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| Angler-Witze
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von: Max |  09.02.2010 07:28:11
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Ein Mann ist mit seiner Frau im Angelladen und stöbert herum. Der Verkäufer fragt ob er ihm helfen kann. Da sagt der Mann: "Ich hätte gern eine Angelausrüstung für meine Frau." Der Verkäufer: "Tut mir leid, aber wir tauschen nicht".
Der Großvater staunt nicht schlecht: „Sag mal Junge, hast du denn alle Fische alleine gefangen?" - „Ehrlich gesagt, nein. Ich habe da immer einen kleinen Wurm, der hilft mir dabei."
Ein Angler geht zum Eisfischen. Klopft ein Loch in die Eisfläche, hängt die Angelschnur hinein. Plötzlich ertönt eine Stimme: „Hier gibt es keine Fische!" Der Mann geht 50 Meter weiter und schlägt wieder ein Loch ins Eis. Wieder die Stimme: „Hier gibt es keine Fische!" Beim dritten Mal hebt der Mann die Arme zum Himmel und fragt: „Bis du es, o Herr?" Darauf die Stimme: „Nein, der Platz wart vom Eisstadion!"
Junger Mann, hier können sie nur mit einem Erlaubnisschein angeln!" - „Oh, besten Dank für diesen Tipp! Ich habe es die ganze Zeit mit einem Regenwurm versucht!"
Ein Professor angelt am See. Steht plötzlich ein Polizist hinter ihm. Mit welchem Recht angeln Sie hier?" Dreht sich der Professor um: „Mit dem mir gegebenen Recht des genialen Intellekts über die mir unterlegene animalische Kreatur". „Entschuldigen Sie bitte, sagt der Polizist, man kann ja nicht alle neuen Gesetze kennen."
„Sagen Sie, Herr Fischer, wo kommen denn die meisten Aale vor?“ – „In Kreuzworträtseln.“
Zwei Freunde treffen sich zum Angeln. Endlich am See angekommen, beginnt der eine in aller Seelenruhe sein Angelzeug fertig zu machen, nach und nach packt er alles aus. Zum Schluss holt er aus seiner Anglerbox eine wunderschöne Kirsche und steckt die vorsichtig an den Haken. „Sag mal, ich seh wohl nicht richtig, was machst Du da?" „Psst, sei ich leise, 'ich überliste die Fische, der Wurm ist getarnt und lauert in der Kirsche!"
Beim Angeln. Nachdem eine Weile nichts beißt, fragt der kleine Sohn: „Schlafen Fische eigentlich auch, Papi?" - „Klar, dazu gibt es doch ein Flussbett.“
Stolz präsentiert der Angler seinen Fang. Schwärmt, wie toll es am See war. Fällt ihm seine Frau ins Wort: „Eben hat das Fischgeschäft angerufen, du hast deine Kreditkarte vergessen.“
Ein Angler trifft an einem kalten Morgen seinen Freund mit einer angeschwollenen Backe. „Hast du Zahnschmerzen?“ Nein, ich muss nur die gefrorenen Würmer auftauen.“
Ein Polizist findet an einem stillen Ufer einen Angler. „Haben Sie eine Angelkarte?“ fragt er. „Da können Sie mit mir kein Geschäft machen – ich finde die Fische auch so.“
Ein Polizist findet an einem stillen Ufer einen Angler. „He Sie, hier dürfen Sie nur mit Angelschein angeln!“ „Danke für den Tipp, ich hatte es die ganze Zeit mit Regenwürmern versucht.“
Zwei Angler treffen sich. „Mensch, Fritz, stell dir vor , neulich fing ich einen Aal, der war 1,40 meter lang. „Ach, Willi, das ist doch gar nichts. Gestern angelte ich eine Nachttischlampe die brannte noch." Willi kann das einfach nicht glauben. Er macht ihm daraufhin einen Vorschlag: Du, Willi, wenn du den Aal um einen Meter kürzt, lasse ich auch meine Nachttischlampe ausgehen.“
Egon prahlt vor seinem Angelfreund, er habe einen zehn Kilogramm schweren Lachs gefangen. „Zehn Kilogramm ja?“ meint der Andere skeptisch, „Gibt's denn Zeugen?" - Klar", sagt Egon, sonst wäre er 15 Kilogramm schwer gewesen."
