Natürlich ist es heute, bedingt zur Zeitmangel, einfacher
sich einen sogenannten Knödelteig zu kaufen, der schon fix und fertig bereit
liegt und seine einzige Zubereitungssaufgabe darin besteht, ins kochende Wasser,
geworfen zu werden.
Allerdings bedeutet die Freude am Kochen für viele mehr, als
nur die reine Kochbearbeitung von Convenience Food und geht über schnelle Mikrowellenangelegenheiten hinaus.
Das traditionelle oder bodenständige Kochen liegt wieder im
Trend und vereint die kulinarischen Genüsse von einst, mit moderner
Kochtechnik.
Ein Beispiel hierfür ist der „Kartoffelknödel oder Kloß“
oder auch im „Fränkischen“ „Kniedla“ genannt. Diese beliebte Beilage findet nicht nur regional seinen Zuspruch, sondern ist auch in der Ferne beliebt.
Das nachfolgende Rezept sollte zum Nachkochen animieren, wenn
Leute keine Lust auf vorgefertigten Knödelteig haben, experimentieren wollen, oder wenn Knödelteig nicht zu finden ist. Da ich bereits längere Zeit im
außereuropäischen Ausland wohne, weiß ich, wie sehr wir unsere kulinarischen
Traditionen vermissen.
Das Zubereiten von Kartoffelknödel ist einfacher als man
denkt.
¾ rohe Kartoffeln
¼ gekochte Kartoffeln
Die Kartoffeln (am besten schälen und vierteln) und kochen
und zwischenzeitlich die rohen Kartoffeln reiben. Besser und einfacher geht
dies noch mit einem elektrischen Entsafter. Die Kartoffelmasse sammelt sich im
Auffangbehälter für das Fruchtfleisch und kann somit entnommen werden. Diese
Zubereitweise ist schnell und sehr rationell und die Masse enthaelt sogut wie kein Kartoffelwasser mehr. Werden die Kartoffeln mit der
Hand gerieben, empfiehlt es sich, diese in eine Schüssel - mit etwas Wasser und
einen Schuss Essig - zu reiben. Dadurch wird das "grau werden" der Kartoffeln
verhindert.
Steht kein Entsafter zur Verfügung, muss die rohe
Kartoffelmasse durch ein Leinensäckchen gepresst werden. Die Masse soll sehr trocken
sein.
Die rohe Kartoffelbrühe etwas stehen lassen, damit sich die Stärke
am Boden des Gefäßes absetzt. Diese muss später dem Teig wieder zugeführt
werden.
Die rohe Kartoffelmasse in eine Schüssel geben und die
gekochten Kartoffeln durch eine Presse drücken und sofort der Kartoffelmasse hinzufügen.
Die Kartoffelstärke, Salz und eventl. Muskat hinzufügen und die Masse noch heiß
vermischen.
Sollte die Masse etwas zu locker geworden sein, etwas Stärkemehl
(wo dies nicht erhältlich ist, nimmt man Maizena) hinzufügen.
Je nach Geschmack kann der Kartoffelkloß mit gerösteten Weißbrotwürfeln
gefüllt werden.
Bei Erstversuchen, oder Unsicherheiten empfehle ich einen Probekloß
zu kochen. Damit ist man vor der Tatsache gesichert, seinen Gästen statt dem angekündigten
Kartoffelkloß eine Kartoffelsuppe zu servieren ;-)
Übrigens: Kartoffeln sind in jeglicher Form eine gesunde
Beilage oder auch Hauptgericht und enthalten wichtige Mineralstoffe,
Spurenelemente und Vitamine und hochverwertbares pflanzliches Eiweiß. Daher
kann man die Kartoffel auf fast jeden Diätplan finden.