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| Heuschnupfen - aufgedeckt und geholfen
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von: Boert84 |  19.05.2008 19:44:41
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Heuschnupfen – Erklärt und geholfen
Allgemeines
über Allergien
Definition:
häufig auftretende Erkrankung infolge einer
Überempfindlichkeitsreaktion auf bestimmte Stoffe, Zahl der Betroffenen
hat sich in den letzten 30 Jahren verdreifacht, häufigste
Allergien neben Heuschnupfen: Nahrungsmittelallergie, Tierhaarallergie
Die
vier Allergietypen
- Soforttyp-Allergien
(Reaktion tritt unmittelbar nach Kontakt mit Allergen ein, durch
Freisetzung von Histamin im Körper, sichtbar durch Hautrötung, Juckreiz,
Schnupfen, Verkrampfung der Atemmuskulatur)
- Zytotoxische
Reaktion (Reaktion wenige Minuten nach Kontakt mit dem
Allergen, durch Zellzerstörung in den Blutzellen, Verminderung der roten
und weißen Blutkörperchen, seltene Allergieform, zum Beispiel bei
Medikamentenallergie)
- Immunkomplextyp
(Reaktion erst nach einigen Tagen oder Stunden, Antikörper und Allergene
bilden zusammen Immunkomplexe, die ins Gewebe eindringen, es schädigen und
Entzündungen hervorrufen, z. B. bei Medikamentenallergie; seltene
Erkrankung z. B. Entzündung der Lungenbläschen und die Serumkrankheit
- Spättyp-Allergien
(Reaktion etwa
24-72 Stunden nach dem Kontakt, nicht durch Antikörper verursacht, sondern
durch bestimmte Blutzellen der Immunabwehr, tritt als Kontaktenzym auf, d.
h. als gerötete oder nässende Stelle sichtbar, Auslöser sind z. B.
Metalle, Chemikalien)
Heuschnupfenvon Medizinern auch Pollinose, saisonale allergische
Rhinitis oder Pollenrhinopathie genannt
Hintergrund/Ablauf:
- wahrscheinlich
angeborene Überempfindlichkeit auf verschiedene Umweltstoffe
- erster
Kontakt mit Allergen führt zu Entwicklung von natürlichen
Abwehrstroffen/Antikörpern
- die
harmlosen Substanzen werden vom Körper dann als gefährlich angesehen, als
Krankheit vom Körper bekämpft
- bei
Kontakt verbinden sich Antikörper und Allergen und veranlassen bestimmte
Körperzellen, Botenstoffe auszuschütten
- zum
Beispiel Histamin (Wirkung, wie zum Beispiel dann, wenn man Brennessel
anfässt)
- Histamin
erweitert kleine Blutgefäße, dadurch entsteht Rötung, Flüssigkeit tritt
ins Gewebe aus, führt zu Schwellung, Drüsentätigkeit wird angeregt
Anzeichen:
- Fließschnupfen
- Verstopfte
Nase
- Niesattacken
- Juckreiz
- Rötung/Brennen
der Augen
- Tränenfluß
- Lichtempfindlichkeit
- ggf.
Jucken in den Ohren/im Mund
- Kopfschmerzen/Müdigkeit
- Abgeschlagenheit/Reizbarkeit
- ggf.
Reizhusten
Tests beim Arzt
- Reibtest (das
Allergen wird mit etwas Druck auf der Haut verrieben)
oder
- Scratchtest
(Haut wird vorher leicht angekratzt)
oder
- Pricktest
(Haut mit Nadel leicht eingeritzt, dann Allergene
nebeneinander aufgetragen, evt. vorher eine Lösung rauf)
oder
- Intrakutantest
(Allergene werden mit Nadel unter die Haut gespritzt)
oder
- Bluttest
(RAST-Test = Blut wird auf bestimmte
Antikörper/Allergene untersucht)
oder
- Nasaler
Provokationstest (echter Nachweis, da Hauttest meist zu falschen
Ergebnissen führen, zuerst wird allergenfreie Lösung auf die
Nasenschleimhaut gesprüht, wenn dabei bereits Reaktion, ist die
Nasenschleimhaus an diesem Tag zu empfindlich und Test muss auf anderen
Tag verschoben werden; wenn nicht: einzelnes Allergen wird auf Schleimhaut
gesprüht, Reaktion wird abgewartet; pro Tag kann jedoch nur auf ein
Allergen getestet werden
Folgen
bei fehlender Behandlung
·
durch Zunahme der auslösende Stoffe im Laufe der
Jahre kann ganzjähriger Dauerschnupfen entstehen
·
häufige Nasenschleimhautentzündung kann sich auf
Nasennebenhöhlen und Mittelohr ausdehnen, wodurch chronische Kopfschmerzen und
