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Kötermama, Köterpapa

Autor: Chris
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falsch verstandene tierliebe aufs Korn genommen

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Hundemama, Hundepapa
von: Chris |  08.12.2009 12:40:01

Kötermama, Köterpapa,…

 

Kennt Ihr das auch?! Schon wieder so ein Köterpapa oder eine Kötermama! Restlos begeistert von ihrem kleinen Liebling, der gerade am Auto des Nachbarn sein Beinchen hebt! „Ach, wie niedlich! Komm mal zu Frauchen, kriegst auch ein Leckerli!“
Das einzige Gesprächsthema ist Bello, es wird ein beinahe unanständiges Gewese um den Köter gemacht, jede Lautäußerung wird mit Beifall aufgenommen und häufiges Bellen erfreut zur Kenntnis genommen. Der Hund erfährt mehr Aufmerksamkeit als die menschlichen Familienmitglieder! Beim Spazierengehen hält die Prozession eine ritualisierte Reihenfolge ein: zuerst der Hund, danach Herrchen – vom Hund vorwärts gezogen – zum Schluss Frauchen. Die hat auch am wenigsten in der Familie zu sagen.  Die Reihenfolge der Prozession entspricht der Rangfolge in der Familie! Köter mit Gefolge! Kein Wunder, dass sich der Hund benimmt, als wäre er das Leittier, anstatt sich ganz hinten unter das geringste menschliche Familienmitglied einzuordnen! Hunde sind dazu nämlich bereit, sie müssen nur richtig erzogen werden! Nur leider ist von Erziehung in diesen Fällen meist gar keine Rede! Bello hat selbstverständlich Narrenfreiheit!

Wie unverständlich aber auch, wenn das ewige Gebell irgendwann uns genervte Nachbarn auf den Plan ruft, die das nicht länger dulden wollen! Ist doch ganz klar, wo Bello nächstens immer sein großes Geschäft machen wird! Und das bleibt natürlich schön liegen, damit jeder sieht, wie köterunfreundlich der Nachbar ist. Die Wurst bleibt liegen als Ärgernis und als Andenken an den lieben Hundepapa! Und wenn wir uns darüber beschweren: Bello ist unschuldig! Das arme Tier muss sich doch auch erleichtern! Und dieser Haufen da ist nicht von Bello! Bellos heilige Hinterlassenschaften würden vom letzten Mitglied der Prozession immer aufgehoben!

Unwillkürlich frage ich mich, ob die Nachbarn einen heiligen Schrein für die Häufchen errichtet haben, einen Hausaltar, auf dem immer die aktuellen Verdauungsprodukte des Tieres ausgestellt werden!
Und anderen Tölenbesitzern gegenüber werden dann die berühmten Aussagen getroffen: „Ach, mein Hund hat mich noch nie enttäuscht! Menschen kann man ja nicht trauen, aber mein Hund, der versteht mich!“
Zur Weihnachtszeit wird auch wieder gespendet – natürlich nur an Tiere in Not! Menschen und ihre Nöte zählen bei diesem misanthropischen Menschenschlag ja nicht! Und sollte sich Bello dahingehend vergessen, indem er nach den Beinen anderer Leute schnappt, dann ist Bello natürlich auch völlig schuldlos! „Er ist ja auch provoziert worden! Das Kind hat ihn schon öfters geärgert, und als er das Kind auf der Straße gesehen hat, da ist es eben mit ihm durchgegangen! Muss man ja auch verstehen! Wir würden uns ja auch nicht alles gefallen lassen…“

Wohl verstanden, ich habe bestimmt nichts gegen Hunde! Aber von dieser falsch verstandenen tierliebe halte ich rein gar nichts!

 

Tags: 

Hunde, Köter, Tölen

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