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Freie- oder Open-Source-Software
Open-Source-Software, die (meist) kostenlose Alternative zu den (meist) teuren Kaufprogrammen - mehr darüber gibt es in diesem Thema. |
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| Ubuntu - ein Betriebssystem für lau
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von: |  05.10.2010 11:30:55
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Dieses Mal stelle ich kein Programm, sondern ein ganzes System vor:
Ubuntu, ein Open-Source-Betriebssystem, das auf dem Linux-Kernel
basiert. Es ist selbstverständlich nicht das einzige Betriebssystem auf
dieser Basis, aber zur Zeit vielleicht eines der beliebtesten. Vor allem
ist es hervorragend geeignet für experimentierfreudige
Computerbesitzer, denn es kann direkt von einer CD oder einem USB-Stick
betrieben werden. So kann man einfach feststellen, ob der eigene
Computer problemlos mit dem System läuft oder nicht, ohne irgendwelche
Änderungen am eigenen System vornehmen zu müssen. Ich persönlich habe
Ubuntu inzwischen auf mehreren älteren und neueren Rechnern ausprobiert.
Nur auf einem älteren hat die Grafikkarte nicht mitgespielt, sodass ich
das System einfach nicht starten konnte. Auf allen anderen
funktionierte es klaglos. Manchmal fehlt vielleicht die eine oder andere
Sonderausstattung wie ein Touchscreen oder so etwas. Aber die sind
bisher sowieso eher selten vertreten. Dafür war die Netzwerkanbindung an
meinen WindowsXP betriebenen Computer überhaupt kein Problem,
Internetanschluss eingeschlossen. Auch der Betrieb eines der modernen
UMTS-Modems war problemlos.
Warum aber überhaupt ein neues Betriebssystem? Das ist
natürlich eine berechtigte Frage, denn die meisten Computer werden mit
einem solchen verkauft. Doch da steht ein Computer und der hat entweder
ein veraltetes oder ein illegales System. Jetzt kann man natürlich drauf
pfeifen, oder man versucht es einfach mal mit Linux. Das System ist
sehr klein und braucht für die komplette Installation inclusive aller
wichtigen Programme lediglich 4 Gigabyte auf einer Festplatte. Da sind
die empfohlenen knapp 400MB RAM bei älteren Modellen schon eher ein
Problem. In jedem Fall bietet Ubuntu ja die Möglichkeit, vorher erst zu
testen, ob das System auf dem Rechner problemlos läuft. So haben auch
diejenigen die Chance Linux zu verwenden, die nur mit einem
funktionierenden System arbeiten können.
Klappt alles, ist nach der Installation ein fix und fertiger
Computer vorhanden, mit allen Programmen, die normalerweise benötigt
werden. Und wenn Sie schon vorher gerne mit Open-Source-Programmen
gearbeitet haben, werden Sie sich gleich zu Hause fühlen. Zum Beispiel
läuft die in dieser Serie besprochen Software meist auch auf Linux und
ist in Ubuntu zum größten Teil schon vorinstalliert. Nur das
E-Mail-Programm ist in der normalen Version nicht Thunderbird sondern
das reine Linux-Programm Evolution. Ansonsten gibt es das
Open-Office-Paket, dazu alles zum Musik hören, Bilder bearbeiten und so
weiter.
Wer sein gewohntes System noch nicht vom Rechner verbannen
will, hat auch die Möglichkeit, Ubuntu mit dem Programm 'Wubi' innerhalb
von Windows zu installieren. Nach einem Neustart haben Sie die
Möglichkeit, zwischen Windows und Ubuntu zu wählen. Je nach Wunsch
startet das eine oder das andere. Brauchen Sie Ubuntu nicht mehr, können
Sie es einfach wieder deinstallieren.
Neben einer vollständigen Installation ist außerdem die
Möglichkeit interessant, die Installations-CD, welche auch als
funktionierendes System ohne Installation verwendet werden kann, auf
einen Datenstick zu kopieren. Jetzt muss der Computer nur noch die
Möglichkeit besitzen, direkt von diesem Stick zu starten, und fertig ist
ein komplettes Betriebssystem zum Mitnehmen. Um das zu probieren,
schreibe ich diesen Text auf einem solchen Sticksystem und es
funktioniert einwandfrei! Nur der Systemstart läuft bei der CD-Version
naturgemäß langsamer als bei einer Vollinstallation.
Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Möglichkeit, ein solches
System auf CD oder Datenstick als Notfallsystem zu verwenden. Falls Ihr
installiertes Betriebssystem aus irgendeinem Grund nicht mehr startet
und schwerwiegende Eingriffe notwendig werden, können mit dem
Notfallsystem eventuell noch wichtigen Dateien gesichert werden.
Sie sind experimentierfreudig oder brauchen dringend ein neues
System für Ihren Computer, wollen dafür aber kein Geld ausgeben? Oder
Sie möchten einfach einmal Linux kennenlernen, über das ja viel
gesprochen wird? Dann sollten Sie unbedingt das linuxbasierte Ubuntu
ausprobieren. Zum Testen einfach die Imagedatei unter http://www.ubuntu.com
aus dem Internet laden, auf eine CD brennen und loslegen. Diese Seite
ist allerdings nur in Englisch. Weitere Informationen über Ubuntu finden
Sie in Deutsch unter http://wiki.ubuntuusers.de.
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Tags: Ubuntu,Linux,Betriebssystem,Windows Alternative,
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| Songbird - gut sortiertes Vogelgezwitscher
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von: |  07.09.2010 16:46:48
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Es gibt mittlerweile eine Menge guter Musikprogramme, die alles
bieten, was benötigt wird, um seine Musik sinnvoll zu ordnen und
abzuspielen. Bekannt ist bestimmt iTunes, das Musikprogramm der Firma
Apple zur Verwaltung von Musik und Filmen, die sich auf dem iPod oder
Ihrem Computer befinden, egal ob es ein Mac oder ein PC ist. Dazu kommt
der direkte Zugriff auf den firmeneigenen iTunes Store, den vielleicht
größten Online-Musikladen der Welt. Das Programm ist kostenlos, zählt
aber nicht zu den Open-Source-Programmen, da es nicht entsprechend
offengelegt ist.
Eine Open-Source-Alternative ist das Programm Songbird,
welches auch als portable Version verfügbar ist. Ich teste gerade diese
Version, um nicht ein weiteres Programm auf meinen sowieso chronisch
überlasteten Computer zu installieren. Eigentlich benutze ich zum Hören
von Musik und Ansehen von Spielen das hervorragende Open-Source-Programm
VLC Media Player (www.videolan.org). Es spielt so ziemlich jede Film-
und Musikdatei ab. Aber es bietet nicht die Möglichkeit, seine Musik im
Programm zu sortieren. Dies muss man selbst in den verschiedenen Ordnern
machen. Möchte man zum Musikhören auf das Wälzen in den Tiefen des
Dateisystems verzichten, bietet sich ein Programm wie iTunes oder eben
Songbird an. Sind die Musikdateien einmal importiert, stehen sie in
mannigfaltigen Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung.
Zurück zu Songbird. Bei der Installation fragt das Programm
nach der gewünschten Sprache und holt sich automatisch die entsprechende
Sprachdatei aus dem Internet. Leider machte das bei der Installation
hinzugefügte Last-fm-Radio Add-on Probleme mit der deutschen Sprache,
wobei ich jetzt nicht sagen kann, ob dies daran lag, dass ich die
portable Version installiert hatte. So entfernte ich dieses, da ich es
sowieso nicht benötige, und installierte statt dessen die empfohlenen
Add-ons LyricMaster, zur Anzeige der Liedertexte, und MediaFlow, zum
hübschen Blättern in den Musikdateien.
Jetzt ist fast alles fertig, um sich der Musik zu widmen, nur
muss diese zunächst importiert werden. Songbird legt sich einen eigenen
Ordner in ihrem Standard-Musik-Ordner an. Wenn Sie jetzt über den
Menüpunkt „Dateien - Medien Importieren“ ihre Musik einspielen, werden
alle Musikdateien in den voreingestellten Ordner kopiert und
gleichzeitig nach Interpret und Alben sortiert. Anschließend können Sie
in den einzelnen Alben herumblättern wie in einem Musikschrank. Ein
Doppelklick auf das jeweilige Cover startet die Wiedergabe des ganzen
Albums. Wenn Sie Ihre Musik nicht doppelt auf Ihrem Rechner haben
möchten und Ihre Dateien schon gut nach Interpret und Album sortiert
sind, können Sie auch einfach den Zielpfad unter „Extras – Einstellungen
– Musik verwalten“ auf Ihren Musikordner legen, oder die fertigen
Dateien in den Songbird-Ordner verschieben. Wenn Sie diesen Ordner dann
importieren, werden keine doppelten Dateien angelegt.
