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Kolumnen
Kolumnen rund um moderne Philosophien des Hetero-Mannes. Dazu zählt u.a. Mode, Frauen (Sex), Berufsleben und Freunde (sowohl für Frau und Mann ansehnlich) |
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| Einsamkeit bei Nacht
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von: mediatement |  02.01.2010 06:00:01
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Beim Wählen des Titels dieser Kolumne fielen mir mehrere wahrscheinlich
passende Überschriften ein wie z.B. ,,Allein unter Millionen“ oder
,,Allein und dennoch einsam“. Nehmen wir das Beispiel einer Großstadt, besser, einer Metropole! New York City! Man
stelle sich vor, dass man alleine in ein sagen wir schönes Apartment
mitten in Manhattan ziehen würde. Das klingt zunächst sehr
beneidenswert und exklusiv, doch näher betrachtet wird einem dieser
Luxus nicht viel bringen. Obwohl New York City zu der größten Stadt der USA zählt, wird man sich zu mancher Stunde einsam fühlen. Allein unter mehr als acht Millionen Einwohnern. Nach
einem Abend in einem Club, in dem man schon wieder einmal neue Leute
kennengelernt hat und wieder das selbe von sich erzählt und die selben
Fragen gestellt hat, kehrt man in sein Apartment zurück und stellt
fest, dass man einsam ist. Selbst wenn man ein Topmodel abgeschleppt
hat und sich mit ihr/ihm vergnügt haben sollte, wird man das Gefühl
nicht los werden. Es ist sicher kein Zufall, dass in den größten
Städten der Welt die Alkoholikerrate und die Menge der
Depressionskranken prozentual zur Bevölkerungsdichte der entsprechenden
am höchsten ist. Obwohl man nicht alleine ist, ist man dennoch einsam. Da man diese Einsamkeit insbesondere bei Nacht in seinen eigenen vier Wänden erfährt, habe ich auch den Titel gewählt. Um
mich einmal selbst zu zitieren, erlaube ich mir die These, bzw. die
Erfahrung, dass ,,je mehr Menschen in einer Stadt leben, man sich umso
einsamer fühlt“. Was bringen Millionen von Fremden, wenn man dennoch
einsam ist? An dieser Stelle wird, denke ich auch der Unterschied
zwischen alleine und einsam deutlich, wobei umgangssprachlich häufig
beide für den selben Zustand benutzt werden.
Ich zähle wohl zu
den Menschen, die gelegentlich unter Schlaflosigkeit leiden. Momente in
denen man nichts als Beschäftigung findet und sich nichts sehnlicher
wünscht als Schlafen zu können. Eines Nachts erwischte ich mich
wieder einmal dabei, wie ich eine Zigarette rauchend auf meiner
Terrasse saß und einfach nur nachdachte. Vergebliches Wechseln von
Schlafpositionen war gescheitert und auch im Internet schien wenig
Ablenkung finden zu sein. Dort also sitzend und von Gedanken
eingenommen, während beinahe vollständige Stille herrschte, stellte ich
mir die Frage, ob ich einsam bin, obwohl mein Leben durch Familie und
Freunde erfüllt ist. Wie kann es sein, dass ich mich trotz alledem
einsam fühle? Erlebt jeder Mensch diese Einsamkeit? Ist es vielleicht
gerade die tagsüber vollständige Ablenkung durch Mitmenschen, die einen
Nachts dieses Gefühl beschert? Fühlen wir uns immer einsam und werden
wir nur durch unser soziales Umfeld davon abgelenkt?
Ich denke, dass das Gefühl von Einsamkeit noch nicht vollständig erforscht ist!
Einen doch hoffentlich positiven Aspekt haben diese schlaflosen Nächte für mich allerdings trotzdem Die
Möglichkeit ohne jegliche Ablenkung einfach nur dasitzend nachdenken zu
können, bringt mich immer wieder dazu etwas zu schreiben.
Gute Nacht bzw. Guten Morgen!
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Tags: Einsamkeit, Gedanken, Fragen, Alleine, New York
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| Groteske: ,,Pawel-Eines Abends"
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von: mediatement |  02.08.2009 17:28:35
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Vorwort:
Nach einigen
Youtube-Videos, die ich in der letzten Nacht gesehen hab, kam ich auf
die Idee mal etwas fiktives, groteskes und sogar absurdes zu schreiben.
Einfach mal meinen Gedanken freien Lauf zu lassen und jegliche
Vernetzungen in meinem Kopf in den Text fließen zu lassen ohne dabei
darauf zu achten, was Sinn macht und was nicht und Zusammenhänge
absichtlich absurd und falsch klingen zu lassen. Ich hoffe mir ist etwas groteskes gelungen. Meinen Dank möchte ich Marcel Reich-Ranicki und Hape Kerkeling ausprechen, die mich ganz besonders inspiriert haben. Nach Nachwort ist bitte ebenfalls zu lesen, damit kein falscher Verdach aufkommt!
