Hallöchen liebe Leser!
Mit meinem heutigen Bericht gibt es etwas für die Bildung.
Heute habe ich mit meinem Mann einen Marathon absolviert. Wir haben einen Ausflug nach Berlin in Richtung Gendarmenmarkt gemacht und eine Sehenswürdigkeiten angesehen. Selbst ich, der ich nicht weit von Berlin geboren bin, habe noch nicht alles gesehen. Es gibt leider noch viele Sehenswürdigkeiten, die ich noch nicht besucht habe und die ich mir noch ansehen möchte. Unser Rundgang begann im DDR-Museum, ging weiter zum Gendarmenmarkt zum Berliner Dom, Französische Kirche und Deutscher Dom. Vom letzten möchte ich euch heute berichten. Wir besuchten den
»Deutschen Dom«
Dieser Dom steht auf dem Gendarmenmarkt unmittelbar in der Nachbarschaft mit dem Konzerthaus, dem Französischen Dom und der Französischen Kirche.



Seiteneingang
Adresse:
Deutscher Dom
Am Gendarmenmarkt 1
10117 Berlin
Tel. 22 73 04 31
Anfahrt:
U-Bahn-Linie U2, Haltestelle Stadtmitte
U6 Haltestelle Französische Str.
Bus 147
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Montags an Feiertagen geöffnet
Eintritt und Führungen kostenfrei
Kommen wir erst einmal ein wenig zur Geschichte des Doms. Der Deutsche Dom gehört mit zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten von Berlin und ist in allen Touristeninfoheften erwähnt. Er befindet sich auf dem Gendarmenmarkt.
Geschichte:
Der Deutsche Dom wurde von 1701 bis 1708 gebaut. Der Bau erfolgte nach den Plänen von M. Grünberg und wurde durch Giovanni Simonetti errichtet. Im Jahre 1780 bis 1785 wurde durch Carl von Gontard das Gebäude erweitert und es entstand der Kuppelturm. Dieser Kuppelturm wurde gemeinsam mit dem Französischen Dom gebaut. Diese Baumaßnahmen geschahen im Auftrag von König Friedrich II. im Zuge der Neugestaltung des Gendarmenmarktes. Ausgeführt wurden die Baumaßnahmen durch Carl von Gontard.
Die beiden Kuppeltürme entstanden nach dem Vorbild der Zwillingskirchen an der Piazza del Popolo in Rom.
In den Jahren 1881–1882 wurde die Kirche wegen der Baufälligkeit zum großen Teil abgerissen und im Stil des Neobarocks wieder aufgebaut.
Im 2. Weltkrieg, genauer gesagt 1943, wurde der Deutsche Dom, wie viele andere Sehenswürdigkeiten, durch einen Brand zerstört. Man begann 1982 mit dem Wiederaufbau und er konnte schließlich im Jahre 1996 nach erfolgter Restaurierung wiedereröffnet werden. Er beherbergt seit dem die Ausstellung „Fragen an die Deutsche Geschichte“. Sie ist eine Weiterentwicklung der seit 1971 im Reichstagsgebäude existierenden Ausstellung..
Seit 2002 befindet sich in diesem Gebäude eine Ausstellung des Deutschen Bundestages, mit dem Namen:“ Wege, Irrwege, Umwege. Die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie
in Deutschland.“




