Es ist eine ziemliche Schweinerei, dass der Allgemeinheit
vorgegaukelt wird, dass man nur weniger Fett essen muss, um rank und schlank zu
werden. Es ist doch verwunderlich, dass beispielsweise in Amerika, das für
seine zur Fettleibigkeit neigenden Bevölkerung bekannt ist, die Menschen mittlerweile
vermehrt auf ihren Fettverzehr achten, jedoch im Vergleich der letzten Jahre
immer dicker werden.
Folglich kann doch der Fettgehalt nicht alleine für eine
Gewichtszunahme verantwortlich sein.
Die Menschen versuchen, immer weniger Fett zu sich zu nehmen
in der Hoffnung, etwas Gewicht zu reduzieren und sind damit auf dem völlig
falschen Dampfer. Sie versuchen eine Diät nach der anderen und sind schließlich
nur noch mehr frustriert, weil sie nicht das gewünschte Ergebnis bringen.
Schlussendlich gibt man auf und ist seinem Ziel abzunehmen kein Stück näher
gekommen, im Gegenteil, oft kommen dank Jojo-Effekt weitere Pfunde hinzu, die
das Übel noch vergrößern. Vor allem über Werbung und die Packungsaufschriften der
Lebensmittel in den Geschäften werden die Menschen animiert, fettarme
Lebensmittel einzukaufen, es wird suggeriert, dass alleine das Reduzieren von
Fett den gewünschten Erfolg bringt. Dabei wird nichts über den
Kohlenhydratanteil dieser ach so gesunden fettarmen Lebensmittel erwähnt. Die
meisten fettreduzierten Lebensmittel enthalten nämlich stattdessen einen hohen
Kohlenhydratanteil. Da die Menschen sich heutzutage generell weniger bewegen
als früher, ist dieser Wert wichtiger als zuvor.
Um abzunehmen muss mehr Energie verbraucht werden, als sie
dem Körper zugeführt wird. Das spielt heute eine größere Rolle als früher, da
sich die Menschen heute häufig nicht genug bewegen. In vielen Berufen sitzt man
überwiegend und hat oft nach der Arbeit nicht mehr die nötige Zeit, regelmäßig
Sport zu treiben. Daher verbrennt der Körper weniger und somit verringert sich
der Energiebedarf. In der Zeit der Jäger und Sammler haben sich die Menschen
körperlich betätigen müssen, um Fleisch oder Gemüse zum Essen zu besorgen, es
wurde gejagt, Kräuter und Gemüse mussten gesammelt werden. Damals gab es noch
keinen Ackerbau und es wurde sich hauptsächlich von Fleisch, Gemüse und
Kräutern ernährt. Die Menschen hatten durch die Bewegung einen höheren Energieverbrauch,
daher nahmen sie auch nicht direkt zu, wenn sie mehr aßen. Der Körper bestand
überwiegend aus Muskeln, die natürlich für den Energieverbrauch wichtig sind.
Wenn diese Bewegung fehlt, muss folglich auch die Energiezufuhr
heruntergefahren werden, damit man sein Gewicht halten kann bzw. damit man
abnimmt, d. h. es müssen weniger Kohlenhydrate verzehrt werden. Um erfolgreich
abnehmen zu können, sollte die Energiezufuhr etwas niedriger sein, als der
Energieverbrauch, damit sich der Körper an den Ressourcen bedient und
schließlich die Pfunde schwinden. Zu niedrig sollte er allerdings auch nicht
sein, damit der Körper nicht unterversorgt ist. Außerdem ist es wichtig, dass
durch regelmäßige Bewegung Muskeln aufgebaut werden, die den Erfolg verstärken.
Regelmäßige sportliche Betätigung ist auch deshalb wichtig, damit der Körper
bei weniger Energiezufuhr nicht die Muskelmasse abbaut. Zusätzlich strafft Sport
das Gewebe, das bei größerem Gewichtsverlust ansonsten erschlafft.
Eine Mahlzeit mit hohem Kohlenhydratanteil lässt den
Insulinspiegel in die Höhe schnellen, um danach wieder extrem abzufallen, so
dass der Hunger schneller wiederkehrt. Der Insulinpegel sollte auf einem gleich
bleibenden Niveau gehalten werden, damit die Bauchspeicheldrüse nicht unnötig belastet
wird und man nicht so schnell wieder hungrig wird.
