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von: autobus5769 |  24.06.2010 09:58:42
 

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Der Journalist als Werbebotschafter?
von: Florian |  17.06.2010 17:58:58

Der Journalist als Werbebotschafter?


 Wird kritischer Journalismus in Sachsen-Anhalts Tageszeitungen zur Mangelware? Welchen Einfluss haben Anzeigenleiter auf Redaktionen und die Themenwahl? Ist die journalistische Autonomie in Gefahr? Sind Journalisten käuflich?  Dieses waren Fragen, die Journalisten verschiedener Medienunternehmen am 13.März 2010 im Intercity Hotel diskutierten. Organisiert wurde die Veranstaltung vom  Deutschen Journalisten Verband - Landesverband Sachen-Anhalt.

Als Gast wurde die Journalistin Wibke Bruhns begrüßt. Sie berichtete über ihre Erfahrungen aus ihrem Berufsleben. Sie war unter anderem die erste Nachrichtensprecherin beim ZDF.  Für den Stern war sie als Nahost Korrespondentin tätig, für den ORB als Chefredakteurin für das Ressort Kultur  und im Jahr 2000 Pressesprecherin der Weltausstellung „Expo“, die damals in Deutschland stattfand. Die Diskussion moderierte  Gerald Perschke. Er ist  Vorstandsmitglied des DJV Sachsen-Anhalt und arbeitet bei MDR Sputnik als Redakteur.

 

„Ich bin keine PR-Frau sondern eine politische Journalistin“, sagte Wibke Bruhns über ihren Job als Pressesprecherin bei der Expo.  Sie nahm die Stelle an, weil sie neugierig war, wie so ein große Unternehmung funktioniere.  Rückblickend würde sie  so eine Aufgabe nicht wieder übernehmen. Dennoch  war es für sie keine verlorene Zeit gewesen, da sie viele Erfahrungen sammelte  und somit ihre Neugier befriedigen konnte.

Während ihres Berufslebens als Journalistin spürte sie immer wieder Druck von der politischen Seite, berichtete Wibke Bruhns, da zum Beispiel die Gremien in den  Rundfunkräten politisch gefärbt seien. Heutzutage scheinen der Versuch der Einflussnahme auf die Berichtserstattung und damit der Druck auf Journalisten gerade aus Politik und Wirtschaft größer zu werden.

 

Journalisten stehen  immer im Spannungsfeld verschiedener Interessen, denn Medien haben Macht. Darüber waren sich alle Teilnehmer einig. „In den 70zigern Jahren war Werbung in  redaktionellen Berichten völlig verpönt.“, sagte Ulrike Kaiser vom DJV-Bundesvorstand, die damals bei einer Tageszeitung arbeitete. Über Geschäftseröffnungen wurde nicht berichtet. „Dieses hat sich heutzutage völlig geändert“, erklärte sie, „die Redaktionen sind in dieser Hinsicht mit der Zeit völlig verroht“. So ist es normal geworden, dass Anzeigenleiter Vorgaben machen wie und ob der Journalist über Firmen berichten soll, aus Angst Anzeigenkunden zu verprellen. Dabei kann sich gerade dieses Verhalten als kontraproduktiv erweisen, gab die Journalistin Maria Barsi zu bedenken. Wenn  Firmen in redaktionellen Beiträgen präsent sind, macht dies Anzeigenschaltungen überflüssig.

 

Es wurden mehrere Beispiele aus dem journalistischen Alltag diskutiert. Zum Beispiel über  eine Journalistin die  entlassen wurde, nachdem sie kritisch über die Arbeitsbedingungen beim Discounter Lidl berichtete. Da Lidl regelmäßig ganzseitige Anzeigen in der betreffenden Zeitung schaltete, bestand der Verdacht, dass Lidl Druck auf die Zeitung ausübte.

„Ich bekam den Mund nicht mehr zu“, berichtete der DJV-Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen-Anhalts Uwe Gajowski, als ihm gegenüber der Geschäftsführer vom Magdeburger Stadtfernsehen MDF1 offen zugab, dass Anzeigenkunden  selbstverständlich Einfluss auf redaktionelle Themen haben. „Man müsste die Landesmedienanstalten informieren“, sagte er, „dafür hat der Sender sicher nicht seine Sendelizenz bekommen“.

Gerald Perschke stellte die Frage zur Diskussion, in wie weit Journalisten selbst käuflich seien. „Da wird zum Beispiel ein Journalist von einem Reiseveranstalter zu einer Reise eingeladen, mit dem Ziel das über ihn berichtet wird.“ Mehrere Teilnehmer äußerten sich dazu, dass dies gängige Praxis sei. Oftmals könnten Zeitungen Reiseberichte gar nicht anders finanzieren. Es sei auch völlig in Ordnung, soweit die Transparenz in der Berichterstattung gewahrt bleibt. So sollte  in dem Artikel angegeben sein, dass der Journalist eingeladen wurde. Die Einladung sollte keine Garantie für die Veröffentlichung eines Beitrages sein. „Wenn sich herausstellen sollte, dass das Thema für den Leser nicht relevant ist, so ist es eben keinen Bericht wert.“, sagte Ulrike Kaiser.