Zwei Dinge fehlen mir noch in dem Programm: Die Möglichkeit,
eigene CDs direkt in die Dateien zu kopieren, zum anderen mit demselben
Programm auch noch meine Videothek zu handhaben. Aber beides soll in
zukünftigen Versionen eingefügt werden. Wer nicht so lange warten
möchte, muss eben doch zu iTunes greifen. Ansonsten bin ich mit dem
Songbird sehr zufrieden. Er könnte zu meinem Standard-Musik-Browser
werden. Besonders schön finde ich die Möglichkeit, das Programm nicht
fest, sondern als portable Version zu installieren. Theoretisch könnte
ich es somit zusammen mit der Musik auf eine externe Festplatte packen,
diese an jeden Windows-Rechner anschließen und dann meine Musik hören.
Songbird im Internet: http://getsongbird.com/
Die portable Version gibt es unter http://portableapps.com/apps/music_video/songbird_portable.
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Tags: Musik,MP3,iTunes,Songbird,Musikprogramm,Mediaplayer
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| Thunderbird - Die Brieftaube für E-Mails
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von: |  02.08.2010 10:18:16
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Wie bei vielen freien Programmen gibt es auch hier die Frage nach dem
Warum. Immerhin wird bei Windows doch ein freies E-Mail-Programm
mitgeliefert. Das ist richtig, aber anders als beim Browser verfolgt
Windows hier eine andere Strategie und verpasst dem Windows-Mail nur
einen Teil der Möglichkeiten seines großen Bruders aus dem Office-Paket.
Wer nun kein Geld für ein Mail-Programm mit erweiterten Möglichkeiten
ausgeben möchte, kann Thunderbird von der Mozilla-Foundation benutzen.
Es hat schon in der Grundausstattung mehr Möglichkeiten als das freie
Windows-Programm und kann über Erweiterungen nahe an den Leistungsumfang
des kostenpflichtigen Programms von Microsoft herangeführt werden.
Die Sicherheit ist bei E-Mails logischerweise ein wichtiger
Aspekt. Ein besonderer Vorteil von Thunderbird war lange Zeit der
integrierte Spamfilter, der inzwischen auch Bestandteil der meisten
anderen E-Mail-Programme ist. Er ist lernfähig und arbeitet sehr gut.
Schon zu Beginn werden bestimmt 90% aller unerwünschten Mails
aussortiert und nach einem Weilchen sind es nur noch wenige Mails, die
den Weg durch den Filter schaffen. Ansonsten wird natürlich vor
sogenannten Phishing- und anderen Betrugsmails gewarnt. Ein weiterer
Sicherheitsaspekt ist auch noch die variable Darstellungsform der
HTML-Inhalte. Sie muss nicht über die Optionen eingestellt werden,
sondern kann direkt aus dem Menü Ansicht geändert werden. Dabei gibt es
die Wahlmöglichkeit zwischen reinem Text, vereinfachtem oder
vollständigem HTML. Dazu können die Bilder automatisch ausgeblendet
werden und jederzeit nachträglich per Knopfdruck gezeigt werden. Auf
diese Weise wird verhindert, dass irgendetwas Schädliches automatisch
geöffnet wird.
Persönlich benutze ich dieses Programm seit einigen Jahren und
bin damit sehr zufrieden. Die Grundfunktionen sind wie bei allen
Mailprogrammen gleich, auch die Einstellungen sind genauso vorzunehmen.
Dabei gibt es, ebenfalls wie bei allen anderen, die Möglichkeit, die
Einstellungen des bisherigen Programms zu importieren. Damit wird ein
Umstieg sehr einfach gemacht. Anschließend lohnt es sich, die
Funktionen, die man noch vermisst, über ein sogenanntes Add-on
einzufügen. Zu Beginn suchte ich als Erstes die von Outlook-Express
gewohnte Adressliste an der linken Seite. Mit dem Add-on 'Contacts
Sidebar [de]' hatte ich alle meine Kontakte wieder an der gewünschten
Stelle.
