Die in Mexiko verstorbenen Patienten, denen der A H1N1 Virus nachgewiesen wurde, hatten noch andere Grunderkrankungen:
So waren von den 103 Verstorbenen (Stand 2.6.09)
37,9 % stark übergewichtig und litten an Stoffwechselerkrankungen wie z.B. Diabetes mellitus. 19,4 % litten an Gefäss und Herzerkrankungen 10,7 % waren starke Raucher 8,7 % hatten Atemwegsprobleme
Der Rest hatte andere Infektionen und Autoimmunkrankheiten.
Die Nachricht also, dass dieser Erreger überwiegend gesunde Menschen befällt und eine Todesfolge eintritt, konnte also nicht bestätigt werden.
Von den Verstorbenen waren 52,4 % Frauen und 47,6 % Maenner 73,8 % im Alter von 20-54 Jahren
Insgesamt sind in Mexiko bisher (Stand 2.6.09) 5.563 Infektionsfaelle aufgetreten (eingeschlossen der 103 Todesfaelle)
Bis zum Zeitpunkt 4. Mai 8.45 Uhr (mexikanischer Zeit) wurden 727 Infektionen mit dem Erreger festgestellt und 26 Todesfaelle mit dem Virus in Verbindung gebracht.
Prof. Kekulé, fuehrender Mikrobiologe und Virologe erklaerte in einer Fernsehesendung des Fernsehsenders NTV, dass "hoehere Todesfallraten in Schwellenlaendern nichts ungewoehnliches sind"
Die milden Verlaufsformen ausserhalb des Landes lassen auf einen Erreger schliessen, dessen Aggresivitaet unter dem liegt, was man erwartet hatte.
Trotzdem ist es wichtig diesen Erreger an der weiteren Ausbreitung zu hindern, damit eine weitere Mutation nicht erfolgen kann.
Ueber den Ursprung der Krankheit und ob nun eine Uebertragung vom Mensch zu Tier stattfinden kann, gibt es noch keinen ausreichenden Hinweise:
Mittlerweile kommen Vermutungen auf, dass der Virus in den USA schon laenger unterwegs war, aber die Infektionen sehr milde verlaufen sind. Wie NTV berichtetet:
Inzwischen sind etwas genauere Zahlen aus Mexiko verhanden, die ein neues Bild geben:
Die mexikansiche Zeitung Reforma meldet:
Von den bisher bestaetigten 312 Faellen, wurden 12 Todesfaelle bezeichnet. Das sich die Zahl von 7 auf 12 erhoeht hat, liegt darin, dass inzwischen bei den restlichen 5, die Laborberichte vorliegen. Es handelt sich hierbei also nicht um neue Todesfaelle innerhalb der letzten 24 Stunden, sondern um die Faelle, die bereits einige Zeit zurueckliegen.
Die restlichen 300 Faelle Personen haben keinen Schaden davogetragen und es geht ihnen gut.
Es wurden 679 Proben erstellt und davon wurden eben diese 312 mit dem Virus bestaetigt.
Inzwischen wurde 77 Persoenen untersucht, bei denen es sich um Verwandschaft der Verstorbenen handelt. Dabei wurde bei 2 Personen ein Influenza Virus entdeckt, wobei abgeklaert werden muss, ob es sich um diese Form von Virus handelt. Diese wurden zur weiteren Untersuchung in Krankenhaeuser gebracht.
Zur Erinnerung: In Mexiko leben ca. 109 Millionen Menschen, ca. 22 Millionen im Ballungsraum Mexiko D.F, wo die meisten Faelle aufgetreten sind. Zur Zeit des Ausbruchs des Viruses befanden sich ungefaehr 5.000 deutsche Urlauber auf der Halbinsel Yukatan im Westen des Landes. (lt. Deutscher Reisebeverband)