Saßen zwei Angler am See. Nach einer Stunde schlug einer von beiden sein Bein über das andere. Zischte der zweite: „Angeln wir hier oder tanzen wir Foxtrott?“
Ein Angler zum anderen: „Kein Wunder, dass die Fische nicht anbeißen: Die Würmer schmecken ja schrecklich!“
Ein Angler bibbert während eines Unwetters am Fluß. Ein Mitleidiger lädt ihn zu einem Glas Grog ein und fragt: „Wie viele haben denn heute schon angebissen? "Sie sind heute schon der zehnte!"
Verwundert schaut der Oberkellner dem Serviermädchen bei der Arbeit zu: „Warum legen Sie denn Gedecke so weit auseinander?" - „ Heute kommt der Anglerverein. Die brauchen immer viel Platz für die Größenangaben ihrer Angelergebnisse."
Ein Angler zum anderen: „Jetzt weiß ich, warum die Fische nicht beißen." - „Und warum nicht?" -„Die Würmer schmecken wirklich scheußlich!"
Hobbyangler Klaus auf dem Fischmarkt: “Fünf frische Forellen bitte! Einpacken brauchen Sie sie nicht, werfen Sie diese mir einfach zu." - "Warum denn das?" - "Damit ich zu Hause sagen kann, dass ich sie selbst gefangen habe!”
An einen eiskalten Wintertag sitzt ein Angler mit dicken Backen am See. Ein Spaziergänger fragt ihn, ob er Zahnschmerzen hätte. “Nein, aber irgendwie muss ich die Würmer ja auftauen!”
Kommt eine Frau zum Angler und fragt: "Und, beißen die Fische?" Der Angler antwortet: ” Nein, sie können sie ruhig streicheln!”
Welche Lebewesen erblicken zweimal das Licht der Welt? Ölsardinen!
Fragt ein Fisch den anderen: “Leihst du mir bitte mal deinen Kamm?” - “Nein, du hast zu viele Schuppen!”
Zwei Angler sitzen völlig regungslos am See und angeln. Nach sechs Stunden schlägt der eine die Beine übereinander. Sagt der andere genervt: ”Sag mal, angeln wir hier oder tanzen wir Foxtrott?”
“Vorsicht”, sagt die Forelle zu ihrem Kind, als sie einen dicken Wurm entdeckt.” Wenn dir so ein Brocken vor die Nase fällt, ist ganz sicher irgendein Haken dabei!”
Alle Fische legen Eier, die russischen sogar Kaviar.
“Meier”, sagt der Chef,” gestern Nachmittag haben Sie sich freigenommen, weil Sie einen Termin beim Zahnarzt hatten. Wie kommt es, dass man Sie am Fluss beim Angeln beobachtet hat, zusammen mit einem anderen Mann?”- “Aber das war doch mein Zahnarzt Herr Direktor!”
Auf dem Weg zwischen Kirche und Friedhof kommt der Leichenzug an einem See vorbei, an dem ein Angler sitzt. Dieser sieht den Zug, steht auf, nimmt seinen Hut ab und verneigt sich vor dem Leichenzug. Nach der Beerdingung kommt der Pfarrer auf dem Rückweg wieder an dem See vorbei und denkt sich: "Diese Geste von dem Angler gerade fand ich aber toll, ich muss ihn mal darauf ansprechen." Er geht also zu dem Angler und erzählt ihm, wie beeindruckt er war. Darauf der Angler"Ach wissen Sie Herr Pfarrer, wenn man 30 Jahre miteinander verheiratet war!"
"Toni", sagt der Vater streng, "du hast mir versprochen, um acht vom Angeln zu Hause zu sein." - "Ja, Papa." - "Und ich habe dir eine Tracht Prügel versprochen, wenn du später kommen solltest!" - "Ja, Papa. Aber da ich mein Versprechen nicht gehalten haben, brauchst du deins auch nicht zu halten."
"Morgen ist unsere Silberhochzeit Schatz. Soll ich aus dem Anlass einen Hecht für das Festessen fangen?" "Nein, was kann der arme Hecht dafür?"