Anschließend installierte ich die Erweiterung 'TB AutoSave
Extension [de]', um die Möglichkeit zu erhalten, meine E-Mails wie
gewohnt irgendwo auf meinen Computer kopieren zu können. Die Automatik
habe ich dabei abgeschaltet. Nach einem Weilchen fügte ich die
vielleicht wichtigste Erweiterung für Thunderbird hinzu: die
Kalenderfunktion 'Lightning'. Sie stellt dem Programm einen kompletten
Kalender mit Planungs- und Erinnerungsfunktionen zu Seite. So habe ich
jetzt eigentlich alles zur Verfügung, was ich benötige. Als einzigen
Schwachpunkt habe ich bisher nur die schwierige Anbindung von
Mobiltelefonen entdeckt. Hierbei geht nicht alles so einfach wie
gewohnt, sondern es müssen nicht nur Add-ons sondern auch noch andere
externe Programme installiert werden. Leider hat mir hierfür bisher die
Zeit und die Notwendigkeit gefehlt, um mein Telefon mit Thunderbird zu
synchronisieren. Aber vermutlich wird es irgendwie möglich sein.
Dies ist eine gute Gelegenheit, um noch einmal generell vor
den Gefahren durch E-Mails zu warnen. Es werden nach wie vor die meisten
Viren, Trojaner und Co über die elektronische Post eingeschleust.
Halten Sie sich am besten an folgende Ratschläge:
Öffnen Sie niemals einen Anhang einer Mail, dessen Absender
Ihnen nicht bekannt oder vertrauenswürdig ist. Und selbst wenn die Mail
von einem Bekannten stammt, ist das noch keine Garantie, denn viele
Viren verbreiten sich, indem sie sich selbst von einem befallenen
Computer weiter versenden. Spätesten, wenn Ihr deutscher Freund
plötzlich in Englisch schreibt, sollten Sie misstrauisch werden. Folgen
Sie auch nie einem Link ins Internet von einer solchen verdächtigen
Mail.
Beantworten Sie nie eine Spam-Mail. Die Absender warten nur
darauf, von Ihnen die Bestätigung zu erhalten, dass Ihre E-Mail-Adresse
tatsächlich existiert. Wenn Sie nicht antworten, wird Ihre Adresse
irgendwann von deren Liste gestrichen.
Reagieren Sie auch nie auf Mails, die Sie auffordern ein
dringendes Update durchzuführen. Keine Firma sendet Ihnen für diesen
Zweck eine E-Mail, besonders nicht Microsoft. Solche Updates werden
immer aus dem Programm heraus oder durch Sie persönlich durchgeführt.
Genauso wenig wird Ihr Mail-Provider Sie auffordern, Ihre
Zugangsdaten über irgendeinen Link neu einzugeben, auch wenn der noch so
täuschend echt aussieht. Auf diesem Weg versucht jemand, Ihren Account
an sich zu reißen und dann in Ihrem Namen Mails an Ihre Bekannten zu
senden, zum Beispiel mit der Bitte um Hilfe in einer finanziellen
Notlage.
Und zuletzt der vielleicht 'wertvollste' Hinweis: Reagieren
Sie NIE auf eine Mail Ihrer Bank, die Sie auffordert, irgendwo Ihre
persönlichen Daten oder Sicherheitscodes einzugeben. Keine Bank macht
dies auf diesem Wege. Und was der Empfänger mit diesen Daten dann macht,
können Sie sich bestimmt ausmalen.
Das sind natürlich noch nicht alle Gefahren, die in Ihren
E-Mails lauern können, aber wenn Sie diesen Ratschlägen folgen, dürften
99% der Angriffe verpuffen. Und sollten Sie einmal irgendeine
verdächtige Mail von einem Freund, Ihrer Bank oder Ihrem E-Mail-Provider
erhalten, setzen Sie sich mit diesem persönlich und nicht per E-Mail in
Verbindung und fragen Sie nach. Sie werden ihnen dafür dankbar sein.