Sehr bedenklich finde ich, dass Diabetiker, bei denen die
Insulinproduktion nicht richtig funktioniert, meistens einen Diätplan
verschrieben bekommen, der auf Kohlenhydraten aufbaut und bei dem die Fettzufuhr
verringert werden soll. Es wird also genau zu den Produkten geraten, die uns
als fettreduziert im Supermarkt angeboten werden. Dabei haben diese Produkte
meist einen hohen Kohlenhydratanteil, der den Diabetiker somit in einen
Teufelskreis bringt.
Zu viele Kohlenhydrate und zu wenig Bewegung verursachen
Diabetes Typ 2.
Das heißt nicht, dass man Fett im Überfluss zu sich nehmen
sollte. Zu viel Fett erhöht die Blutfettwerte und daher sollte auch auf den
Verzehr geachtet werden. Allerdings sollten Produkte in Vollfettstufe in Maßen
verzehrt werden, statt fettreduzierte Produkte im Überfluss, denn
fettreduzierte Produkte enthalten versteckte Kohenhydrate. Viele Fette
enthalten auch wichtige Stoffe für den Körper wie z.B. Omega-3- und
Omega-6-Fettsäuren. Daher sollte man verstärkt darauf achten, welche Fette man
zu sich nimmt, statt Margarine beispielsweise Rapsöl zum Braten und Kochen und
auf dem Brot lieber dünn gestrichene Butter. Fleisch enthält oft gar keine oder
nur wenig Kohlenhydrate. Gemüse und Obst enthalten zwar Kohlenhydrate, aber im
Vergleich zum sonstigen Nutzen für den Körper durch z.B. Vitamine, fällt das
nicht ins Gewicht, wenn man von sehr süßen Früchten wie beispielsweise Ananas
oder Trauben nicht im Überfluss isst.
Alles in allem ist es meiner Meinung nach also wichtig, den Kohlenhydratanteil
seiner Mahlzeiten zu verringern und auch darauf zu achten, welche Fette man zu
sich nimmt. Dann muss man nicht hungern, sondern kann seine Ernährung mit
relativ wenig Aufwand umstellen und kann sich sicher sein, mit viel Gemüse,
Obst, Fisch, magerem Fleisch und den richtige Fetten seinen Körper nicht unnötig
zu belasten und wenn nötig doch langsam, aber stetig, ein paar Kilos los zu
werden.
Seit Jahren
suggerieren uns die Medien: Wer auf seine Figur achten oder sogar abnehmen
will, der muss nur weniger Fett zu sich nehmen. Und jeder schaut seitdem
besonders auf den Fettgehalt der Lebensmittel. Produkte mit der Aufschrift
„fettarm“, „fettreduziert“ oder gar „fettfrei“ scheinen ideal zu sein, um
bedenkenlos schlemmen zu können.
Ein Denkfehler. Fettarme Produkte sind nicht automatisch
kalorienarm. Im Gegenteil. Oft enthalten gerade solcherart beworbene Produkte
besonders viel Zucker. Und der legt sich nahezu ebenso gut um unsere Hüften wie
das Fett, das wir vermeiden wollten.
Fett und Kohlenhydrate (Zucker) machen dick
Nach landläufiger Meinung ist das mit dem Abnehmen ganz
einfach: Wir müssen nur so wenig wie möglich Fett verzehren, und schon purzeln
die Pfunde. Kohlenhydrate, beispielsweise Nudelgerichte, dürften wir dagegen
essen so viel wir wollen. Kein Wunder, dass wir uns aus den Supermarktregalen
mit Vorliebe solche Produkte auswählen, die unseren Wünschen offensichtlich
entsprechen. Machen uns doch Angaben wie „fettarm“ oder „fettreduziert“
glauben, dass das Produkt keine oder jedenfalls kaum Kalorien enthält.
Ein schwerwiegender Irrtum, vor allem deshalb, weil nicht
allein das Fett dick macht, sondern die insgesamt aufgenommene Energiemenge,
die aus Fett und Kohlenhydraten (Zucker) besteht. Wer seinem Körper mehr
Energie zuführt als er verbraucht, nimmt zu. Eigentlich ganz einfach.