Eines Abends...
Eines Abends schaute ich in den Himmel. Es
war eine Nacht, wie sie mir in letzter Zeit des Öfteren begegnete. Ich
befand mich in einem insomniösen Zustand und suchte Beschäftigung, da
ich den Gedanke des Einschlafens schon längst aufgegeben hatte, weil
mich zu viele Ideen bereits enttäuscht hatten und ich wie gewohnt erst
zu spät einschlief, obwohl ich am nächsten Morgen wieder früh aufstehen
musste. Eines war in dieser Nacht jedoch anders. Etwas unterschied sich von den anderen schlaflosen Nächten. Wie
gewohnt verließ ich mein bereits ungenießbar warm gewordenes Nest und
setzte mich auf die Terrasse. Obwohl es vier Holzstühle und eine an der
Nachbarhauswand verlaufende Bank gab, bevorzugte ich mich auf den zu
den Stühlen gehörenden Tisch zu setzen, dessen Holz bereits durch den
Regen angefressen und weich geworden war. Von hier aus konnte ich
durch die Dunkelheit getarnt in alle Schlafzimmer der umliegenden
Nachbarschaftshäuser blicken, ohne dabei bemerkt zu werden. Dass
alle Schlafzimmer nach hinten raus lagen, schien wohl daran zu liegen,
dass hier alle Häuser aus der gleichen Zeit stammten und auch nach der
gleichen Architektur gebaut waren und dadurch die ideale
Schlafzimmergröße aufbrachten, die dazu noch mit jeweiligen Balkonen
bestückt waren, was zum Schlafen bei offener Tür einlädt. Lediglich
das Haus, dass ich bewohnte, hatte mein Schlafzimmer nach vorne hin
ausgelegt, was maßgeblich daran lag, dass es während des zweiten
Weltkrieges große Schäden nahm und im Inneren komplett renoviert werden
musste. Eine weitere Gemeinsamkeit der Schlafzimmer meiner Nachbarn war
die Tatsache, dass keines der Fenster mit Rollladen versehen war. Vorhänge hingen offen oder verschlossen hinter den großen Fensterscheiben. Mittlerweile
wusste ich schon welches Zimmer welche Vorhangfarbe besaß und welche
Bewohner wohl wahrscheinlich weniger durch Perversion, sondern
schätzungsweise durch reine Faulheit dazu bewegt waren ihre Vorhänge
nicht zu schließen. Zugegebenermaßen verbrachte ich zahlreiche
schlaflose Nächte in letzter Zeit damit, die nächtlichen Aktivitäten
meiner Nachbarn zu beobachten und teils auch zu dokumentieren. In einem
Schreibblock befanden sich die Uhrzeiten der Schlafenszeiten und
sexuellen Handlungen kategorisch aufgelistet. Jeder Haushalt wurde
durch einen Spitznamen gekennzeichnet. Was in dieser Nacht im
Schlafzimmer von ,,Familie Altersunterschied“ ablief, weiss ich nicht
mehr. Lediglich aus Zimmer Masochismus hörte ich ein leises Winseln,
dass in den unregelmäßig vorbeiwehenden Windböen unterging. Zurückschauend
würde ich behaupten, dass sich zu dieser Zeit, die nun vierzehn Tage
zurückliegt, Züge eines Voyeurismus in mir entwickelten. Zu diesem
Zeitpunkt war es für mich lediglich eine Art der Zeitüberbrückung bis
zum Schlafengehen, die mit krampfhaftem Masturbieren und Ejakulieren
auf die Altkleidersammlung meiner Nachbarin begleitet wurde. In
dieser Nacht war es jedoch anders. Dieses Mal saß ich angezogen auf dem
Esstisch und beobachtete die Sterne, die mich nicht erregten. Sie
bildeten Bilder, die wahrscheinlich niemand zuvor erblickt und daher
nicht gedeutet hatte. Einige Sterne formten die Umrisse einer Elfe, die auf einem Stier saß. Andere wirkten zusammen wie eine Meerjungfrau, die von einer anderen umarmt wurde. In
Gedanken deutete ich diese Bilder und kam zu der Erkenntnis, dass meine
Bilder wohl doch nicht so unbekannt waren und die Sternzeichen
wahrscheinlich daher ihre Titel tragen. Die gleich aussehenden
Meerjungfrauen stellten den Löwen dar und die Elfe einen Schützen. Dies
musste den Menschen vor zweitausend Jahren wohl auch aufgefallen sein.
