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DVD-Empfehlungen

Autor: Caillin
Bewertung: 5,50 | 2 Stimmen
Beschreibung:

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Hardcover
von: Caillin |  21.05.2009 08:40:33
Eckdaten: 
Titel: Hardcover - Die Wirklichkeit schreibt die schrägsten Geschichten 
Genre: Komödie (ist übrigens von den Machern von Lammbock) 
Laufzeit: 90 Minuten Film + 53 Minuten Bonusmaterial (Interviews mit Cast + Crew, Making of, Trailer) 
Sprachen: Deutsch 
Untertitel: Deutsch für Gehörgeschädigte 
Darsteller: Lucas Gregorowics, Justus von Dohnanyi, 
Wotan Wilke Möhring, Anna Dereszowska, Jans Sonsiok, Martin Semmelrogge 

Handlung: 
Christoph ist Autor, jedoch nur für die drittklassige Heftchenkrimiserie "Nick Sturm". Doch Christoph hat einen Traum - er will einen richtigen Roman schreiben, ein echtes Buch - ein Hardcover eben. Bis zur Verwirklichung dieses Traumes muss er sich jedoch bei einer Autovermietung etwas hinzu verdienen - Groschenromanautoren verdienen nun einmal nicht allzu viel. 
Eines Tages wird Christoph Opfer eines dreisten Autodiebstahls. Der Dieb wird gefasst, Christoph erkennt ihn auch, doch der Polizei sagt er, er sei es nicht und lädt den Kleinkriminellen Dominik erst mal auf ein Bier ein. 
Christophs Plan ist es, Realrecherche zu betreiben, um über echte Menschen in wahren Geschichten schreiben zu können. Er schließt einen Deal mit Dominik ab - der soll ihm helfen und erhält dafür 50% der Einnahmen des fertigen Buches. 
Wirklich druckreifes kommt dabei zunächst aber nicht heraus, denn Dominik verbringt die meiste Zeit pizzaessend auf dem Sofa. Als Christoph sich beschert, holt er eine Knarre raus um zu beweisen, dass er ein echter Gangster ist - und ein sich lösender Schuss trifft ausgerechnet das von Sandy, Dominiks Freundin, aus Salzteig gebackene Schaf. Diese kommt gerade in dem Moment nach Hause - und schmeißt Dominik raus, der sich einfach bei Christoph einquartiert. 
Wenigstens Dominiks Kontakt zu Chico Weidner- so etwas wie der Chef des Düsseldorfer Kiez - scheint vielversprechend zu sein. Allerdings ist Dominik nur eine sehr kleine Nummer in Weidners Imperium, gerade mal gut genug, um für ihn als Türsteher zu arbeiten und ab und an den Hund auszuführen. 
Doch als Christoph durch Zufall beobachtet, wie Chico einen seiner Männer brutal zusammen schlägt, ist er plötzlich viel näher an der kriminellen Szene dran, als ihm vielleicht lieb ist. Christophs Unsicherheit ist ihm dabei erst recht keine Hilfe, ganz im Gegenteil. So spricht er, unsicher ob er von Chico gesehen wurde, auf dessen Mailbox und macht ihn erst dadurch auf seine Mitwisserschaft aufmerksam, oder antwortet auf die deutliche Frage der hübschen Eva, was er noch so vorhabe, er wolle dann mal lieber nach Hause gehen.... 

Schauspielerische Leistung: 
Die Darsteller sind allesamt eher unbekannt, aber das tut dem Film keinen Abbruch, im Gegenteil. Die Rollen sind allesamt gut besetzt. Die Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend, wenn auch nicht überragend. Aber gut ist ja schließlich auch gut genug. 

Fazit: 
Der Film glänzt vor allem durch Wortwitz und Situationskomik. Besonders Christoph verursacht häufug ein halb amüsiertes, halb mitleidiges Kopfschütteln - oder eher das Bedürfnis, ihn mal ordentlich durchzuschütteln, damit er vernünftig wird. 
Die Figuren sind allesamt überzeugend, und der Film kommt sehr realitätsnah rüber. 
Ich kann ihn in jedem Fall weiter empfehlen.