Das war die Theorie, kommen wir zur Besichtigung.
Meine Eindrücke:
Nach dem wir endlich einen kostenpflichtigen Parkplatz am Französischen Dom gefunden haben, wollten wir uns diesen auch ansehen, aber wir kamen nicht rein, er war geschlossen. Wir mussten um diesen Dom herumlaufen und standen in der Mitte des Gendarmenmarktes. Vorbei ging es an der Französischen Kirche und am Konzerthaus. Gleich in der unmittelbaren Nachbarschaft des Konzerthauses stand er der „Deutsche Dom“. Was für ein Bau! Hoch ging es die 10 Treppen. Drin standen wir im Inneren des imposanten Doms. Von diesem runden Eingangsbereich konnten wir bis zur Kuppel hoch sehen. Der Dom erstreckt sich über 5 Etagen. Auf allen Etagen befindet sich die Ausstellung über den Deutschen Bundestag. Natürlich befindet sich im Dom kein Lift, man muss mühselig die vielen Treppen erklimmen, die wendelartig in die einzelnen Etagen führen.
Die Ausstellung beginnt mit der Darstellung der Auswirkung der französischen Revolution von 1789 auf die deutschen Territorien, beschreibt den Kampf der liberalen und nationalen Bewegung für politische Freiheit und nationale Einheit.
Folgende Epochen des deutschen Parlamentarismus werden in der Ausstellung gezeigt:
Ebene 1 – Der deutsche Frühparlamentarismus und die Revolution 1848/49
Ebene 1.1. – Das parlamentarische System der Bundesrepublik Deutschland
Ebene 2 - Parlamentarismus a) im kaiserlichen Deutschland und b) in der Weimarer Republik
Ebene 3 – a) Der NS-Staat, b) Scheinparlamentarismus in der DDR
Ebene 4 – a) Frauen und Politik, b) Europäische Integration und interparlamentarische Zusammenarbeit
Ebene 5 – Parlamentsarchitektur in Deutschland
Turmebene 5 – Sonderausstellung Deutscher Dom –Bauwerke im Wandel





War ganz schön anstrengend, aber sehr interessant. Jede Ebene bot uns etwas Interessantes. Man konnte hier wirklich sein Wissen erweitern. Ihr könnt euch ja die Fotos ansehen, da kann man einiges von der Ausstellung sehen. Wir nahmen an keiner Führung teil. Schulklassen und alle, die mehr über politische Entwicklung Deutschlands besonders im letzten Jahrhundert erfahren möchten, sollten sich für eine kostenpflichtige Führung anmelden.
Alle Ebenen enthalten multimedial ausgestattete Räume, zum Teil mit Sitzen, wo die Geschichte anschaulich erläutert wird.
Das altehrwürdige Äußere des Doms lässt eine solche hochmoderne Ausstattung der Ausstellungsräume nicht vermuten.
Kurz vor der Bundestagswahl konnte man sich in einem Raum an drei PCs ganz aktuell über die für den Bundestag zur Wahl stehenden Parteien informieren.
Ich komme nun aber noch einmal auf den Dom als Gebäude zurück.
Die Wände sind auf allen Ebenen nicht verputzt. Hier kann man nur rote Mauersteine sehen. Es befinden sich zwei große Statuen und ein Nagelkreuz von Coventry. Außerdem befindet sich hier noch ein Infopult, wo man Artikel über den Bundestag kaufen kann.
Der Bau ist schon sehr imposant. Der Dom besitzt ein prachtvolles Äußeres. Aber auch von Innen ist er sehr sehenswert. Von Außen sieht die Fassade doch noch sehr neu aus. Hier kann man viele verschiedene Säulen und Figuren entdecken. Besonders beeindruckend fand ich den Kuppelturm.



Mein Fazit:
Dies war auch mein erster Besuch in diesem Dom und er hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Ein Besuch im Deutschen Dom lohnt sich wirklich. Der Eintritt ist kostenfrei.
Die Raumtemperatur im Dom war sehr angenehm, nicht stickig und warm. Nur die vielen Treppen der 5 Ebenen waren sehr mühselig und doch anstrengend, denn es war eine breite Wendeltreppe, wo man von Oben auch in die Tiefe schauen kann. Wer also Höhenangst hat, sollte schön weit an der Wand hochgehen.
Ich kann die Besichtigung dieses Doms nur weiterempfehlen.
Ich hoffe euch hat mein Bericht gefallen und er hat euch einen kleinen Einblick in dieses bekannte Gebäude gegeben.