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Tags: Angler-Witze, jokes, Humor, Satire, Fischer
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| Elizabeth Subercaseaux: Eine Woche im Oktober
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von: giselamaria |  08.02.2010 15:52:08
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Die Autorin Elizabeth Subercaseaux, geb. 1945 in Chile, ist die Ururenkelin
von Robert und Clara Schumann. Mit 22 zog sie nach Spanien, wo sie ihre
jornalistische Karriere begann. Später arbeitete sie während der
Pinochet-Diktatur 17 Jahre lang als Journalistin im Untergrund, eine
Zeit in der ihre halbe Familie ins Exil geschickt und sie in ihrem Haus
fast zu Tode geprügelt wurde. Kurz nachdem sie mit Mitte vierzig mit dem Schreiben von Büchern begann, wurde sie in Chile zur Bestsellerautorin. Eine Woche im Oktober ist das erste Buch, das auf Deutsch erscheint. Von
einer Diktatur in die andere: Während die Ururenklin Robert und Clara
Schumanns in Francos Spanien eher für konservative Zeitungen gearbeitet
hatte, schloss sie sich nach ihrer Rückkehr nach Chile der Opposition
an und sah bis zum Ende des Pinochet-Regimes ihre Aufgabe vorrangig
darin, in Zeitungsartikeln, Interviews und Sachbüchern über die
Diktatur aufzuklären, gegen sie anzuschreiben. Das hatte ihr unter
anderem einen Überfall durch Schläger des Regimes eingebracht. Während
dieser Jahre lebte der größte Teil ihrer Familie im Exil. Bald darauf
traf sie ihren künftigen Mann, einen amerikanischen Professor für
Lateinamerikanistik, mit dem sie seitdem wechselweise in den USA und in
Chile lebt. Erst nach Chiles Rückkehr zur Demokratie machte sie ihren
lang gehegten Kindheitswunsch wahr und fing an, Romane zu schreiben.
Ihr jetzt ins Deutsche übersetztes Buch "Eine Woche im Oktober" ist
inzwischen ihr zehnter. Erstaunlich, dass trotz des ehemaligen
Engagements in der rund 200 Seiten starken Novelle Politik nicht
vorkommt. Daten zum Buch: Übersetzt von Maria Hoffmann-Dartevelle Pendo Verlag München 2008, 200 Seiten, 18 Euro " (dem Klappentext entnommen)Noch Klappentext: "Santiago
de Chile, Clara Griffin ist 46 Jahre alt, als sie die tödliche Diagnose
erfährt: Krebs. Ein Jahr später findet Clemente, ihr Mann, ein Heft mit
Aufzeichnungen von ihrer Hand. "Eine Woche im Oktober" steht in
chinesischer Tinte darauf geschrieben. Zögerlich beginnt er zu lesen
und entdeckt eine Frau, die er nie kannte. Denn Clara beschreibt ihre
Ehe als hohl und leer. Und: Offenbar weiß sie seit langem, dass
Clemente eine Geliebte hat, zu der sie all die Jahre schwieg, weil sie
um die Sicherheit ihrer Ehe fürchtete. Bis sie durch Zufall Leon
begegnet, einem Mann, der -Ähnlich krank ist wie sie - - -. Es ist der
Beginn einer ungewöhnlichen Affäre, die Clara, die sich als Frau nie
zuvor das Recht herausgenommen hatte, wirklich zu leben, grundlegend
verändern soll. Doch manchmal ist die Wirklichkeit anders, als sie
scheint. Und manchmal sind die Wege, über die eine Frau sich endlich
jenes Leben verschafft, das sie nie hatte, geheimnisvoller, als eine
Affäre je zu sein vermag."
Meine Zusammenfassung
Das Buch ist gegliedert in 18 Kapitel, die zwei Teile beinhalten: die einen sind im Heft, die anderen dazwischen..Die Ankündigung Das Heft Zwei Gesichhter auf der Treppe Das Heft Der Tunnel Das Heft Ein Fremder im Café Das Heft Leonel Hyde Das Heft Sonntag, Erinnerungen Das Heft Montag, Ruhelosigkeit Das Heft Dienstag, Wiedersehen Das Heft Samstag, Tod Das Heft Es beginnt mit dem ersten Tagebucheintrag in dieses Heft (Die Ankündigung). Clara
beschreibt; sie erinnert sich an den letzten Tag, ihr letztes Kapitel
in diesem Heft. Es ist der Tag, als sie neben Leonel im Bett liegt, und
er gestorben ist. Ein Auszug: "----ich dachte anfangs, ich
