TL Meerettich aus dem Glas

½ TL Worcestershire-Sauce

Salz

Frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle

Alles zusammenmixen und mit Salz und frischem Pfeffer, nach belieben abschmecken.

Bemerkung:

Wenn möglich, bitte frisches echtes Cornedbeef verwenden (gepökeltes Rindfleisch) und nicht das aus der Dose, da dies geschmacklich einen großen Unterschied darstellt.

Bei dem Russian Dressing empfiehlt es sich Sahne-Meerretich aus dem Glas zu nehmen. Der Geschmack ist etwas milder, und neutralisiert etwas die Schärfe und die Säuere.

 

Tags: 

Reuben Sandwich, Russian Dressing, Cornedbeef, Sauerkraut

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Auberginen – Parmesan – Sandwich
von: Martina M. |  30.07.2009 01:30:52

2 Auberginen

8 EL Tomatensosse

Frisches Basilikum

4 Kaisersemmeln

Geriebener Parmesan Käse

Mehl zum mehlieren

Salz, Pfeffer


Rezept fuer 4 Personen

Die Auberginen in 8 Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. Kurz in Mehl wenden (mehlieren) und einer Pfanne mit heißem Olivenöl  von beiden Seiten ca. 3 Min. anbraten.

Die Tomatensauce erhitzen, gehacktes frisches Basilikum darunterrühren. Die aufgeschnitten Kaisersemmeln mit der Tomatensosse bestreichen. Auf jeweils 4 Hälften 2 Auberginenscheiben drauflegen und gut mit Parmesan bestreuen. Bei 180 Grad im Ofen überbacken.

Die zweite Hälfte der Brötchen auf die überbackenem Auberginen legen und fertig ist ein köstlicher gesunder Sandwich.

 

Tags: 

Sandwich, Eggplant, Parmesan, Aubergine

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