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| Filme im… Januar 10 – 4x Kinder, 1x Erwachsen
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von: M_C |  15.02.2010 00:17:39
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Für den Januar hatte ich mir von meinem kleinen Cousin ein paar Animationsfilme ausgeliehen, außerdem gab’s einen ‘Horrorfilm’:
Monsters vs. Aliens
Bolt
Horton hört ein Hu!
Shrek der Dritte
The Strangers
Monsters vs. Aliens
Von Monsters vs. Aliens war ich wirklich höchst positiv überrascht.
Trotz natürlich kinderfeundlichen Animationszutaten hat der Film alles,
was eine gute und intelligente Komödie braucht. Die Story um von der
Regierung eingesperrte “Monster”, die eine Alieninvasion abwehren
sollen ist zwar nicht besonders originell oder spannend. Sie ist
jedoch gespickt mit tollen humoristischer Einfällen sowie tollen
Anspielungen auf allerlei Science-Fiction Filme, bei denen ich mich
teilweise wirklich gekringelt habe vor lachen. Zudem begeistern die
skurril-sympathischen Charaktere mit tollen (englischen)
Synchronsprechern (Seth Rogen als debiler Schleimhaufen, Hugh Laurie
(!) als verrückter Kakerlakenprofessor). Alles in allem höchst
empfehlenswert.
8/10
Bolt
“Ein Hund für alle Fälle” ist mal Disney Animationsfilm ohne Mitwirken des grandiosen Pixarstudios, aber auch so machen sie einen ganz akzeptablen Jobs. Bolt weiß in genau den Disziplinen zu überzeugen, in denen Monsters vs. Aliens
ein wenig abfällt: Die Animationen und Effekte sind wirklich schön
anzusehen und es gibt eine recht interessante Grundidee: Bolt ist ein
Hund, er spielt zusammen mit seinem Frauchen die Hauptrolle in einer
Actionserie. Innerhalb der fiktiven Serie hat er Superkräfte, mit denen
er auch in der realen Welt versucht, sein Frauchen zu beschützen und
die fiesen Katzen des “Bösewichtes” zu vertreiben. Als er zufällig in
das wirklich Leben gerät, lernt er langsam, dass er garnicht so super
ist.
Bei allen positiven Aspekten, bei denen auch noch der tolle
Hamster-Sidekick Rino zu erwähnen wäre, bleibt aber immer noch eine
vorhersehbare Geschichte und der ständig präsente, klebrige
Disney-Zuckerguss zu bemerken. Trotzdem einen Blick wert.
7/10
Horton hört ein Hu!
Die an sich süße Idee eines Elefenaten, der eine Miniaturwelt mit
Minaturmenschen vor den ignoranten Dschungelbewohnern beschützen will,
ist für mich nicht ganz glücklich umgesetzt. Animationstechnisch auf
Durschschnittsniveau, gute Nebencharaktere werden nicht konsequent
geung verwendet und das Aussehen der “Hus” und dem Hauptbösewicht, dem
Känguruh” stören mich, sieht meiner Meinung nach einfach abstoßend
komisch aus, ganz irrational begründet. Dank der netten Elefanten und
der klar erkennbaren Moral am Ende für Kinder sicher durchaus
interessant und relevant, für mich nicht unbedingt etwas. Ausnahmsweise
objektiv gesehen:
6/10
Shrek the Third
Der dritte Shrek-Teil, und so langsam sind Verschleißerscheinungen
zu sehen. Keine Spannung, die Gags zünden nicht mehr so wirklich, die
wenigen für mich erkennbaren Satireversuche gehen meiner Meinung nach
daneben (Merlin als verrückter Zauberer…ja, lustig, is klar) und auch
sonst passt irgendwie nichts so richtig. Schadem Teil 2 war toll, hier
hab’ ich mich wirklich gelangweilt.