wäre es gewesen, die ihn mit meinem Unglück angesteckt hatte, ich wäre
es gewesen, die zu einer Art verkehrtem König Midas geworden war, und
alles, was ich berührte, verwandle ich in Tod. Ich fühlte mich für
seinen Tod verantwortlich, so wie bisweilen für meinen eigenen näher
rückenden Tod. Aber jetzt wird mir klar, dass ich, mag auch diese
unheilvolle Krankheit das Vorzeichen meines eigenen Endes sein, nichts
mit dem Sterben meines Geliebten zu tun hatte. Leonels Tod hatte seine
eigene Geschichte, und die hatte eine Woche zuvor begonnen, an jenem
Samstag in meinem Obstgarten, als ich die sonderbare alte Frau neben
den Pflaumenbaum pinkeln sah. - -- - - -- - -plötzlich war ich mir ganz
sicher, dass noch jemand im Obstgarten war. Ich drehte den Kopf und sah
eine große, knochige, in schwarze Lumpen gehüllte alte Frau. Sie war
aus dem Nichts aufgetaucht und hockte nur wenige Meter von mir entfernt
neben dem Stamm eines Pflaumenbaumes und pinkelte. Die alte sah mich
nicht einmal an. Sie pinkelte weiter,
als wäre ich gar nicht da. Wie hypnotisiert starrte ich auf ihren
Strahl, einen kristallklaren Strahl von gleichmäßigem Fluss, einen
hellgoldenen Faden, der mich außerordentlich verblüffte, da ich gedacht
hätte, der Urin des Todes sei eine zähe, grüne Flüssigkeit mit einem
Geruch, der sich für immer in der Nase festsetzt. Die Alte pinkelte so
seelenruhig, ohne jegliche Eile oder Scham, als wollte sie ihr Leben
lang weiter pinkeln. Und ich wusste, es war meine Pflicht, zu warten,
bis sie fertig war. ----------am naheliegendsten war der Gedanke, meine
Krankheit habe diese Form gewählt, um mir zu verkünden, sie werde mich
vernichten, und doch sagte mir eine leise innere Stimme, nein, das ist
es nicht, die Alte ist gekommen, um mich auf etwas hinzuweisen.
----------------------------------was ich da erlebte, kündigte mir den
Tod meines Geliebten an, doch in diesem Augenblick konnte ich das
natürlich unmöglich wissen, weil es meinen Geliebten nicht gab. Das
heißt, für viele Leute gab es ihn, aber nicht für mich.
------------------- Zu meiner Verwunderung löste sich die Alte
plötzlich in Rauch auf und verschwand so unvermittelt, wie sie gekommen
war.-------------------------------"
Im nächsten Kapitel (Das
Heft) sind die Gedanken von Clemente, und das Erleben des Lesens dieses
Hefts, das in einer Küchenschublade liegt, die einzige Schublade, die
er oft benutzt, weil da die Taschenlampe drin liegt.Er liest diese
Einträge, vergleich sie mit den Erlebnissen, die Clara da schildert,
und einige stimmen auch genau überein, aber andere wiederum scheinen
frei erfunden zu sein. Was er aber liest, und ihn schockiert ist, wie
sie ihn, ihre Ehe, ihr Haus, ihr Verhältnis zueinander, in Worte fasst,
und vor allem, wie sie über ihren Geliebten schreibt. Leonel Hyde
ist ihm bekannt, es ist ein Kunde, und er war mal zum Abendessen
eingeladen, das stimmte schon, nur dass Clara mit diesem ein Verhältnis
begonnen hatte, war ihm nie in den Sinn gekommen. Und so kommen,
immer abwechselnd, die Einträge im Heft, und dann die Schilderung, wie
Clemente das sieht, was er denkt nach dem Lesen, aber auch das reale
Leben mit Clara. Clemente hatte seit einigen Jahren eine Geliebte, und
als er die Diagnose Krebs seiner Frau erfuhr, beschloss er, sein
Verhältnis zur Geliebten zu beenden. Er traf sich nicht mehr mit ihr,
kümmerte sich nur noch um Clara, die einige OPs und Chemotherapie usw.
durchzustehen hatte. Er las also immer weiter in diesem Heft, und
immer war wieder weiter geschrieben worden. Clara musste also, wenn er
nicht da war, in dieses Heft geschrieben haben. Und sie muss es dahin
gelegt haben, wo sie genau weiß, er wird es finden, und lesen. Und ihr
Kalkül ging auf, er las es regelmäßig.
