Themenseite  

www.amazon.de

Diabetes - Wohlstandskrankheit oder Schicksal ?

Autor: Martina M.
Bewertung: 6,00 | 4 Stimmen
Beschreibung:

Diabetes Typ I und II

Themenmitglied werden?  
 
Diabetes Typ I und II
von: Martina M. |  22.01.2009 03:04:22
Es wird angenommen, dass die Häufigkeit von Diabetes-Erkrankungen überwiegend in den Wohlstandsländern vermehrt auftritt. Dies verleiht ihr den Ruf einer sogenannten „Wohlstandskrankheit“ ähnlich wie Herzinfarkt und Krebs.

Aber warum treten diese Krankheiten gerade in den gut ernährten Industrienationen so häufig in Erscheinung ?

Sehen wir uns die gesellschaftliche Struktur und das Umfeld einmal etwas näher an.

Ernährungsbedingt sind wir an einen Punkt gekommen, wo wir praktisch überernährt werden mit Kohlehydraten, Eiweißen und Vitaminen. Dazu kommen noch Stress, hastiges Essen und gesellschaftlicher Druck. Es ist bekannt, dass die Wechselwirkung von nicht angepasster Ernährung und Stress viele dieser Krankheiten verursachen kann. Das tägliche Leben fordert nicht unseren Körper, so wie es in früheren Zeiten war, sondern belastet den Geist und die Seele. Durch den Bewegungsmangel werden Stress-Situationen nicht abgebaut.

Wir unterteilen verschiedene Diabetes Typen:

Die Veranlagung zu Diabetes mellitus Typ I vermutet man in der angeborenen Störung der Inselzellen. Die Insulinzellen produzieren kein Insulin oder erschöpfen sich im Laufe der Zeit und der Patient ist lebenslang auf die künstliche Zufuhr von Insulin angewiesen. Die Krankheit kommt im Kindesalter oder in der Jugend zum Vorschein. Die moderne Medizinforschung ist heutzutage imstande künstliches Insulin zu produzieren, dass auf jeden Patienten exakt eingestellt werden kann.

Diabetes mellitus Typ II, früher auch Altersdiabetes genannt ist eine Diabetesform, die meist im späteren Leben erworben wird. Mit dem Alter selbst hat dies nichts zu tun, da zunehmend auch jüngere Personen befallen werden können. Hier ist zwar noch teilweise eine Insulinproduktion vorhanden, jedoch nicht mehr ausreichend. Eine Infektion oder eine angeborene Störung können hier ausschlaggebend für den Ausbruch der Krankheit sein.

Beim Typ II kann auch eine Insulinresistenz vorliegen. Die Zellen benötigen Insulin als Schlüssel, damit diese Glucose aufnehmen können um diese zu verwerten. Reagieren jedoch die Zellen nicht auf diesen „Schlüssel Insulin“ sind die Zellen nicht fähig Glucose zu verwerten. D.h. die Zellen verlangen weiter nach Nahrung. Der Mensch bekommt Hunger und nimmt eigentlich mehr zu sich als er benötigt. Es erfolgt eine Steigerung der Insulinproduktion, da sich jetzt zuviel Zucker im Blut befindet, da die Zellen die vorhandene Glucose nicht verbrennen koennen um diese in Energie umzuwandeln. Durch die ständige Dauerproduktion von Insulin erschöpfen sich im Laufe der Zeit die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse und es kommt zum Stillstand der Insulinproduktion. So kann aus einen Typ II Diabetiker ein Typ I Diabetiker werden, der lebenslang auf die Zugabe von Insulin angewiesen ist.

Der Typ II Diabetiker merkt lange nicht, dass er Diabetiker ist, weil Diabetes am Anfang keine Beschwerden macht und man keine Schmerzen empfindet. Durch dieses Unempfinden beginnt schleichend der Werdegang zum Typ I Diabetiker.

Oft wird Diabetes bei Routineuntersuchungen, Pilzerkrankungen oder bei häufig wiederkehrenden Infektionen, festgestellt. Beim akuten Verlauf kann es zum sogenannten „Zuckerschock“ kommen, der unbehandelt tödlich enden kann.

Die Folgeerkrankungen einer Diabetes zeigen sich in Sehschwächen, Herz und Gefäßkrankheiten. Patienten mit Diabetes erleiden nicht selten einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Amputation des Beines, bei diabetesbedingten Durchblutungsstörungen, ist nur ein Beispiel der Folge von Diabetes. Ständige Infektionen verursachen Nebenkrankheiten.

Wird die Krankheit Diabetes erkannt ist eine patientengerechte und abgestimmte Einstellung notwendig. Beim Typ II Diabetiker kann schon die Umstellung der Lebensverhältnisse (Ernährung, körperliche Bewegung) einen Erfolg bringen. Medikamentöse Behandlungen unterstützen den Krankheitsverlauf positiv und helfen übergewichtigen Personen ihr Essverhalten in den Griff zu kriegen. Die Teilnahme an Diabetikerschulungen und vor allem die Einsicht, dass gewisse Verhaltensweisen geändert werden müssen sind im positiven Erfolg messbar.

Diabetes ist in den meisten Fällen nicht heilbar, jedoch ist eine gute Einstellung und die positive Grundstimmung und Einsicht des Patienten ein Faktor, der die Lebensumstände für Menschen mit Diabetes tragbar macht. Heutzutage können auch Menschen mit richtig eingestelltem Diabetes ein hohes Lebensalter und gute Lebensqualität erreichen.
 

Tags: 

Diabetes Typ I und II, Insulin, Stoffwechselkrankheit

Kommentare (3)
 

Aktuelle Beiträge

Diabetes Typ I und II


Archiv

Mehr vom Autor

Ähnliche Themen

Thema bewerten
Sie können diesem Thema 1-6 Punkte geben:
           
Punkte: 1
Aktuelle Wertung:
6,00 | 4 Stimmen
 

Autoren
Mitglieder
----
 

Über Typeer | FAQ | Presse | AGB | Impressum | Team | Datenschutz | Mitglied werden | Themen von A - Z | Beiträge von A - Z