3/10
The Strangers
Jetzt das Kontrastprogramm zur Animationsfröhlichkeit: Horror, FSK
18, “Unrated”. Da erwartete ich mir eigentlich gute Unterhaltung und
leichten Grusel, wurde aber komplett enttäuscht. Ich dachte eigentlich,
bei dem Gerüst “Pärchen allein daheim, Killer wollen rein” kann man
nicht viel falsch machen. Und eigentlich beginnt es ganz gut, das Paar
hat einen interessanten Hintergrund, und es gibt sogar eine grandios
gute Einstellung, in der ganz subtil versteckt echter Grusel aufgebaut
wird.
Davon abgesehen passiert aber nicht. Plumpe Schockeffekte. Fehlender
Tiefgang. Dazu nichtmal eklige Morde oder sonstiger Gore.
Vorweggenommenes Ende. Und wo zur Hölle bleibt denn die Motivation der
Täter? Wir erfahren nicht, warum die das tun. Das stört.
“Ein Höhepunkt des Horror-Kinos, der Hochspannung mit ausgefeilter
Optik und psychologischem Tiefgang verbindet” verspricht der
Verpackungstext. Die ausgefeilte Optik muss ich dem Film wirklich zu
gute halten, bis auf den erwähnten guten Beginn ist das hier aber eine
der wenigen Fehlinvestitionen in meiner Sammlung.
4/10
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Tags: Animation, Bolt, DVD, Horton hört ein Hu!, Monsters vs. Aliens, Shrek der Dritte, The Strangers
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| Wo die wilden Kerle wohnen
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von: M_C |  12.02.2010 22:49:25
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 Wo die wilden kerle wohnen (Where the wild things are) @ Ufa Stuttgart Zunächst muss ich ein wenig ausholen. Anders als meine Mutter und so manch anderer dachte, ist Wo die wilden Kerle wohnen nicht "das
mit den Ochsenknechts", es handelt sich um die Verfilmung eines in
Amerika sehr bekannten und beliebten Kinderbuches, das vor allem aus
Bildern mit nur wenig Text garniert besteht. Der Film lief seit Anfang/Mitte Dezember, und seit dem ersten Trailer
den ich gesehen hatte war ich Feuer und Flamme. Fantasievolle
Geschichten mit Herz haben mich einfach immer schnell, vor allem wenn
da ein kleiner Junge im Wolfskostüm rumrennt. Als ich dann noch erfuhr,
dass Karen O. von den Yeah Yeah Yeahs den Soundtrack beisteuert,
war klar dass ich den Film sehen musste. Aus Anfang/Mitte Dezember
wurde dann aber Ende Dezember, ich fand in den ferien weder Zeit noch
Begleitung. Mitte Janaur lief der Film dann schon in unseren Kinos aus
(ist halt kein Blockbuster), und ich war genötigt, in die letzte
mögliche Vorstellung (!) um 12.00 Uhr mittags (!!) in den Ferien(!!!)
zu gehen. Hier, warum es sich gelohnt hat, zunächst einmal die
Geschichte: Max ist jung, verspielt (Wolfskostüm!), aufgeweckt,
Wie ein 12-jähriger Junge eben ist. Nur ist er ziemlich allein. Seine
große Schwester ignoriert ihn, ihre Freunde behandeln ihn auch nicht
gerade gut. Und von seiner Mutter kann er auch nichts erwarten, die ist
in ihrer Arbeit versunken und hat zusätzlich auch noch einen neuen
Freund. Eines Tages aber geht alles zu weit, die Freunde von Max'
Schwester zerstören sein Iglu, er revanchiert sich mit der Zerstörung
ihres Zimemrs. Seine Mutter hat wieder kein Ohr für ihn, hinzu kommt
der neue, ungeliebte Mann im Haus. Was macht man also als gestandener
Wolfsjunge im Streit mit seiner fiesen Mutter? Man beisst sie. Mutti
ist natürlich nicht begeistert, udn auch Max realisiert schnell dass
das wohl nicht die richtige Reaktion war. Er bekommt Schuldgefühle und
rennt weg. Weit weg, bis er an einem Ufer ein Boot findet. Er
steigt ein, fährt los... und landet auf einer unbekannten Insel. Dort
trifft er auf die Wild Things beziehungsweise Wilden Kerle,
große, tierähnliche Monster, die auf den ersten Blick bedrohlich