Voller Stolz stand ich auf, lief zurück in das anschließende Wohnzimmer
schloss ich die Terrassentür hinter mir und ging zurück in mein Bett,
in welchem ich meine noch übrig gebliebene Zeit mit lang ersehntem
Schlaf verbrachte.
Nachwort: Diese Person, die erzählt,
ist ein fiktives Ich. Ich bin quasi in die Rolle eines Menschen
gerutscht, der keine Grenzen kennt und in seiner Langweile durch
Perversionen gelenkt wird, über die er sich nicht im Klaren ist. Ich
taufen diesen Charakter, also dieses fiktive Ich mit dem Namen ,,Pawel". Wenn die Resonanz auf dieses Stück Literatur positiv sein sollte, werde ich bald mehr von Pawel veröffentlichen. Hinzufügend
möchte ich noch anmerken, dass es mir sehr viel Freude bereitet hat nun
einmal als Schauspieler zu schreiben, sprich nach Erfinden einer Rolle
aus der Sicht dieser zu schreiben.
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Tags: Grotesk, absurd, Pawel, Reich-Ranicki, Fiktion
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| ,, Die Emanzipation der Männer"
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von: mediatement |  29.09.2008 16:26:34
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Frauen emanzipieren sich. Sie üben Berufe aus, die früher nur für
Männer bestimmt waren. Frauen bekommen weniger Kinder und fixieren sich
auf ihre Karriere. Sie entwickeln sich. Das Klischee von der Frau, die
hinter dem Herd steht und die Kinder hütet, nimmt langsam Abschied.
Frauen werden stärker, unabhängiger und erfolgreicher. Immer mehr
Frauen emanzipieren sich. Das klingt ja alles schön und gut für die Frauen, aber wie ist es denn bei uns Männern? In diese Richtung können wir uns ja im Prinzip nicht mehr entwickeln, weil wir seit Urzeiten nichts anderes getan haben. Auch wir Männer machen eine Entwicklung durch. Das
Klischee, dass der Mann den Haushalt schmeißt, existiert einfach nicht.
Aber um ehrlich zu sein, laufen wir Männer auch nicht in Holzfällerhemd
und Axt durch den Wald. Beides hat nichts mit der Entwicklung von uns
zu tun. Wir nehmen Züge an, die früher nur Frauen besaßen, was nicht bedeutet, dass wir anfangen Kinder zu bekommen. Der Mann ist nämlich nicht nur noch der Ernährer. Männer
werden stilbewusster und achten mehr auf ihr Aussehen. Wie viele von
uns sind Mitglied eines Fitness-Clubs? Wer von uns lässt sich seine
Garderobe noch von einer Frau bestimmen? Wer von uns kennt nicht Gucci,
Prada und Dior? Was früher noch als weiblich angesehen wurde, ist jetzt auf dem Weg als normal angesehen zu werden. Man darf sich Antiaging Produkte zulegen und gut gekleidet auftreten ohne sofort als schwul abgestempelt zu werden. Das
dieser Trend zwar auch zu Verwirrung führen kann, lässt sich nicht
ausschließen. Aber wenn Frauen sich verändern, warum nicht auch wir
Männer? Stellt sich die Frage, ob wir uns Emanzipieren? Dieses Wort
zu benutzen, wäre wohl nicht richtig, aber eigentlich auch nicht falsch. Eine Freundin von mir sagte vor kurzem noch, dass sie auf metrosexuelle Männer wie David Beckham steht. Was mich an diesem Satz störte, war das Wort ,,metrosexuell". Wieso muss die Sexualität mit ins Spiel gebracht werden? Als wären wir weder hetero, noch bi noch homo. Als würden wir es mit Cremetuben und Designerjeans treiben. Und das alles nur weil wir etwas eitler werden? Mal
ganz im Ernst, was um alles in der Welt hat Sexualität mit Lifestyle zu
tun? Stehen etwa alle lesbischen Frauen auf Werkzeug und Fußball? Sind
alle schwulen Männer stilbewusst? Sieht man davon weiterhin ab und
benutzt dass Wort ,,metrosexuell" weiter, dann könnte man ja auch
behaupten, dass karrierebewusste Frauen metrosexuell sind. Stattdessen
werden sie als starke unabhängige emanzipierte Frauen bezeichnet. Sind wir Männer auf dem Wege der Emanzipation oder wird diese Entwicklung weiterhin als blöder metrosexueller Trend angesehen? Es beibt abzuwarten.
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Tags: Metrsosexuell, metro, Emanzipation, Männer, Frauen, Vergleich, David Beckham, Trend, Sexualität
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| ,,Wir und Ich"
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von: mediatement |  29.09.2008 16:25:18
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In einer stadtbekannten Cocktailbar war ich am Abend verabredet. Es war
eine bestimme Art von Verabredung. Nicht im Sinne eines Dates mit einer
besonderen Frau oder ein Abend zusammen mit Freunden. Es war eine
Verabredung mit zwei Freunden, oder besser gesagt einem Pärchen. Anja
und Mark. Mark gehört zu den Menschen, die ich schon sehr lange kenne.