Zu viel Zucker macht krank
Was jedoch nicht auf dem Etikett steht, oder zumindest nicht
in ähnlich auffälliger Form wie der Fettgehalt, ist die Tatsache, dass fettarme
Produkte durchaus Zucker enthalten können. Und das in vielen Fällen nicht zu
knapp. Wussten Sie beispielsweise, dass Müslis, Cornflakes & Konsorten aus bis
zu 40 Prozent Zucker bestehen? Oder dass in einer 150-g-Tüte Fruchtgummis oder
Gummibärchen – obwohl praktisch fettfrei – umgerechnet etwa 40 Stück
Würfelzucker stecken (Zuckergehalt fast 80 %)?
Rechenbeispiel: 100 g
Zucker sind etwa 33 Stück Würfelzucker. Eine Portion Frühstücksflocken (200 g),
„angereichert mit Vitaminen und wertvollen Cerealien“ – wie die Werbung uns
erklärt – besteht etwa zu 40 Prozent aus Zucker, das sind 80 g also 26,4 Stück
Würfelzucker.
Zudem wird in fettreduzierten Varianten, zum Beispiel von
Milchprodukten, häufig mehr Zucker zugesetzt als im Normalfett-Produkt, um so
den Geschmack zu verstärken. Ein Vollmilchjoghurt mit Frucht enthält 3,5% Fett
und 150 kcal. Die fettreduzierte Variante bei 0,1% Fett immer noch110 kcal.
Betroffen von dieser Entwicklung sind nicht nur Erwachsene,
sondern vor allem Kinder. Jeder dritte Jugendliche und jedes fünfte Kind ist
nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung inzwischen übergewichtig
– jedes zehnte Kind bereits „fettleibig“. Diabetes, Gicht und Bluthochdruck
sind die Folgen von Bewegungsmangel und falscher Ernährung. Bereits Achtjährige
leiden heute unter Alterszucker (Diabetes Typ II).
Zuckergehalt wird verschleiert
Problematisch ist, dass der Verbraucher häufig gar nicht so
einfach erkennen kann, ob und wie viel Zucker ein Lebensmittel enthält. Die
Hersteller „verschleiern“ nämlich auf dem Etikett oft den Zuckergehalt durch
die verschiedensten Namen: Begriffe wie Fruktose, Saccharose, Dextrose,
Glukose, Maltodextrin, Glucosesirup oder gar natürliche Fruchtsüße bedeuten
nichts anderes als Zucker, der pro Gramm immerhin mit 4 Kalorien zu Buche
schlägt.
Mit der neuen EU-Verordnung zur Lebensmittelkennzeichnung,
die am 1. Juli 2007 in Kraft trat, wird vielen der irreführenden Werbesprüche
ein Riegel vorgeschoben. So darf beispielsweise ein Produkt mit hohem
Zuckergehalt nicht mehr als „fettarm“ angepriesen werden, ohne dass gleichzeitig
auf den Zuckergehalt hingewiesen wird. Bis sich die neuen Vorschriften allerdings
im Supermarkt bemerkbar machen, müssen wir voraussichtlich bis 2009 warten. Bis
dahin gilt: Bei fettarmen Produkten immer das Kleingedruckte lesen.
Süßwaren
Lebensmittel
(pro 100 g)
kcal
kJ
BE
KH (g)
Fett (g)
Fruchtgummi,
Gummibärchen
328
1394
7,0
76,0
0,0
Hartkaramell
352
1498
8,0
87,9
0,0
Kakaogetränkpulver
362
1536
7,5
81,0
2,0
Kakaopulver,
entölt
343
1427
1,0
10,8
24,5
Kaugummi ohne
Zucker
220
920
0
55,0
0,0
Kaugummi
314
1336
7,0
78,5
0,0
Kinderschokolade
536
2237
5,0
52,3
31,2
Marzipan
486
2033
5,0
57,4
24,9
Milchschnitte
409
1707
3,0
35,0
26,0
Milchschokolade
mit Nuss
552
2301
4,5
47,5
36,0
Milchschokolade
536
2240
5,0
54,0
31,5
Mohrenkopf
435
1830
6,5
70,0
15,0
Müsliriegel
396
1659
4,5
48,3
19,1
Pfefferminzbonbon
401
1680
9,0
98,4
0,7
Pralinen
398
1687
8,0
86,7
5,3
Puffmais
(Popcorn)
364
1544
6,0
68,0
4,5
Puffreis
374
1588
8,0
86,0
0,5
Reiscrispies
382
1624
8,0
88,0
0,7
Schokoriegel mit
Karamell
457
1920
6,0
66,5
18,9
Schokoriegel
412
1730
6,0
63,5
15,5
Weichkaramell,
Sahnekaramell
379
1599
7,0
74,4
8,7
Weiße
Schokolade
543
2270
5,5
58,3
30,9
Zartbitterschokolade
mit Nüssen
528
2194
3,0
33,5
39,5
Zartbitterschokolade
498
2074
3,5
39,0
34,0
Legende: kcal = Kilokalorien - kJ = Kilo-Joule - BE =
Brot-Einheiten - KH (g) = enthaltene Kohlenhydrate in Gramm - Fett (g) =
enthaltenes Fett in Gramm.
