Hoffnungslose Liebe
Ein Stück deutsch-deutscher Geschichte feiert auf dem Theaterschiff Premiere.
Berlin 1978. Am Nabel der zweigeteilten Welt spielt die Geschichte um Ute und Frank und ihre gescheiterte, wieder gefundene, scheinbar hoffnungslose Liebe. Ute lebt als Lehrerin mit ihrem neuen Freund Jürgen im Ostteil Berlins ein scheinbar ganz normales Leben, bis eines Nachts Frank, nach einem Fluchtversuch und Gefängnisaufenthalt, aus Westberlin anruft. Eine erloschene Liebe beginnt wieder zu entfachen, wird überwacht, kompromittiert und bleibt nicht ohne Konsequenzen. Rund um das klassische Beziehungsdrama dreier junger Menschen entsteht ein Stück Lebenswirklichkeit im Ostdeutschland der 70er Jahre - eine Zeit, in der Menschen bespitzelt werden, weil sie mit dem „Klassenfeind“ kommunizieren, ins Gefängnis kommen, weil sie das Land verlassen wollen und später wieder angeworben werden, um ihre Mitmenschen auszuspionieren.
Indem einer der Hauptdualismen des Kalten Krieges- Freiheit und Unfreiheit- verhandelt wird, eröffnet sich bei dem Zuschauer jüngste Geschichte. Die Aufführungen richten sich besonders an Schüler und Jugendliche ab 16 Jahren bzw. Schulklassen ab Klassenstufe 10.
Text: Annett Lahn
Termin: Ortsgespräche, 29.10., 19 Uhr (Premiere), 30.10., 19 Uhr, Theaterschiff, weitere Termine im November, Eintritt: 10,- € (Premiere), 5,- € (Mittwochstheater), ab 10 Personen Karte für 5 €, auch für Premiere, Karten und Infos unter Tel. (0331) 2800 100 oder kontakt@theaterschiff-potsdam.de, www.theatertschiff-potsdam.de