Er versuchte eine
Erklärung zu finden, warum ihre Ehe so geworden war, wie Clara sie
beschrieb. Sie waren über 20 Jahre verheiratet, kinderlos, er
erfolgreich selbständiger Architekt, sie bewohnten ein eigentlich
schönes Haus, das von Clara allerdings nicht als so schön befunden wird. Und
dass mit den Jahren eben keine Leidenschaft im sexuellen Bereich mehr
da ist, hält er auch nicht für ungewöhnlich. Aber dass Clara sich einen
Geliebten genommen hat, das schockiert ihn und macht ihn rasend
eifersüchtig. Er denkt oft daran, Kontakt mit Leonel aufzunehmen, über
seinen Freund könnte er Telefon und Adresse herausbekommen, aber dazu
ist er dann doch nicht in der Lage. Dann wieder das Heft, wo ich mal eine Stelle aussuche:
"Ich kam aus der Dusche und war entschlossen, die Krankheit nicht
länger als eine Art Trojanisches Pferd zu sehen, das einem inneren
Feind den Sieg ermöglicht. Denn wir alle tragen einen inneren Feind in
uns, ein verborgenes Ungeheuer, das uns anspringt, wenn wir am
wenigsten damit rechnen, einen finsteren Zwilling, der als Schwamm der
Seele fungiert und solange das ganze Elend des Lebens aufsaugt, bis er
überläuft. - Plötzlich fühlte ich mich wie eine
Überlebende-------------" Clemente bemerkt schon, dass ein Teil
des Inhalts im Heft Ausschmückungen sind, die nicht der Realität
entsprechen, kam aber zur Erkenntnis, dass das nicht das Wesentliche
war, das ausgedrückt werden sollte.
"------er war ganz und gar
auf die Geschichte konzentriert, die hinter all dem lag, Samstag, den
9. Oktober, Sonntag, den 10. Oktober -, die unzweideutige Geschichte
eines Liebensabenteuers, das Clara mit Leonel Hyde erlebt hatte. Wobei
es ihm nicht sehr glaubwürdig erschien, dass sie unter den gegebenen
Umständen zu so etwas fähig gewesen sein sollte. Er verspürte eine
plötzliche innere Leere, als er sich Clara und ihren abgemagerten
Körper vorstellte, diesem Mann gegenüber, der so mager war wie sie.
Nein, er schaffte es nicht.-----------" Als Clemente das letzte Kapitel liest kommen ihm viele Gedanken. u.a. auch diese:
"---------Claras Worte und ihre gemeinsamen Stunden mit Leonel taten
ihm so weh, wie ihm noch nie etwas weg getan hatte. Aber es war nicht
der Schmerz der Eifersucht, sondern Schmerz über den eigenen Irrtum,
über seine Schuld, seinen entsetzlichen Fehler. Er hatte versagt, er
war ein erbärmlicher Ehemann gewesen. Er hatte sie fast ein Leben lang
betrogen, leichtfertig, ohne die Folgen zu bedenken, ohne sich je an
ihre Stelle zu versetzen.--------------------" Das Ende des
letzten Kapitels lasse ich bewusst aus. Ganz einfach, weil es alles
auflöst, und wenn dieses Buch jemand lesen möchte, sollte er eben das
Ende nicht wissen, weil sonst die Spannung verloren geht.
Meine Meinung
Es ist das erste Buch der Autorin, das ich gelesen habe. Mit
seinen 200 Seiten war es nicht nur schnell gelesen, weil es eben so
wenig Seiten hat, sondern weil ich es kaum weglegen konnte. - Schon
gleich zu Beginn fiel mir die hervorragende Sprache auf. Der Aufbau ist
in meinen Augen sehr gut gelungen. Im Wechsel zu erzählen, was im
"Heft" steht, dann wiederum die Geschichte, wie Clemente das erlebt.Als
dann die ersten Ausschmückungen erwähnt werden, Clemente vergleicht ja
immer die Einträge im Heft mit den wirklich geschehenen, soweit er sie
selbst mitbekommen hat, wird es dann schon mehr oder weniger diffus,
aber die Spannung nimmt zu. Hinter jeder Geschichte, die Clara
niederschreibt, steckt eine Realität, wenn nicht direkt, dann indirekt,
sie benutzt ihre Ausschmückungen quasi, um etwas auszudrücken. Was
natürlich zu denken gibt ist, wieso diese Clara das alles, und das auch
noch mit der Gewissheit ihres eigenen, bevorstehenden Todes,
niederschreibt, mit der Absicht, dass es Clemente liest. Wieso niemals ein Gespräch möglich war, wo sie ihm das hätte normal erzählen können, wie es ihr geht.