Hörschäden entstehen
·
allgemeine Schwächung der Immunabwehr
·
bei etwa 30 Prozent der Allergiker kommt es zum
„Etagenwechsel“, d. h. Allergie weitet sich auf die unteren Atemwege aus und
führt zu Asthma (ggf. auftretende Atemnot)
Behandlung
durch Medikamentelindern und bremsen Symptome
- entzündungshemmende
Nasensprays (z.B. mit Inhaltsstoff Koritson, unterbricht
Entzündung der Nasenschleimhaut bei regelmäßiger Anwendung, geringe Menge
Kortison führt hierbei nicht zu Schäden)
- Antihistaminika
(vermindern die schädigende Wirkung von Histamin auf der Nasenschleimhaut,
Einnahme möglichst vor Allergenkontakt)
- Mastzellstabilisatoren
(wirken stabilisierend auf die Zellgruppe, aus der die Botenstoffe der
allergischen Reaktion ausgeschüttet werden
- abschwellende
Mittel (bessern Symptome lediglich für kurze Zeit, können
nach häufiger Anwendung selbst zu medikamentösen Schnupfen führen)
- Hyposensibilierung
(auch Desensibilisierung genannt, es werden mehrfach kleinste Menge des
auslösenden Allergens unter die Haut gespritzt oder als Tropfen
eingenommen, muss über einen Arzt über längeren Zeitraum (bis mehrere
Jahre) durchgeführt werden, Erfolgsaussichten unterschiedlich, während
Behandlung muss Patient frei von Fieber und akuten Infektionen sein)
- Alternative
Heilmethoden wie Akupunktur und chinesische Medizin (unwirksam,
lediglich geringe Erfolge mit Akupunktur,
zu empfehlen aber Knepp’sche Güsse oder die Klimatherapie, d. h.,
Aufenthalt am Meer oder in den Bergen
- Bioresonanz-Therapie
(Körper sendet elektromagnetische Schwingungen aus,
diese werden durch ein Gerät registriert, verändert und dem Betroffenen
wieder zugeführt, regelmäßige Behandlung, dauert etwa eine Stunde, Kosten
von etwa 50 EUR pro Sitzung werden nicht von der Krankenkasse übernommen)
Tipps bei Heuschnupfen
- Allergiequellen
möglichst vermeiden, ggf. Autofilter einbauen lassen, mit Behandlung ggf.
schon vor Beginn der Heuschnupfensaison beginnen
- vor
dem Schlafen gehen Haare waschen
- Schlafzimmer
nachts lüften, am frühen Morgen Fenster schließen und tagsüber geschlossen
halten
- getragene
Wäsche nicht im Schlafzimmer aufbewahren, die Pollen hängen darin
- kaltes
Wasser durch die Nase einziehen, verschafft kurzzeitig Linderung
- Geheimtipp
aus dem Internet: täglich etwa 25 Tropfen „Fenistil“ schlucken
- bei
juckenden Augen nicht jucken, sondern Teelöffel in den Kühlschrank legen
und die dann auf die Augen drücken
- weiterer
Tipp sind Augentropfen „Aerius Tabl. 8“, die auch nicht müde machen sollen
- gegen
Niesen: eine Fettcreme in den Nasenlöchern verteilen, z. B. „Immerfit
Pollenschutzcreme“ von der Firma Simaroline, ggf. mit Wattestäbchen
auftragen, Nasenschleimhaut muss gut benetzt sein, ggf. von außen
massieren
- Regenwetter
für Sparziergänge nutzen
- gelegentlich
mal auf den Pollenflugkalender schauen, gibt’s im Internet
- Aktivitäten
im Freien vermeiden bzw. anstrengende sportliche Betätigungen vermeiden
- beim
Auto fahren Fenster geschlossen halten; Lüftung so einstellen, dass Luft
von innen kommt, regelmäßig putzen
- Brille
oder Sonnenbrille tragen, um die Pollen von den Augen fern zu halten,
Brille regelmäßig, inkl. Gestell, reinigen
- Gelegentlich
mal ins Dampfbad/Hallenbad gehen, hier geringe Pollenbelastung
- Wohnung
häufig putzen, keine Staubtücher verwenden, sondern Eimer Wasser
- Möbel
regelmäßig absaugen und Staubfänger vermeiden
- Bettwäsche
regelmäßig neu beziehen
- Entspannungs-
und Erkältungsbäder zur Beruhigung
- Wäsche
zum Trocknen in geschlossenen Räumen aufhängen
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Tags: Tipps bei Heuschnupfen, Allergie, Pollen
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