 

Tags: 

Krimi, DVD, Kino, Film

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Hamlet
von: Caillin |  17.05.2009 20:33:13
Titel: Hamlet 
Spieldauer: 129 Minuten 
Sprachen: Deutsch und Englisch 
Untertitel: Deutsch 
Extras: Produktionsnotizen, Trailer, Making-of-Dokumentation 
Darsteller: Mel Gibson, Glenn Close, Alan Bates, Ian Holm, Helena Bonham-Carter 
Regie: Franco Zeffirelli 
Genre: Literaturverfilmung, Drama 
Die DVD ist bei Arthaus erschienen, einem Filmverlag, der sich auf anspruchsvolle und besondere Filme spezialisiert hat. 

Die Handlung: 
Einigen dürfte die Handlung von "Hamlet" bekannt sein, vermutlich noch aus Schultagen. Für alle anderen fasse ich diese hier kurz zusammen: 
Hamlet ist der Prinz von Dänemark. Vor Kurzem erst hat er seinen Vater, den König von Dänemark verloren. Erschwerend zu seiner Trauer kommt noch hinzu, dass seine Mutter bereits kurz nach dem Tod ihres Gatten dessen Bruder Claudius geheiratet hat. 
Eines nachts haben die Wachen eine seltsame Begegnung mit einem Geist, der dem verstorbenen König sehr ähnlich sieht. Sie berichten dem jungen Hamlet davon. Dieser hält in der nächsten Nacht mit ihnen Wache. Tatsächlich erscheint der Geist seines Vaters und berichtet von seiner Ermordung durch Claudius. Dieser hat sich zu dem schlafenden König in den Garten geschlichen und ihm ein Gift ins Ohr geträufelt. Der Geist lässt den jungen Hamlet Rache schwören. 
Doch Hamlet zögert zunächst. Er tut so, als habe er den Verstand verloren und beobachtet seine Umgebung. Er zweifelt an der Echtheit der Erscheinung, die er hatte und sucht nach Beweisen für den Mord. Schließlich lässt er eine Schauspieltruppe den Mord nachspielen. An der Reaktion seines Onkels erkennt er, dass dieser tatsächlich schuldig ist. 
Als Hamlet seiner Mutter wegen ihrer überstürzten neuen Heirat ins Gewissen redet, bemerkt er hinter dem Wandteppisch ihres Schlafzimmers eine Gestalt. Im Glauben, es handle sich dabei um Claudius, tötet er den dort lauschenden Polonius. Aus Trauer darüber verliert dessen Tochter Ophelia, die Hamlet geliebt hat, den Verstand. Ihr Bruder Laertes will den Tod seines Vaters und seiner Schwester rächen. Aufgestachelt durch Claudius vergiftet er die Spitze seines Degens, mit dem er ein offiziell eher spielerisches Duell gegen Hamlet ausfechten soll. Nur ein kleiner Kratzer genügt, um zu töten. Doch tragischerweise vertauschen die beiden während des Kampfes die Degen - sowohl Hamlet als auch Laertes bekommen von dem Gift ab. Zusätzlich hat der König noch einen Becher Wein vergiftet. Doch statt Hamnlet trinkt dessen Mutter daraus. Nachdem Hamlet Claudius gezwungen hat, das Gift zu trinken, und ihn getötet hat, sterben er und Laertes, vergeben jedoch noch vor dem Tod einander. 

