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FranzPoldi - Textsammlung

Autor: franzpoldi
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Des Nächtens Unter Lärchen
von: franzpoldi |  21.05.2009 12:37:23

Des Nächtens unter Lärchen



Ein warmes Abendrot fällt auf die verschneiten Baumwipfel eines Wäldchens, durch das ein Mann auf seinem Rad fährt. Er fühlt die kühle Luft über sein Gesicht streichen und schließt die Augen für einen kurzen Moment.

Als er die Augen wieder öffnet bemerkt er, dass der Trampelpfad einem strikt geradeaus führenden Weg gewichen ist, der endlos zu sein scheint. Auch das Bild der Flora hat sich gewandelt.

Statt auf ein lichtes Wäldchen blickt er nun auf dicht beieinander stehendes Gehölz, dass knorrig und abgestorben wirkt.

Zuerst meint er den Kopf leicht nach links geneigt zu haben, bis er entsetzt feststellt, dass sich die gegenüberstehenden Bäume voreinander verneigen. Ihre dürren Äste verflechten sich ineinander, bilden einen Tunnel, der jegliches Licht aussperrt.

Als sich die Speiche seines Vorderrads in einer Wurzel verfängt, fällt er hart auf den eisigen Boden. Es ertönt die Stimme einer Frau, die in dem Tunnel aus totem Holz widerhallt.

Sie klingt erzürnt und schrecklich abweisend. Schnell rappelt er sich wieder auf und beginnt zu rennen. Er versucht vor der Stimme zu fliehen, doch es scheint zwecklos. Orientierungslos tastet er sich durch das dunkel, gerät ins Taumeln und stürzt erneut, diesmal fällt er jedoch nicht auf die kalte Erde, sondern in ein bodenloses Loch, das ihn zu verschlingen droht.

Plötzlich sieht er nur noch grell blendendes Licht.

Eine weiße Decke.

Ein Krankenbett, an dem ein Arzt und eine junge Frau stehen.

Der Arzt misst das Fieber des im Bett liegend Patienten, wendet sich dann zur Frau

:“ Ich bitte sie jetzt zu gehen. Sein Zustand ist weiterhin kritisch. Sollte er aus dem Koma erwachen werden wir sie darüber informieren.“

Die Frau blickt ein letztens mal auf den im Bett liegenden Mann und haucht schließlich unter Tränen :“ Ich will mich nie wieder mit dir streiten.“

 

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Free Ya Soul
von: franzpoldi |  12.02.2009 17:53:55
Eine Träne fällt aufs blatt, ertränkt die träume und wünsche//
ausdenen ich meine Hoffnung stets aufs neue erfinde//
doch jetzt ist alles schwamig, die erlösung scheint fern//
hätt ich doch statt fröhlich sein das scheitern verlernt//
mein herz ist eingefroren, durch all die pein dies erfärht//
wie gerne hätte ich die seele einmal schreiend entleert//
nichts davon, die schmerzen brannten sich in mich rein//
Jede träne wär ein Funke auf dem frierenden stein//
sehn mich zurück in die arme meiner mutter als kind//
damals glaubte ich noch, dass mir wunder gelingen//
kein problem war zu groß, die eltern regeln das schon//
Welch wunderschöne Zeit, ja, ich lebte geborgen//
fegte die sorgen weg, mit der liebe der eltern//
ich hoffte, das würde sich auch nie mehr so ändern//
aber leider ist mein leben schon an vielem gescheiter//
verdränge alles, die pupilen sind dann wieder erweitert//
 

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FranzPoldi - Nicht Mehr Und Nicht Weniger
von: franzpoldi |  16.11.2008 14:16:45

So steht ihr da, als Mahnmal
Erinnert an Gräueltaten,
Dass man nicht vergisst
Steht ihr da

Das letzte Überbleibsel dessen,
den die Dunkelheit verschlang,
Dass man nicht vergisst
Steht ihr da

Als Erinnerung an das,
Das euch verführt hat
Dass man nicht vergisst
Steht ihr da

So steht ihr da als all das
Symbolhaft, wie ihr seid
und doch seid ihr eigentlich
nur seine Schuhe



 

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FranzPoldi - Spiel des Lebens
von: franzpoldi |  15.11.2008 12:55:52

Das leben spielt mit uns, man gewinnt oder verliert
Blind oder studiert, bestimmt aber probiert man
Nach oben zu kommen, nach den Sternen zu greifen
Doch irgendwann werden einen die schmerzen zerreißen
Herzen entzweit sein, Zwietracht aus leid keim
Liebe befreit keinen, führt zu allein sein
Die Zukunft ist düster, die Sicht ist es ebenso
Der letzte Lichtblick verzagte im nebel sog
Geschunden, allein, treib ich umher
Die Augen trüben sich, denn ich weine zu sehr
Sinne sind erloschen, ich bin hilflos und kraftlos
Irgendwann gehe ich hinfort zum Schlachthof
Beende die Existenz, dann kann ich endlich gehen
Es ist mir egal, wenn die andern das als schändlich sehn
Ich hab abgeschlossen, bin bereit zum glücklich sein
Muss nie wieder wegen irgendwelchen Tücken schreien

 

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