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Gedichte / Texte

Autor: Muchlina
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selbstgeschriebene Gedichte und Texte, die bewegen und zum Nachdenken anregen

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-enttäuscht-
von: Muchlina |  15.07.2010 10:50:43

Wieder lauf ich hier lang, den gleichen Weg wie immer. Ich wollte doch nie wieder her. Doch es liegt ja nicht an mir, oder? Es ist grausam. Ich spüre den kalten Schauer auf meinem Rücken. Warum passiert es ausgerechnet mir? Verlage ich zu viel? Ich gehe weiter. Nur noch ein paar Schritte. Sekunden trennen mich von der Erlösung.

Glücksgefühle steigen in mir auf. Gleich habe ich es geschafft. Doch auf ein mal, da schubst mich jemand. Jemand, der mir lang als Freund bekannt und jetzt Hochverrat übt. Da falle ich also hin. Warum ausgerechnet jetzt? So kurz vorm Ziel. Ich versuche aufzustehen. Aber ich bin verletzt. Ich bin den Tränen nah. Ich schaffe es einfach nicht. Ich bleibe auf dem Boden liegen. Irgendwann werde ich versuchen aufzustehen, aber bestimmt werde ich wieder hinfallen.

Und wieder, als ich gedacht habe, ich werde erlöst, passiert das Unmögliche und doch bei mir Alltägliche, ich wurde verletzt.


Dieser Text ist eine Frage an mich: Wie habe ich es bloß geschafft, dass ich von Freunden wieder enttäuscht oder verletzt wurde? Hätte ich es überhaupt vermeiden können? Wenn ich aus der Krise raus bin, werde ich wieder enttäuscht und das immer wieder, halt ein ewiger Kreislauf in meinem Leben.

(Feb. 2002)

 

Tags: 

persönlicher Text, Enttäuschung, verletzt, Gedanken

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Leere
von: Muchlina |  14.07.2010 20:55:18

»Kennst du das Gefühl der Leere?
Kennst du das Gefühl, wenn du nichts mehr fühlen willst? Wenn du kalt sein willst?
Wenn du ein einziges mal egoistisch sein willst, auch auf die Gefahr, dass du jeden Menschen verlierst, den du liebst?
Dieses Gefühl, niemanden zu brauchen, niemanden zu vermissen, niemanden zu lieben.
Wäre ich eiskalt, dann müsste ich nie wieder allein in meinem zimmer sitzen, mich vor anderen verstecken, weinen...
Man würde mich nicht mehr verletzten. Mein Herz würden nicht dauernd bluten - vor Schmerz, vor Sehnsucht - nach dem Tode?
Ich will dieses von Gefühlen geplagte Leben nicht mehr leben. Ich will frei sein von Gedanken, schlimmen Gedanken, schrecklichen Gedanken, verletzenden Gedanken.

ich will einfach nichts mehr spüren...

...aber dieser gefühllose zustand
wird nur durch eine einzige Sache erreicht.«

 

Tags: 

persönlicher Text,Leere, Selbstmitleid

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Wieder
von: Muchlina |  14.07.2010 20:51:48

Wieder  

Wieder wurde ich angeschrien.
Wieder wurde mir die ganze Schuld gegeben.
Ich kann nicht mehr.
Aber es sieht mir keiner an, wie schlecht es mir geht.
Ich lächle ja auch nur die ganze Zeit. Bin die Stimmungskanone schlechthin.
Tränen kennt keiner von mir. Schlechte Laune ist mir nicht bekannt.
Aber keiner sieht das Messer über meine Arme gleiten.
Bin immer gut drauf, strahle übers ganze Gesicht. Habe jeden lieb. Aber keiner hat mich richtig lieb.
Bin zu jedem nett und freundlich. Behandle jeden gut. bin die kleine Süße. Aber es weiß ja auch keiner, dass ich Probleme habe.
Alle ist Schein in meiem Leben.
Was in meinem Herz vorgeht, weiß keiner. Es will sowieso keiner wissen...

 

Tags: 

trauer,selbsthass,persönlicher text

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mein Leben in nur wenigen Stichpunkten
von: Muchlina |  14.07.2010 20:47:04

Geboren, eines Tages im August, im Jahre 1986. Freudetränen flossen den Eltern runter, ein Lächeln, welches das Zimmer erhellt, in Sosnowitz, einer polnischen Großstadt.

Fast 3 Jahre dort gelebt. Keine Erinnerungen an diesen Ort, an die drei ersten Jahre meines Lebens.

Umgezogen, nach Berlin, Spandau, Haselhorst, Heim, 2 Jahre, viele Erinnerungen, nicht nur schöne. Erinnerungen an Streit, Geschrei, Wut, Angst, Hass.

1991, Umzug, nach Reinickendorf, eine schöne große helle Wohnung. 10 Jahre dort verbracht.

Erstes großes Ereignis: Einschulung. Vorklasse+6 Jahre Schule. Alles gut verlaufen. Freunde kennen gelernt. Spaß gehabt.

Nächstes Ereignis: Gymnasium. Angst. Angst, nicht klar zu kommen. Angst, niemanden kennen zu lernen. Angst, allein zu bleiben. Angst zu versagen.

Alles anders verlaufen. Viel erlebt, mit neuen Freunden: Spaß, Zigaretten, Alkohol, Jungs, Kiffen, der erste Kuss, das erste Mal, der erste Streit mit der beste Freundin, die ersten Enttäuschungen, Herzschmerz, Versagen in der Schule…

Wieder umgezogen, in ein Haus

Tod einer geliebten Person, Tränen, Schmerz, Verzweiflung, Trauer, Wut, Hass und dann wieder Tränen, Schmerz, Verzweiflung, Trauer.

Jahre lang vor sich her gelebt. Alles Mögliche erlebt. Positiv sowie negativ. Freude und Leid empfunden. Gelacht und geweint.

2006. Abitur. Besser als erwartet, schlechter als erhofft.

Umorientierung.

Das Leben beginnt. Studium. TU Berlin. Maschinenbau. Neuer Lebensabschnitt.

Wechsel zwischen Liebe und Herzschmerz.

Meine Mutter redet seit über 2 Monaten nicht mehr mit mir.

Zukunft ungewiss.


September 2007

 

Tags: 

leben,lebenslauf

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