wirken, aber eigentlich ganz nett sind. Max wird zu ihrem König gekrönt
und genießt nun ein glückliches Leben umgeben von Freunden, sieht sich
als König aber auch mit zwischenmonsterlichen Problemen konfrontiert. Ich
nahm also im Kino in der letzten Reihe Platz, mein geliebtes salziges
Popcorn in der Hand, um mich herum ausschließlich Mütter mit ihren
Kindern, Alter 9-12 würde ich sagen. Und was dann passierte, sowohl auf
der Leinwand als auch im Saal, war Magie: Zunächst einmal erschafft Regisseur Spike Jonze unglaublich tolle Bilder. Vom Design der Kerle
über den cleveren Lichteinsatz bis hin zur tollen Farbgebung auf der
Insel, da stimmt alles, und einige eindrucksvolle Setideen lassen einen
als Zuschauer einfach nur staunen. Was aber noch beeindruckender
war, war die Magie, die die Geschichte, ihr Verlauf und die Dialoge
entfalten. Wenn der kleine Max seiner Mutter eine Geschichte von einem
Vampir, dem die Zähne ausfallen und den anschließend niemand mehr mag,
erzählt, dabei aber eigentlich seien eigene traurige Situation
ausdrücken will, da lauschen sowohl meine als Kinderohren ganz wachsam.
Und wenn dann die wilden kerle zusammen mit ihren neugekrönten König
ein wenig spaßige Verwüstung anrichten und sich anschließend zum
Nickerchen übereinanderlegen, da schmunzeln auch die Eltern ob dieser
positiv süßen Bilder, und da wird der Junge, der bei den Trailern vor
dem Film seine Klappe nicht halten konnte, ganz still und bekommt große
Augen. Bestes Beispiel aber dass der Film bei Kindern wirkt, ist
folgender Dialog: "Aaah, Mama, des is doch wie mit seiner Mutter, die
hat auch des gleiche gesagt" - "Ja, Schatz, stimmt" - "Mh, cool.
Hoffentlich lernt er etwas daraus." Was ich ausdrücken will, ist
dass der Film Faszination, Mitteilung und Moral sowie handwerklich
perfekte Umsetzung vereinbart. Kinder können genießen und etwas
mitnehmen, und trotz der klaren Grundausrichtung "Familienfilm" war
auch ich begesitert und fasziniert. Es entsteht einfach eine tolle
Stimmung, nicht zuletzt auch durch die immer passende Musik.
Am Ende der Geschichte kehrt Max nach Hause zurück. Verändert
durch seine Erlbenisse mit den Wilden Kerlen, verändert in seiner Sicht
der Welt und Familie. Auch ich bin verändert nach Hause gekommen. 9,5/10
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Tags: Wo die wilden Kerle wohnen, Where The Wild Things Are, Spike Jonze, Familienfilm, Kino
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| Filme im... Dezember 09 - DVD
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von: M_C |  11.01.2010 19:08:05
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Wie auch im Kino habe ich von der Silberscheibe drei Filme gesehen.
Identität
Nick and Norah's Infinite Playlist
Ice Age 3
Identität (Extended Version, deutscher Ton)
Ein Psychothriller mit einem wirklich interessanten Konzept. Einige
sich komplett Unbekannte kommen in einer stürmischen Nacht durch Zufall
oder was man als Zufall bezeichnen möchte in ein Motel. Darunter eine
Exprostituierte, ein Chauffeur/Excop mit divaesker Schauspielerin, ein
Pärchen mit ein wenig Stress und ein Gefangenentransport. Alle dieser
Charaktere haben mehr oder weniger interessante Hintergründe, die mal
mehr, mal weniger gründlich beleuchtet werden, keine Personen ist aber
wirklich besonders stark oder so interessant gezeichnet, das man
wirklich mehr wissen möchte oder sich gar mit ihnen identifizieren kann.
In und um dieses Motal entwickelt sich eine recht Spannende Handlung
im einen herumlaufenden Killer, gewohntermaßen stirbt einer nach dem
anderen, und das auf immer mysteriösere Art und Weise. Den Helden- und
Ermittlerpart übernimmt hier ein solider bis guter John Cusack, die
sonstigen Schauspieler stören zumindest nicht.