Es
hatte keine Möglichkeit gegeben in ihren Augen, bzw. sie sah keine
Möglichkeit aufgrund des Verhaltens ihres Mannes, das ihr einfach keine
Gelegenheit bot, mit ihm über ihre eigenen, intimsten Gefühle zu
sprechen.Die Autorin benutzt diese Brustkrebserkrankung von Clara
nicht nur, um zu beschreiben, wie es einer Frau in ihrem Alter damit
geht (was ihr auf eine wunderbare Art gelungen ist, nicht Angst
machend, sondern eigentlich ein positives Gefühl hinterlassend),
sondern verknüpft das mit den Problemen einer Ehe. Die Autorin vermeidet es, Schuldzuweisungen auch nur anzudeuten.Als Schlusssatz benutze ich diesen Satz der Autorin, dem Klappentext entnommen: "Wenn ich nur eines an meine Leserinnen und Leser weitergeben könnte, dann wäre es folgendes: Dass wir alle eine Liebe haben sollten, bevor wir aus dem Leben gehen, ganz gleich, mit welchen Problemen wir zu kämpfen haben. Wir sollten eine Liebe haben. Eine wirkliche Liebe. Wenigstens einmal in unserem Leben."
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| „Sie wurde totgedacht, genial!“, blitzte es in Uwes Hirn.
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von: Grille |  06.02.2010 22:42:23
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Uwe
„Bei
einem Schluckauf denkt jemand an dich!“, hatte ihn seine Großmutter
gelehrt.
Sie
ahnte nicht, was sie damit angerichtet hatte.
Die
Idee kam ihrem Lieblingsenkel Uwe, als er gelesen hatte, dass eine
junge Frau an einem chronischen Schluckauf gestorben sei.
„Sie
wurde totgedacht, genial!“, blitzte es in Uwes Hirn.
Seinen
ersten Erfolg mit dem Totdenken, nach anfänglichen
Konzentrationsstörungen, hatte er bei seinem Zwillingsbruder Udo,
seiner spiegelnden Identitätsstörung. Und er genoss es – wie
später nie mehr - so nahe am Todeskampf seines Opfers dabei zu sein.
Nur
seine neue Freundin erweist sich als resistent und denkt ihrerseits
ständig an ihn.
Hicks...
(c) 16.10.06by Grille
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Tags: 100,Wort,Wörter,Gedichte,Geschichte,Prosa,Grille,Tragik,Humor,Literatur,Kunst,
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| Alles nur schwarz sehen - kollektive Mutlosigkeit
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von: PinkHibiskus |  02.02.2010 11:35:05
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Alles nur schwarz sehen - kollektive Mutlosigkeit
habt Ihr auch manchmal das Gefühl, dass um uns herum die kollektive Mutlosigkeit ausbricht? Egal wie strahlend die Sonne auch vom Himmel lacht, alle Menschen (uns selbst nicht ausgeschlossen) scheinen muffelig und schlecht gelaunt zu sein.
Nun gut, schieben wir das Ganze auf eine ausgebaute Winterdepression und verkrümeln uns hinter dem warmen Ofen und schalten die Glotze ein. Doch was für eine "Ablenkung", wenn die Medien auch nur über Dinge berichten, die uns mutlos machen: Unglücke allenthalben in der Welt (Erdbeben, Klimaveränderung und miese Stimmung in unserer Regierung: die Opposition und die eigenen Parteimitglieder sind unzufrieden mit dem fehlenden Führungsstil unserer Kanzlerin Angela Merkel und sollen wir uns jetzt auch noch um die vielen Steuersünder kümmern oder nicht?
Mann oh Mann, denk ich mir da, es wird Zeit, dass wir in Deutschland endlich aus unserem tiefen Tal der (künstlichen?) Tränen wieder auftauchen, die Augen zum Himmel richten und uns daran erfreuen, dass wir atmen können, dass wir Licht und Wärme und etwas Anständiges zum Essen haben (Zumindest die meisten von uns! Jetzt bitte nicht an die Ausnahmen denken!).
Mir fällt es manchmal auch nicht leicht, wenn alle um mich herum muffelig sind, meine gute Laune zu bewahren, aber gerade dann sollten wir alle mit Nachdruck daran arbeiten, damit uns die Laune der anderen nicht ansteckt, sondern wir vielleicht unsere gute Laune auf andere übertragen können, das geht nämlich auch!!!
In der Forsetzung trage ich mal ein paar Tipps zusammen, wie man gute Laune bekommen kann...
Bis dann
Sonnigen Gruß
PinkHibiskus
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Tags: Mutlosigkeit, Depression, Medien, schlechte Laune, Stimmung, Dunkelheit, Hilfe, Tipps, was tun gegen
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