Mit ihm verbrachte ich früher viel Zeit. Wir machen zusammen Sport,
gingen feiern und überhaupt war er ein guter Freund. Seit über einem
Jahr befand sich Mark in einer festen Beziehung mit Anja. Und genau
seit diesem Zeitpunkt hörte ich kaum noch etwas von ihm, vom Sehen ganz
zu schweigen. Anja und Mark waren für einander geschaffen. Sie
ergänzten sich in jeder Hinsicht. Sie verbrachten jede freie Sekunde
beisammen und schienen dabei auch immer glücklich zu sein. An jenem
Abend erschien ich pünktlich zu meiner Verabredung. Anja und Mark waren
bereits da. Schon zu diesem Zeitpunkt als ich die beiden dort Händchen
haltend sitzen sah, wäre ich am liebsten gegangen. Den ganzen Abend
schwärmten sie von einander. Als Mark mich dann fragte, ob ich mich
denn auch in einer Beziehung befinden würde und dass ich sie ja hätte
mitbringen können, musste ich ihn enttäuschen. Ich sagte ich sei Single
und auf einmal funkelten Anjas Augen auf. Sie hätten da auch eine
Freundin, die Single sei und dass sie sie mir doch gerne mal vorstellen
wollen würde. Wir würden gut zueinander passen. Es ginge ja nicht, dass
ich Single sei. Mark nickte währenddessen überzeugt. Als dann auch
ich endlich mal zu Wort kam, war es nun Anja, die ich enttäuschen
musste. Ich teilte ihr mit, dass ich momentan nicht auf der Suche nach
einer Frau wäre, mit der ich zusammen sein möchte. Ich wäre im Moment
mit meinem Singledasein zufrieden. In diesem Moment war sowohl Anja
als auch Mark nicht nur die Enttäuschung anzusehen, sondern vielmehr
die Verachtung mir gegenüber. Nicht mir als Person, sondern mir als
Single. Sie konnten es nicht fassen, dass ich gerne Single sei. Ich
lächelte nur verlegen, kam mir aber völlig beschissen vor. Anja und
Mark gehörten zu den Pärchen, die Singles als Verlierer ansahen.
Verlierer, die es nicht schaffen eine Beziehung zu führen. Verlierer,
die nicht in der Lage sind, jemanden für eine Beziehung zu finden. Das
Singledasein als Vorstufe der Beziehung. Dass das Singledasein auch
eine Parallelstufe zu einer Beziehung sein kann, und dass man auch
gerne Single sein kann, war für Anja und Mark unfassbar, wenn nicht
sogar absurd. Mir fiel auf, dass Mark sich verändert hatte. Nicht
nur dass er seine alten Freunde komplett vernachlässigt hatte und Anja
überall dabei war. Nein, es war viel mehr. Jeder von sich erzählende
Satz, der früher bzw. bei anderen nicht Single-hassenden Menschen, mit
,,Ich" gebildet wurde, wurde nun durch das Wörtchen ,,Wir" ersetzt.
,,Wir haben da eine Freundin", ,,Wir kochen gerne zusammen", ,,Wir
waren gestern in diesem neuen Streifen". Aus zwei Personen wurde eine. Das Wörtchen ,,wir" ersetze das ,,ich". Das ,,Wir" als neue Singularform. Nun
wurde mich auch klar, warum sie mich nicht verstehen konnten. Sie waren
mittlerweile so zusammen gewachsen, dass sie der Meinung waren, dass
man nur so glücklich sein könne. Das man erst dann ein vollkommener
Mensch sei. Der Abend neigte sich dem Ende zu, worüber wohl auch
alle froh zu sein schienen. Bei der Verabschiedung war ihnen das
Missverständnis noch anzusehen. Später telefonierte ich noch mit
einem Freund und berichtete ihm von dem Abend. Er sagte mir, dass er
nicht den Anstand gehabt hätte zu bleiben, sondern wäre schon viel
früher gegangen, weil er das Verhalten von Anja und Mark als reine
Unverschämtheit ansehen würde. Nun, als reine Unverschämtheit sehe
ich das nicht. Es ist vielmehr eine Frage von Verständnis. Pärchen wie
Anja und Mark haben für Singles wie mich nun einmal kein Verständnis,
auch wenn sie mich mögen und es nicht böse gemeint ist.
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Tags: Partnerschaft, Freunde, Verkupplung, Single, Verabredung, Wir, Klischee, Beziehung
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