Kuchen und Gebäck
Lebensmittel
(pro 100 g)
kcal
kJ
BE
KH (g)
Fett (g)
Apfelkuchen,
gedeckt
203
854
3,0
31,2
7,5
Apfelkuchen,
Hefeteig
132
557
2,0
22,8
3,3
Apfelkuchen,
Rührteig
206
866
2,5
27,6
9,2
Apfelstrudel
203
852
2,5
28,0
9,0
Berliner
(Krapfen)
317
1334
4,0
44,1
11,8
Bienenstich,
gefüllt
306
1354
3,0
34,3
18,7
Bienenstich,
ungefüllt
280
1174
3,0
33,5
14,0
Biskuitrolle
mit Erdbeersahne
208
870
2,0
23,4
11,3
Biskuitrolle
mit Marmelade
269
1139
5,0
57,5
2,3
Blätterteig
(Tiefkühl)
436
1816
3,5
35,8
30,6
Donauwellen,
Wesersteine
294
1229
3,0
32,6
16,5
Erdbeer-Sahnetorte
193
806
2,0
22,6
10,2
Gugelhupf
(Napfkuchen)
364
1524
4,0
43,9
18,0
Hefestückchen
278
1173
4,0
46,7
6,9
Hefeteigschnecke
324
1366
5,0
54,2
8,9
Hefezopf
300
1265
4,5
47,2
9,0
Käsekuchen
277
1156
2,5
25,7
16,5
Käsesahnetorte
248
1039
2,5
28,2
11,5
Marmorkuchen
388
1622
4,0
43,5
21,1
Nusskuchen
432
1795
2,5
27,5
33,4
Nusssahnetorte
314
1308
2,5
27,4
20,8
Obstboden (mit
Beerenobst)
258
1086
3,5
38,2
10,5
Obstboden (mit
Steinobst)
191
808
3,5
40,1
2,3
Obstboden,
Biskuit-
322
1361
5,0
55,0
7,1
Obstboden,
Mürbeteig-
432
1811
5,0
54,6
21,0
Plunderstückchen
395
1650
4,0
41,2
23,0
Rhabarberkuchen
190
795
2,0
22,4
10,1
Sandkuchen
382
1600
4,5
48,4
19,5
Schokoladenkuchen
333
1397
4,0
43,0
15,1
Schoko-Sahnetorte
303
1264
2,5
26,3
20,0
Schwarzwälder
Kirsch
251
1049
2,5
28,8
13,7
Schweinsohren
451
1880
4,0
43,1
29,4
Stollen
393
1646
4,5
47,1
20,4
Streuselkuchen
372
1563
5,0
54,1
14,5
Torteletts
212
893
3,0
35,3
6,3
Waffeln
400
1662
2,5
29,9
29,2
Zitronenkuchen
400
1672
4,0
44,0
22,0
Zucker-Butter-Kuchen
364
1526
4,5
46,8
17,2
Zwetschgenkuchen
167
705
2,5
29,0
3,8
Legende: kcal = Kilokalorien - kJ = Kilo-Joule - BE =
Brot-Einheiten - KH (g) = enthaltene Kohlenhydrate in Gramm - Fett (g) =
enthaltenes Fett in Gramm.
Unterschätzter
Zuckergehalt von Lebensmitteln
Lebensmittel
Kohlenhydratanteil
(Zuckergehalt gesamt)1
Anteil
in Würfelzuckerstücken
(gesamt)
1 Glas Saft
200 ml
(100 % Fruchtzucker)
18 g
7
1 Glas Eistee
200 ml
20 g
8
1 Glas Cola
200 ml
23 g
9
50 g
Yoghurt-Gums®
(1 Tagesportion Süßigkeit für 12-Jährige)