 

Zum Ende der Veranstaltung stellte Gerald Perschke die Frage, was Journalisten tun können, um ihre Autonomie nicht zu verlieren.  Hier diskutierten die Teilnehmer noch einmal lebhaft. Grundlage guter Arbeit ist die gründliche Recherche.  An oberster Stelle steht die journalistische Sorgfaltspflicht. Der Pressekodex sollte zum Redaktionsalltag gehören. Es sollte nur über das berichtet werden, was für die Leser relevant ist. Journalisten müssen ihr Tun regelmäßig hinterfragen und auch den Mund gegenüber Redaktionen und Anzeigenabteilungen aufmachen. Notfalls muss man auch mit der Konsequenz leben, aufgrund einer kritischen Berichtserstattung seinen Job zu verlieren. „Man überlebt es“, ergänzte die lebenserfahrene Wibke Bruhn. 

 

 

Kommentar

 

Was ist eine Zeitung ohne Anzeigenkunden? Arm dran. Was ist eine Zeitung ohne Leser? Für den Anzeigenkunden uninteressant. Also wieder arm dran.  Interessengeleiteter Journalismus spielt mit dem Vertrauen seiner Leser. Es ist ein gefährliches Spiel mit dem Feuer, denn wer das Vertrauen seiner Leser verliert, verliert Anzeigenkunden und brennt somit seine wirtschaftliche Existenzgrundlage nieder.

 

 

 

 

Links zum Thema:

 

DJV – Landesverband Sachsen-Anhalt

http://www.djv-sachsen-anhalt.de/Vorstand.1758.0.html

Artikel zu Lidl    http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,379096,00.html

Wibke Bruhn    http://de.wikipedia.org/wiki/Wibke_Bruhns

 

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Caw für xbox360 eddie guerrero
von: Postaldude22 |  12.06.2010 19:40:51

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Face model 1

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Eye brows: 23/ 100, 3, -100
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Teeth: 1 / default
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Eyes: -36, -22, 27, 8, -27, -4, -65
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Layer order is important


Layer 09: underwear

Layer 10: bodyhair chest 5/ 100,0,0,0
Layer 11: symbol 126/ 7, -51, 35, 100
Layer 12: symbol 126/ 8, -50, -25, 15
Layer 13: symbol 126/ 8, -50, -25, 15
Layer 14: signs "(" / 8, -50, -50, 50
Layer 15: signs "(" / 8, -50, -50, 50
Layer 16: symbol 126/ 100, -100, -76, 100
Layer 17: symbol 126/ 100, -100, -100, 66
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Layer 19: symbol 93/ 7, -52, 43, 95
Layer 20: symbol 93/ 8, -51, 4, 17
Layer 21: symbol 98/ 8, -51, -20, 5
Layer 22: symbol 97/ 8, -51, -25, 5
Layer 23: Facepaint 37/ 89, 50, -41, 39
Layer 24: mustache 1/ 100, 0, 0, 100
Layer 25: combinations/ 97, -1, -8, 100
Layer 26: symbol 103/ 7, -47, 33, 100
Layer 27: symbol 103/ 7, -47, 34, 100
Layer 28: symbol 130/ 8, -51, 35, 100
Layer 29: symbol 98/ 8, -51, 33, 100
Layer 30: symbol 98/ 8, -51, 33, 100
Layer 31: symbol 97/ 8, -51, 34, 100
Layer 32: symbol 97/ 16, -55, 38, 75
 

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12. Juni
von: Rabenschwarz |  12.06.2010 12:59:17
1987

Zur Feier des 750-jährigen Bestehens Berlins besucht Ronald Reagan den westlichen Teil der Stadt.

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Das "Schweizer Messer", bereits 1889 als Armeemesser erfunden, wird als Handelsmarke geschützt. Den ursprünglichen Funktionen - Klinge, Ahle, Dosenöffner und Schraubendreher - wurden im Laufe der Zeit für die zivile Nutzung zahlreiche andere hinzugefügt. Das umfangreichste Modell besitzt 81 Werkzeuge mit 141 Funktionen und ist sogar im Guinness-Buch der Rekorde zu finden.

1817

Karl Drais nutzt zum ersten Mal öffentlich die von ihm erfundene "Draisine" - ein Laufrad, das als Vorläufer des Fahrrades gilt.

 

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