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Autor: Boert84
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Die Sonne als Feind des Menschen, Infos zur Sonnenallergie

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Die Sonne als Feind des Menschen
von: Boert84 |  28.05.2008 18:41:46

Die Sonne als Feind des Menschen

 

Infos zur Sonnenallergie

 

Hautveränderungen und Juckreiz, die nach einer Sonnenbestrahlung auftreten, werden allgemein als Sonnen- oder Lichtallergie bezeichnet. Genauer betrachtet verbergen sich aber verschiedene Erkrankungen hinter den Beschwerden. Die Beschwerden können durch lichtallergische Reaktionen hervorgerufen werden oder auch Folge einer toxischen Schädigung sein, die bei Lichteinwirkung in Zusammenhang mit bestimmten Substanzen auftritt. Betroffen sind etwa 10 bis 20 Prozent der Bevölkerung. Die eigentliche Ursache ist bis heute unbekannt, auch, ob es sich wirklich um eine Allergie handelt wird diskutiert.

 

 

Symptome:

 

  • kleine, juckende Knötchen an den Austrittstellen der Körperhaare
  • juckende Quaddeln und Knötchen nach der Sonnenbestrahlung, meistens im oberen Brustbereich, an den Armen und im Gesicht

 

 

Meine Mutter hatte nie Probleme beim Sonnenbaden. Auch bei praller Hitze liebte sie es, im Garten „rumzuackern“... doch seit etwa einem Jahr hat sie eine Sonnenallergie, die sich durch die oben aufgeführten Symptome zeigt. Sie kann nur noch in langärmeligen Blusen in den Garten gehen. Nur, warum plötzlich?

 

 

Krankheiten, die sich hinter einer Sonnenallergie verbergen:

 

  • photoallergische Kontaktekzeme, schwerste Form der „Sonnen-Utrikaria“, die zum anaphylaktischen Schock führen kann, ist eine durch Sonnenlicht ausgelöste Form der Nesselsucht, sofort den Notarzt rufen
  • Mallorca-Akne (kleine, juckende Knötchen im Bereich der Körperhaare, seltene Form)
  • Lichtdermatosen (juckende Knötchen und Quaddeln im oberen Brustbereich, an den Armen, im Gesicht
  • Porphyrie (Stoffwechselkrankheit, bei der aufgrund eines Enzymdefekts die Bildung des roten Blutfarbstoffes nicht richtig abläuft, bei der chronischen Form der  Porphyrie kann die Haut zu Blasen- und Narbenbildung neigen, sehr schmerzhaft

 

 

Mögliche Auslöser:

 

Die Auslöser für eine Sonnenallergie, die im Zusammenhang mit anderen Stoffen auftritt, sind nicht immer leicht zu identifizieren. Sie entstammen aber drei Bereichen:

 

Kosmetika:

 

  • auch Auslöser in einigen Sonnenschutzmitteln, z.B. Substanzen: Benzophenone-3, Benzophenone-4, Isopropylphenyl-Phenylpropandion, PABA, 4-Methylbenzylidene Camphor, Octyl Dimenthyl  PABA
  • Duftstoffe und vor allem ätherische Öle in Parfüm, Seife, Rasierwasser, Shampoo
  • Konservierungsstoffe in diversen kosmetischen Mitteln

 

Arzneimittel:

 

  • desinfizierende Mittel wie halogenierte Salizylanilide, Hexachlorophen, Chlorhexidin
  • Antibiotika/Chemotherapeutika
  • Rheumamittel, wie Indometazin
  • Mittel gegen Herzrhythmusstörungen, wie Chinidin, Amiodaron
  • entwässernde Mittel, wie Hydrochlorothiazid
  • Psychopharmaka, z.B. Phenothiazine wie Chlorpromazin
  • teerhaltige Hautpräparate gegen Ekzeme

 

 

Pflanzen (Wiesengräserdermatitis):

 

  • Doldenblüten: Bärwurz, Karotte, Schierling, Sellerie
  • Hahnenfußgewächs: Wiesenraute
  • Rautengewächs: weißer Diptam
  • Zitrusfrüchte: Bergamotte, Apfelsine, Grapefruit
  • Maulbeergewächs: Feige
  • verschiedene Schmetterlingsblütler, Rosengewächse, Korbblütler

 

 

Diagnose durch den Hautarzt

 

  • an den sonnenbrandähnlichen Stellen an Gesicht, Hals, Nacken und Händen erkennt der Arzt, ob es sich um diese Allergie handelt
  • es wird ein Photo-Patch-Test durchgeführt, ggf. wird gleichzeitig auf bedenkliche Substanzen gestestet

 

 

Therapie:

 

  • kurzzeitig Cortison-Salbe oder – creme (bis zu einer bestimmten Dosierung ohne Rezept erhältlich)
  • Antihistaminika (entzündungshemmend und juckreizstillend, kühlend, mehrmals täglich als Gel anwenden)
  • systematisch Cortison bei extremen Beschwerden
  • Antibiotika bei Infektionsgefahr
  • kalte Umschläge helfen
  • auch helfen Aufgüsse aus Eichenrinde oder schwarzem Tee
  • kühlendes Gel: Soventol HydroSpray 0,5 %, wirkt mit Hydrocortison und lindert die Entzündung, lässt die Beschwerden schnell abklingen, rezeptfrei in der Apotheke erhältlich

 

Vorbeugung:

 

  • Therapeutische Bestrahlung
  • ß-Karotin-Aufnahme
  • langsame Gewöhnung an die Sonne
  • bedeckende Kleidung, möglichst mit dichterem Gewebe, ggf. Kopfbedeckung und Sonnenbrille
  • soweit dagegen nicht allergisch, Sonnencreme verwenden , empfohlen mit: Zinkoxid und Titandioxid, in der Apotheke erhältlich

 

Weitere Informationen beim Hausarzt erfragen!

 

Ich wünsche allen einen schönen, angenehmen Sommer!aHaut zu d

 

Tags: 

Sonnenallergie, Ausschlag, Sonnenbrand, Hautrötung, Hilfe bei Sonnenallergie

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