Mehr Informationen und Download: http://www.mozilla-europe.org/de/products/thunderbird/
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Tags: E-Mail,Elektronische Post,Spam,Outlook,Thunderbird,Alternative,eMail
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| PortableApps - alle Programme zum Mitnehmen
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von: |  05.07.2010 11:34:57
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Ein großes Problem beim Probieren von Programmen unter Windows ist
die teilweise unvollständige Deinstallation, wenn ein Programm nicht
mehr gefällt. Dagegen helfen sogenannte Portable Applikationen, das
heißt Programme, die ohne Installation von jedem beliebigen Speicherort
laufen. Das ist für alte Macianer nichts Neues, denn auf dem
ursprünglichen Mac-System waren die meisten Programme schon immer dieser
Art und das zählte für sie damals zu einem der großen Vorteile dieses
Systems. Auch unter DOS und Linux geht es meist ganz ähnlich. Heute
erlebt diese Art der „Installation“ - einfach aufspielen und benutzen -
eine Renaissance unter Windows. Was viele unerfahrene Computerbenutzer
jedoch abschreckt, ist der erschwerte Zugriff auf das Programm. Einträge
im Startmenü oder auf dem Schreibtisch müssen von Hand angelegt werden.
Eine direkte Integration ins System ist oft schwierig.
Hier hilft PortableApps, ein kleines und portables
Programmsystem, dass es ohne große Computerkenntnisse ermöglicht, solche
Programme auf einem Daten-Stick zu installieren. Das Ziel ist
eigentlich, dass man die Möglichkeit hat, alle Programme, die man gerne
benutzt, auf verschiedenen Rechnern verwenden zu können. Zum anderen
bietet es aber auch die Gelegenheit, fast alle OpenSource-Programme, die
bisher besprochen wurden und diejenigen, die in den weiteren Folgen
behandelt werden, einfach auszuprobieren, ohne das eigene System zu
beeinflussen. Gefallen sie nicht, können sie rückstandslos vom Computer
gelöscht werden. Selbst das gesamte OpenOffice-Paket kann so von einem
Stick aus betrieben werden, ohne es auf dem Rechner zu installieren.
Interessant ist aber auch die Möglichkeit, den Firefox-Browser und auch
das E-Mail-Programm Thunderbird so auf jedem Windows-Rechner verwenden
zu können, ohne Daten auf dem Computer zu hinterlassen. Ideal also für
Computer in einem Internetcafé, die nur über einen USB-Anschluss
verfügen müssen.
PortableApps verfügt außerdem über eine einfache
Backup-Funktion, sodass alle Dateien oder auch alle installierten
Programme leicht gesichert werden können. Ein eventueller Datenverlust
lässt sich so minimieren. Dabei möchte ich aber erwähnen, dass wichtige
Daten sowieso nicht unverschlüsselt auf einen mobilen Daten-Stick
gehören, denn er kann ja auch verloren gehen oder gestohlen werden. Und
dann kann jeder, der ihn bekommt, alle Daten problemlos einsehen.
Ein kleiner Nachteil bei der Installation auf einem normalen
USB-Stick ist die Geschwindigkeit. Viele Daten-Sticks sind leider nicht
sehr schnell und bremsen daher die Programme aus. Es dauert relativ
lange, bis sie starten und zwischendrin können Zugriffe auf weitere
Programmteile ebenfalls Zeit kosten. Wer daher große Programme wie
Open-Office oder Firefox auf einem solchen Stick verwendet, darf sich
nicht wundern, wenn manches etwas langsamer geht. Dies muss auch beim
Testen und Vergleichen dieser Programme bedacht werden.
Persönlich habe ich PortableApps sogar direkt auf meinem
Computer installiert, damit ich einen schnellen und einfachen Zugriff
auf die portable Software habe. Auf diese Weise habe ich einige
Programme auf meinem Rechner, ohne sie wirklich installiert zu haben.
Firefox und Co habe ich allerdings richtig aufgespielt, um sie
problemlos in das System zu integrieren.
Nach jahrelangem Herumexperimentieren mit verschiedenen
Applikationen und der unangenehmen Erfahrung, dass Windows ein häufiges
Wechseln der Programme nicht gut verträgt, versuche ich jetzt eigentlich
nur noch solche zu testen, die ich nicht mehr installieren muss. Und
das Ergebnis ist, dass ich weit weniger Probleme mit meinem Computer
habe. Eigentlich bleibt der mehr oder weniger unangetastet. Und der
große Vorteil von PortableApps ist, dass ich alle Programme auch auf
anderen Rechnern verwenden kann. Ich brauche niemanden mehr fragen, ob
er zufällig die passende Software installiert hat. Ich habe sie einfach
dabei.
Mehr Informationen und Download: http://portableapps.com/de
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Tags: Portable Programme,keine Installation,Daten-Stick,Installationsprobleme,Software mitnehmen
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