Umsetzung und Besetzung: 
Franco Zeffirelli ist ein Experte, wenn es um Shakespeare-Verfilmungen geht. So hat er sehr erfolgreich Ende der Sechziger "Romeo und Julia" umgesetzt. Auch "Der Widerspenstigen Zähmung" hat er gekonnt umgesetzt, mit einer noch jungen Elisabeth Taylor. Nun also "Hamlet", das zu meinen absoluten Lieblingsstücken gehört. Diese Verfilmung ist von vorne bis hinten gelungen. Zwar meinte mein Deutschlehrer, er könne Mel Gibson als Hamlet nicht ernst nehmen, weil er in ihm immer "Mad Max" sieht. Ich verbinde den Hauptdarsteller jedoch mit keiner bestimmten Rolle und empfinde ihn daher als überzeugenden Hamlet. Die Melancholie und Zweifel des jungen Prinzen bringt er ebenso gut rüber wie den gespielten Wahnsinn. Auch Glenn Close spielt die Königin Gertrud sehr überzeugend. Fehlbesetzungen gibt es meiner Meinung nach bis in die kleinste Nebenrolle keine. 
Das absolute Highlight dieses Films ist für mich jedoch Helena Bonham-Carter als Ophelia. Besonders als Ophelia den Verstand verliert, absolviert sie eine schauspielerische Meisterleistung, wie ich sie nur selten gesehen habe. 
Ich habe schon einige Hamlet-Inszenierungen gesehen und auch die Verfilmung von Kenneth Branagh, aber eine bessere Ophelia habe ich noch nicht gesehen, und das obwohl Kate Winslet, die diese Rolle bei Branagh spielt, eine überaus talentierte Schauspielerin ist und ihre Rolle ebenfalls sehr gut spielt. 

Fazit: 
Diese Verfilmung lohnt sich für Shakespeare-Fans in jedem Fall. Auch Freunden von Literaturverflimungen dürfte er gefallen. 
Vorsicht jedoch bei jenen, die den Film nur wegen Mel Gibson schauen wollen. Meine Kollegin hat das gemacht und fand ihn furchtbar. Die mag aber auch unverständlicherweise keinen Shakespeare. In jedem fall eine sehr gelungene Umsetzung des klassischen Stoffes, die ich nur empfehlen kann.

 

Tags: 

Shakespeare, Film, DVD

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Ein Sommernachtstraum
von: Caillin |  17.05.2009 08:56:39
Titel: Ein Sommernachtstraum 
Originaltitel: A Midsummer Nights Dream 
Spieldauer: ca. 115 Minuten 
Sprachen: Deutsch und Englisch 
Untertitel: Deutsch und Deutsch für Hörgeschädigte 
Extras: Featurette, Fotogalerie, Interviews, Zur Geschichte des Theaterstücks, Behind the Scenes, Produktionsnotizen, Presseheft (DVD-Rom), Trailer 
Darsteller: Rupert Everett, Michelle Pfeiffer, Calista Flockhart, Sophie Marceau, Christian Bale, Kevin Kline, Stanley Tucci 
Regie: Michael Hoffman 
Genre: Literaturverfilmung/Komödie/Romanze 
Erschienen bei Arthaus 