Parallel zu dieser Haupthandlung läuft noch eine Nebenstory um einen
Serienkiller und seine Verurteilung. Einzelne Szenen werden hier immer
wieder eingestreut, und je weiter der Film fortschreitet, umso mehr
wird klar das beide Handlungsstränge irgendwie miteinander verknüpft
sind.
Nach etwa zwei Drittel folgt dann auch die unumgängliche Wendung.
Nach meinem geschmack wirklich interessant und gut konstruiert, tolle
Idee, und sicher auch überraschend wenn man es nicht schon kommen sieht
bzw. nach einw enig Überlegung den gedanken im Kopf hat, bei mir war
dies der Fall. Spätestens beim Abspann sollte sich aber jeder entweder
auf die Schulter klopfen ("Hab ich's doch gewusst") oder die Hand vor
den Kopf schlagen ("Hätt ich aber auch drauf kommen können"). Tut der
Qualität der Idee und ihrer Ausführung keinen Abbruch, allgemein kann
man die Regiearbeit hier wirklich positiv hervorheben.
Ein grundsolider Film also, der in seinem Genre sicher keine Bäume
außreist, denn ein Spannungsbogen ist trotz oder wohl gerade wegen dem
"alle 10 Minuten stirbt einer"-Konzept nicht ganz vorhanden. Dafür
wissen wie schon gesagt die Regie und und die Idee hinter allem
wirklich zu überzeugen.
7,5/10 Punkte
P.S.: Ich empfehle wirklich allen, schaut die erweiterte Version.
Deren Ende ist nämlich nochmal ein Sahnehäubchen, der normale Cut endet
mir im Vergleich dazu ein wenig zu harmlos.
Nick and Norah's Infinite Playlist (Originalton)
Nick and Norah's Infinite Playlist, zu deutsch "Nick and Norah - Soundtrack einer Nacht", ist ein Film ganz nach meinem Geschmack:
Michael Cera (u.a. Juno) spielt den sympatischen Typen, der geniale
Mixtapes zusammenstellt. Dies tut er in letzter Zeit allerdings vor
allem herzschmerzerfüllt für seine Exfreundin, den bei den Mädels hat
er nicht allzu viel Erfolg. Zu allem Überfluss schmeißt die
Empfängerinnen die wertvollen CDs auch noch in den Müll. Von da sammelt
sie Norah (süß und unglaublich überzeugend: Kat Dennings) auf und ist
total von der Musik begeistert.
Eines Nachts wird dann ein geheimer Konzertgig von aller (fiktiven)
Lieblingsband "Where's Fluffy" angekündigt, und alle begeben sich auf
die Suche:
Nick mit seinem auseinanderfallenden Kleinwagen, seine collen
schwulen Bandkollegen in ihrem Van, Norah mit ihrer komplett besoffenen
Freundin und Nicks Ex mit ihrem neuen Boytoy, eigentlich mit dem Ziel,
Nick nocheinmal rumzukriegen.
Die Suche nach dem Auftritt rückt aber mit der Zeit in den
Hintergrund, es entwickelt sich eine verrückte Nacht, Nick und Norah
kommen sich näher, naja ihr wisst schon wie das in solchen Filmen
abläuft. Das Besondere und für mich faszinierende: Musik spielt immer
eine Hauptrolle, sei es in Anspielungen in den Dialogen oder in Form
des hervorragenden Soundtracks, und die Handlung ist natürlich auch
darauf zugeschnitten. Sowas gefällt mir.
Geffallen tut mr auch Kat Dennings als Norah, die so gut aussieht
und so gut spielt und überhaupt. Definitely made my day/movie. Ihr
Pendant Michael Cera spielt halt das, was er immer spielt und auch
kann: Den leicht trotteligen, aber herzensguten Seitentyp. Im Moment
stört es mich noch nicht, mal schauen ob er in Zukunft auch mal was
anderes spielen kann.
8/10
Ice Age 3
Netter Animationsfilm, auf jeden Fall besser als die ersten beiden.
