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| Hunde sind Egoisten
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von: RZWO |  20.02.2010 23:09:11
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Auch wenn es weh tut, Hunde sind Egoisten. Das müssen sie von Natur aus auch sein, es dient der Selbsterhaltung. Hunde sind immer auf ihren Vorteil bedacht. Es sind auch soziale Wesen - das steht nicht im Widerspruch zum Egoismus, denn Hunde sind Rudeltiere. Warum stelle ich beides voran? Damit der Umgang mit dem Vierbeiner besser zu verstehen ist. Damit kein Mißverständnis aufkommt, meine Frau und ich leben mit zwei dieser haarigen Schwanzwedler zusammen. Wir mögen Hunde sehr gerne. Alles das, was ich hier zum Besten gebe, beruht auf eigene Erfahrung und auf die einiger Hundetrainer und Verhaltensforscher, mit denen wir zusammengearbeitet haben.
Wohl jedes Herrchen oder Frauchen kennt bestimmt die gesamte Bandbreite an Emotionen, die mit der Hundehaltung verbunden ist. Von "ist er nicht süß?" bis "wer hat bloß diesen verdammten Köter angeschleppt?". Dieses Foyer hier möchte ich nutzen, um die Beziehung zum Hund besser zu verstehen.
Es sei mir erlaubt zur Erklärung meiner (provokanten) Einleitung den Ursprung dieser Einschätzung heranzuziehen. Unsere lieben Caniden (lat. canis = Hundeartige) stammen vom "canis lupos", dem Wolf ab. Vielleicht fällt es schwer dies bei einem Dackel oder vergleichbaren "Teppichporsche" nachzuvollziehen, aber es ist Fakt.
Im Wolfsrudel gibt es klare und unmißverständliche Regeln. Es gibt keine Demokratie im Rudel. Der "Boss" (Rudelführer) hat das Sagen und entscheidet z.B. Angriff oder Flucht. Das Rudel hat zu gehorchen. Je "besser" die Entscheidungen und Kommandos des Chefs ausfallen (Schutz vor Gefahr und volle Bäuche), desto mehr Vertrauen genießt dieser. Seine Befehlsgewalt wird nicht in Frage gestellt. Zeigt sich der Rudelführer schwach oder inkonsequent, wird er vom nächsten Anwärter auf den obersten Posten weggebissen. Basta.
Die Rangordnung entscheidet u.a. über die Position beim Fressen. Je höher, desto früher (und besser) geht's an den Freßnapf. Dieses instinktive Verhalten steckt auch noch in unseren Haushunden. Was hat nun das mit unserem Sofa zu tun?
Ganz einfach. Kleines Beispiel gefällig? Sie gestatten ihrem Hund mit auf dem Sofa zu liegen (der arme Kerl muss ja nicht immer auf dem kalten Fußboden schlafen...). Das geht eine Zeit lang auch ganz gut, der Hund fühlt sich anscheindend "sauwohl". Nun kommen Sie eines Tages müde und kaputt von der Arbeit und wollen sich neben dem dort kuschelig weilenden Vierbeiner auf's Sofa in die Kissen werfen. Der Hund knurrt Sie an. Sie reiben sich verwundert die Augen und wollen diesen Möchtegern auf den Boden der Tatsachen zurückholen, sprich "runter vom Sofa!". Der will aber nicht und knurrt weiter. Was ist passiert?
Der Hund wurde von Ihnen "erhöht" und hatte damit die gleiche Ebene (seiner Meinung nach). Durch das warnende Knurren deutet er an, dort auch bleiben zu wollen (wer möchte sich nach einem "Aufstieg" denn wohl gerne wieder degradieren lassen). Jetzt müssen Sie Konsequenz (eigenes Thema) beweisen und Ihren lieben Halsbandträger nach "unten" schicken. Bleiben Sie möglichst ruhig dabei und bestehen verbal und mit Fingerzeig auf den Befehl. Reagiert der Hund nicht oder fletscht er nun die Zähne, haben Sie ein Problem. Um Verletzungen zu vermeiden ziehen Sie einen Hundetrainer hinzu. Kämpfen Sie nicht mit Ihrem Hund, das geht böse aus (auch bei kleinen Hunden).
Sie merken schon, Hunde sind Egoisten. (Fortsetzung folgt in einem neuen Kapitel)
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Tags: Hunde,Tierhaltung,Umgang mit Hunden
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