Die Handlung: 
Hierbei handelt es sich um die Verflimung des gleichnamigen Shakespeare-Stückes. 
Während der Herzog Theseus seine Hochzeit mit der Amazone Hippolyta vorbereitet, hat die junge und hübsche Hermia ein ganz anderes Problem. Sie liebt Lysander, und er sie. Doch ihr Vater ist so gar nicht mit der Wahl seiner Tochter einverstanden und möchte, dass sie Demetrius heiratet, was diese wieder gar nicht will. Das ganze wäre vielleicht nur ein Familiendrama, gäbe es da nicht eine verhängnisvolle Rechtsprechung: Fügt Hermia sich nicht dem Willen ihres Vaters muss sie entweder sterben oder in ein Kloster gehen. 
Doch stattdessen beschließt sie, mit Lysander aus Athen zu fliehen. Diesen Plan offenbart sie ihrer Freundin Helena. Diese wiederum ist in Demetrius verliebt. Er hatte einst ihr den Hof gemacht, ehe seine Zuneigung auf Hermia umgeschwenkt war. Blind vor Liebe verrät sie das Vertrauen ihrer Freundin und verrät Demetrius die Fluchtpläne des Paares. Sie Begleitet Denetrius in den Wald, und so sehr er sie mit harten Worten abzuschütteln versucht, folgt sie ihm doch wie ein Hündchen, dass dem Herrchen selbst treu bleibt, wenn es getreten wird. 
Im Wald treffen auch Feenkönigin Titania und Elfenkönig Oberon aufeinander. Die beiden befinden sich im Ehekrach, da Oberon ein indisches Kind haben will, das Titania nicht heraus rückt. 
Die dritte Gruppe, die sich in dieser Nacht im Wald aufhält, ist eine Laienschauspieltruppe aus Handwerkern, deren für das Stück wichtigste Person der Weber Zettel ist. Die Gruppe probt ein Stück für die Hochzeit des Herzogs. 
Oberon beauftragt den Kobold Puck, eine Zauberblume zu besorgen. Träufelt man jemanden den Saft dieser Blume aufs Auge, verliebt er sich in das erste Geschöpf, das er erblickt. 
Zum einen beträufelt er damit die Augen der schlafenden Titania. Als diese erwacht, sieht sie als erstes Zettel, der jedoch durch Pucks Schabernack inzwischen in einen Esel verwandelt wurde. In diesen verliebt sie sich, bald sehr zum Leidwesen der anderen Elfen. Zum anderen möchte Oberon mit der Blume der verschmähten Helena helfen. Er weist Puck an, ein Paar zu suchen, in Athener Tracht, und dem Mann den Saft auf die Augen zu träufeln. So will er Demetrius in Helena verliebt machen. Doch stattdessen entdeckt Puck Lysander und Hermia, die ein Stück auseinander schlafen, weil Hermia dies aus Anstandsgründen so wollte. Puck träufelt den Saft auf Lysanders Augen, doch als dieser erwacht, sieht er leider Helena. Da Oberon den Irrtum Pucks bald bemerkt, bekommt auch Demetrius etwas von dem Saft aufs Auge. Nun sind beide hinter Helena her, und die arme Hermia wird verschmäht. 
..... 
Alle Wirrungen des Stückes aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen. Jedenfalls löst sich am Ende alles in Wohlgefallen auf. Bei einem so bekannten Stoff wie dem Sommernachtstraum kann man das ja ruhig mal verraten ;-) 

Umsetzung: 
Der Film ist schon sehr romantisch gestaltet, was sich bei dem Stoff aber auch anbietet. Manchen könnte der Film zu kitschig sein, doch das passt zu der Vorlage Shakespeare´s. Immerhin ist es ein sehr märchenhaftes Stück. 
Mein persönliches Highlight in diesem Film ist der eher unbekannte Stanley Tucci in der Rolle des Puck. Aber auch die anderen Rollen sind perfekt besetzt. Ebenfalls besonders hervorgehoben sei hier Kevin Kline als Zettel. 
Der Stoff wurde relativ klassisch mit sehr schönen Kostümen umgesetzt. Alles in allem ist der Film sehr stimmungsvoll und augenzwinkernd romantisch gestaltet. 
Der Regisseur hat noch einige fantasievolle Ideen beigesteuert, die sich perfekt in die Handlung einfügen und für Schmunzeln sorgen. So sieht Puck zum ersten Mal in seinem langen Koboldleben ein Fahrrad, und die Elfen im Wald zweckentfremden allerlei Alltagsgegenstände und sind fasziniert von einem Grammophon, das Zettel in Gang bringt. 
Das könnte albern wirken, tut es aber nicht, sondern bettet sich perfekt in die Handlung und die Grundstimmung des Films ein. 

Fazit: 
Shakespeare´s romantischste Komödie wurde etwas kitschig, aber durchaus stimmungsvoll umgesetzt. Allen Fans des Dichters und des Stückes kann ich den Film nur ans Herz legen. Von den Darstellern bis zu den Kostümen stimmt meiner Meinung nach alles.