Diesmal geht's ins geheime Dinosaurierland, Sid das Faultier ist als
Dinosauriermama echt nett. Die Mammutfamilie ist auch echt knuffig und
so. Einen echt coolen neu eingeführten Nebencharakter gibt's diesmal,
echter Bad-ass, find ich gut. Scrat ist wie immer das Higlight und
recht lustig.
Nette Witze, weniger netter Slapstick, insgesamt aber nette Unterhaltung.
Viel "nett" hier, auf jeden Fall aber netter und besser als die
ersten beiden Teile, joa. Die erste Animationsfilmreihe bei der ich
meine, dass die Teile besser werden (Shrek *hust*).
6/10
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Tags: Identität, Nick und Norah, Michael Cera, Ice Age
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| Filme im... Dezember 09 - Kino
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von: M_C |  05.01.2010 23:03:40
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Dezember ist Kinomonat:
Avatar - Aufbruch nach Pandora
Zombieland
Zweiohrküken
Avatar - Aufbruch nach Pandora, 3D @ UFA-Palast Stuttgart
James Camerons (Terminator, Titanic) Großprojekt, lange erwartet,
groß gehypt, nun mit entsprechend großen Erwartungen endlich in unseren
Kinos.
Wer noch nichts davon mitbekommen hat der schäme sich zunächst
einmal für seine Unwissenheit, bekommt nun aber eine kurze Einführung:
Weit in der Zukunft: Ein an den Rollstuhl gefesselter Ex-Marine (Sam
Worthington, u.a. Terminator 4) wird auf den Planeten Pandora gebracht,
um dort für seinen verstorbenen Bruder am AVATAR-Programm
teilzunehme-n. Das AVATAR-Programm macht folgendes: Der Geist der
Person wird in den eigens dafür gezüchteten Na'Vi Körper verfrachtet,
dieser kann nun gesteuert werden. Na'Vi sind die außerirdischen
Ureinwohner von Pandora, 3 Meter große, blaue, humaniode Wesen. Was
wollen nun die Menschen auf diesem Planeten? Was auch sonst als ihn
ausbeuten. Da haben die naturverbundenen Na'Vi natürlich etwas dagegen,
deshalb soll unser Held im Körper seines Avatar ihr Vertrauen gewinnen
usw., allerdings verliebt er sich und es kommt zum unvermeidbaren
Konflikt...
Das Handlungsgerüst ist solide, aber nichts Besonderes.
Natur-Technik-Konflikte und Ausbeutungsthematik sind nichts Neues, und
auch Überraschungen im Verlauf des Filmes findet man vergeblich, alles
ist ziemlich vorhersehbar. Die Charaktere wissen zu gefallen,
entsprechen teilweise auch bekannten Stereotypen, sind aber gut und
passend dargestellt. Speziell Sigourney Weaver als kumpelhafte
Forscherin fand ich super ("Ich brauch ne Zigarette. Verdammt nochmal,
wo sind meine Zigaretten!").
Wenn man aber keine ausgefeilte Handlung oder besonders fesselnde Charaktere erwartet, und das sollte man bei Avatar
definitiv nicht, den erwartet so einiges im visuellen Bereich.
Hinsetzen, 3D-Brille auf, genießen. James Cameron schafft es wirklich,
seiner Ankündigung einer Technikrevolution Taten folgen zu lassen. Der
gesamte Film ist auf 3D abgestimmt, welches nicht nur Gimmick ist wie
bisher. Wir sehen in den Raum hinein, fühlen die Explosionen vor
unserem Gesicht und gehen auf Entdeckungsreise in der dichten Natur von
Pandora, und ein paar absolute Höhepunkte sind auch dabei (große
Schlachten, große brennende Bäume, große Flugreptilien). Einfach
beeindruckend und umwerfend, vor allem wenn man sich bewusst macht dass
so ziemlich alles (also bis auf die Szenen im Quartier der Menschen)
computergeneriert ist, aber soooo gut aussieht und nicht künstlich
wirkt.
Umwerfend ist auch das Konzept der Welt Pandora an sich. Angelehnt
an unsere Erde, aber doch voller Phantasie wird hier alles an
Kreativität verbraten was der Geschichte vielleicht fehlt. Die Welt der
Na'Vi ist stimmig, aus einem Guss und wirklich wirklich interessant, da
ist noch Stoff für Spin-Offs, Sequels etc. en masse vorhanden.