 

Tags: 

Shakespeare, DVD, Kino, Film

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The 60s
von: Caillin |  16.05.2009 08:49:14
Titel: The 60´s 
Sprachen: Deutsch und Englisch 
Untertitel: Deutsch 
Spieldauer: 166 Minuten 
Extras: Infos zu Kultur, Politik, Musik und Wissenschaft der 60er Jahre, Bio- und Filmografien, Trailershow 
Altersfreigabe: ab 12 
Genre: Familiendrama/ historischer Film/ Dokumentation (teilweise) 
Hauptdarsteller: Julia Stiles, Jerry O´Connel, Josh Hamilton, Jordana Brewster 

Handlung: 
Der Film erzählt die Geschichte einer amerikanischen Familie in den Sechzigern. Mr. und Mrs. Herlihy sind eher konservativ, wobei der Vater schlimmer ist. Tochter Katie hingegen möchte ihre Jugend genießen und schlägt gerne über die Stränge. Als sie von einem Musiker schwanger wird, kommt es zum Bruch mit dem Vater. Katie verlässt die Familie und sucht den Vater des Kindes, welchen sie auch in einer Hippie-Kommune wieder findet. Doch die scheinbar wundervolle Freiheit der Hippies zeigt ihre Schattenseiten, wenn es an Geld für Medikamente mangelt und der Kindsvater die meiste Zeit auf Drogen ist.... 
Katies ältere Brüder Brian und Michael könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Brian sich freiwillig für den Armeedienst meldet und nach Vietnam geht, engagiert sich Michael in der Antikriegsbewegung und gegen die Diskriminierung Schwarzer. Bei seinem politischen Aktivismus lernt er Sara kennen und verliebt sich in sie. 
Doch nach anfänglichem Glück lässt sich diese von einem Anführer der Bewegung beeindrucken. Immer wieder begegnen die beiden einander, doch bleibt lange unklar, ob sie je wirklich zueinander finden werden. 
Auch die Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen kommt nicht zu kurz. Abgesehen davon dass Michael sich darin engagiert, wird auch die Geschichte eines schwarzen Pfarrers und dessen Sohnes beleuchtet. Während beide anfangs nur an friedlichen Protesten teilnehmen, schließt sich der Sohn irgendwann den Black Panthers an und ist mit dabei, als eine Auseinandersetzung mit der Polizei eines nachts eskaliert. 
Ich habe die einzelnen Geschichten hier jeweils nur kurz angerissen, denn ein wenig Spannung sollte auch noch übrig bleiben. Diese Ausführungen sollten genügen, um sich einen groben Überblick über die Handlung zu verschaffen. 

Umsetzung und Darsteller: 
Spielfilmszenen wurden hier mit dokumentarischem Material gekonnt verflochten. Zum einen ist dieser Film bewegendes Gefühlskino, zum anderen eine Reise durch die Geschichte der 60er Jahre in Amerika, mit allen Licht- und Schattenseiten. Der Film ist mit dem passenden 60ies-Soundtrack wie den Stones, Bob Dylan oder Jefferson Airplane unterlegt. 
Die wichtigsten Ereignisse der Sechziger in Amerika finden ihren Platz in diesem Film und griefen mehr oder weniger nahtlos in die Familiengeschichte über, so dass die eingearbeitete Dokumentation ganz natürlich und nicht gezwungen wirkt. 
Der Film enthält einige sehr bewegende Szenen, auch wenn diese ab und an dem amerikanischen Pathos verfallen. Dies hält sich jedoch noch im Rahmen und wirkt nicht übertrieben, daher kann man großzügig darüber hinweg sehen. 
Das Ende hätte jedoch überzeugender wirken können, wenn man nicht der Hollywood-Sehnsucht nach Happy-Ends Rechnung getragen hätte. 
Die Darsteller sind allesasamt sehr überzeugend, auch die Nebendarsteller, von denen es hier zahlreiche gibt. Außer Julia Stiles kannte ich vorher keinen der Schauspieler wirklich, sie haben mich jedoch allesamt überzeugt. 

Fazit: 
Meiner Meinung nach ist keine der 166 Minuten dieses Filmes zu viel. Völlig zu Unrecht ist er eher unbekannt und wird meist für wenige Euro verhökert. 
Dabei lädt der Film ein zu einer Reise durch die Sechziger in Amerika und bietet durch die Vielfalt der Charaktere für die meisten eine Identifikationsfigur, was die Geschichte nachvollziehbar macht. 
Besser kann eine Geschichtsstunde kaum sein.

 

Tags: 

60s, Julia Stiles, Film, Kino, DVD

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