Für die Bewertung möchte ich also Inhalt und Optik komplett getrennt
sehen, in meinen 3D-geschädigten Augen geht das hier einwandfrei.
Die Geschichte und alles was dazu gehört wären mir 6/10 wert, und
dieses visuelle Spektakel, nein Feuerwerk , nein dieser visuelle Big
Bang der hier abgefeuert wird sind natürlich glatte 10/10.
Macht insgesamt
8/10 Punkte Filmstarts.de-Kritik: 8/10 Bei filmszene.de: 10/10
Zombieland @ UFA-Palast Stuttgart
Zombielands Eröffnungssequenz sind verschiedene Szenen, in
denen Zombies Menschen killen, aufgenommen in Superzeitlupe, unterlegt
mit Metallicas For Whom The Bell Tolls. Sobald dieser Song
einsetzt und man den ersten Zombie Blut spucken sieht sollte man(n),
vorausgesetzt minimal actionbegeistert und unetrhaltungsaffin,
begeistert sein.
Sollte dies nicht der Fall sein, dann müssten spätestens die immer
wieder clever eingebauten Zombieüberlebensregeln des Hauptcharakters
(Nr.1: Fitness!; Nr.4: Anschnallen!; ...) oder die brüllend komischen
Oneliner seines Compagnons, dem zombiekillenden Raubein (Woody
Harrelson!) dafür sorgen. Oder die beiden toughen Schwestern inkl. der
aufreizend hübschen Emma Stone, die das ungleiche Männerduo auf ihrem
Weg durch das leergefutterte Amerika=Zombieland trifft. Oder vielleicht
die stylischen, blutigen, aber nie übertriebenen Zombiekill (hallo? FSK
16?!).
Und wenn das alles noch nicht ausreicht, dann kommen einer der (für
mich) besten und lustigsten Gastauftritte der Filmgeschichte oder
grandiose popkulturrelle Anspielungen ("Das Beste an Zombieland? Keine
Facebook Statusupdates mehr") daher und machen den Spaß perfekt.
Ein durchweg gelungener Film, auf den jeder, der auch nur ein
bisschen mit Zombies und Humor anfangen kann, einmal einen Blick werfen
sollte!
8,5/10 Filmstarts.de-Kritik: 9/10 Bei filmszene.de: 8/10
Zombieland Intro:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=PE4Zj9s48XQ]
Zombieland Trailer:
[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=M-cIjPOJdFM]
Zweiohrküken @ Gloria Stuttgart
Zweiohrküken ist bekanntermaßen der Nachfolger von keinohrhasen. Den
fand ich eigentlich ganz gut/okay. Den hier weniger. Es wird eigentlich
wenig neues geboten: die Story ist halt Liebeskomödien-Einheitsbrei,
und wenn mal ein (vorhergesehener) Wendepunkt kommt, so wird die
Stimmung durch einen anscheinend random gestarteten
0815-Schmalzchartpopsong zerstört. Ich saß wirklich vor der Leinwand
und hab Songbingo gespielt. "sooooooo, jetzt startet's. Die
Sexwitzchen sind leider auch nicht mehr so treffend wie beim Vorgänger,
und wenn jemandem ein Beutel voller Exkremente ins Gesicht fliegt kann
ich leider auch einfach nicht mehr lachen, tut mir Leid.
Immerhin hat es "Mastermind" Til Schweiger aber geschafft, gute
deutsche Schauspieler zu verpflichten. Nora Tschirner ist einfach
zuckersüß, Matthias Schweighöfer mag ich sowieso, und auch der Till
selbst macht's ganz ordentlich. Außerdem wären da noch Heiner
Lauternach und Uwe Ochsenknecht zu nennen, die in lustigen Nebenrollen
sozusagen Jürgen Vogel beerben.
Und grundsätzlich bin ich für diese Art Film ja zu haben, also großzügige
5/10
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Tags: 3D, Avatar, James Cameron, Zombieland, Zweiohrküken
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