Der Name „Caesars Salads“,
leitet sich nicht etwa ab, von dem gleichnamigen römischen Kaiser,
sondern aus dem Namen seines Erfinders.
Cesare (Caesar) Cardini, Italiener, geboren 1896 in Lago Maggiore
emigrierte zusammen mit seinem Bruder Alex, nach dem 1. Weltkrieg, in
die USA. Erfunden hat Cesare diesen Salat, in seinem Restaurant
„Caesars Place“ in Tijuana im Bundesstaat Baja California in
Mexiko, an der Grenze zur USA. Am 4. Juli 1924 zur Feier des
amerikanischen „Independence Day“,
war das Restaurant so gut besucht, dass nichts mehr verfügbar war,
außer Salat. Um seine Gäste nicht zu enttäuschen, kreierte Cesare
einen Salat, mit einer besonderen Note. Er mischte das Salatdressing
vor den Augen der Gäste zusammen und kombinierte somit den Stil des
Servierens mit seiner Eigenkreation.
1926 Alex Cardini, ehemaliger Pilot der „Italien Air Force“ im
1. Weltkrieg und der Bruder von Cesare kreierte eine weitere Version
des Salates. Er servierte den Salat mit Sardellen (Anchovies)
und nannte diesen „Aviator´s Salad“,
zu Ehren der Piloten der Rockwell Field Air Base in San Diego.....allerdings
wurde auch
diese Kreation
später wieder
in “Caesars Salad” umbenannt. Es
ist überliefert, dass diese Version des Salates sehr populär wurde.
Die Brüder waren unterschiedlicher Meinung über die Zutaten. Cesare
war gegen das hinzufügen
von Anchovies, da er meinte, die Worcestershire Sauce würde genug Aroma
in das Dressing bringen. Für ihn war die
Verwendung von original italienischem Olivenöl und importierten
Parmesankäse das ausschlaggebende für einen „Original Caesars
Salad“. Die Popularität dieses Salats
kam auch den Hollywoodstars zu Ohren. So kamen Clark Gable, Jean
Harlow und andere Hollywoodstar, im „Ceasars Place“ in den
Genuss, der eigenen Salatkreation von Cesare Cardini.
1948 lies Cesare dieses Rezept patentieren und das Dressing wird
heute unter der Lizenz der Caesar Cardini Foods,
Culver City, California,
vertrieben. Der Caesars Salat hat heute
einen festen Platz in der US-amerikanischen Esskultur.
Rezept:
1 Kopf römischer Salat
Olivenöl
2 Knoblauchzehen (geschält, zerkleinert oder zerdrückt)
1 TL Worcesterhire Sauce
2 TL Limonensaft (frisch)
Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Salz
2 Eier (1 Minute kochen und nur das Eigelb verwenden)
Frisch geriebener Parmesankäse
Geröstete Weißbrotwürfel
Den römischen Salat waschen. Den abgetrockneten Salat in
mundgerechte Stücke schneiden.
Den Knoblauch schälen, zerkleinern oder zerdrücken und in einer
Pfanne zusammen mit etwas Olivenöl und den Weißbrotwürfeln
anrösten.
Die Worcestershire Sauce (und optional
die Anchovies), den Limonensaft, den
frischen Pfeffer, Salz und das Eigelb zu einer Emulsion verarbeiten,
dabei soviel Olivenöl Tropfen für Tropfen hinzugeben, bis eine
Konsistenz entsteht, die an Mayonnaise erinnert. (Daher ist es auch
wichtig, dass die Eier die richtige Temperatur aufweisen, - 1 Minute
kochen -, wenn nicht, dann sollte das Ei zumindest Zimmertemperatur
haben)
Den Salat auf einer Platte oder direkt auf Tellern anrichten und
mit dem Dressing toppen..
Darauf die Knoblauch-Weißbrotwürfel geben. Zum
Schluss den
Parmesankäse darüberreiben Nach
Belieben kann dass Dressing auch unter den Salat gemischt werden,
bevor er auf den Tellern angerichtet wird.
In der Original Seevierart wurde der römische Salat nicht
zerkleinert und es wurden nur die Herzen verwendet. Die Blätter
wurden auf einer Platte angerichtet und das Dressing
als eine Art Tip verwendet, so dass man den
Salat mit den Fingern essen konnte.
Notwendig ist natürlich, wie bei allen kulinarischen Genüssen,
das Verwenden von frischen Zutaten. Olivenöl von guter Qualität ist
genauso wichtig, wie frisch gemahlener Pfeffer und frischer
geriebener Parmesankäse und natürlich selbstredend „frische
Eier“, da diese roh verarbeitet werden. Daher sollte das Dressing
auch immer erst kurz vor der Verwendung hergestellt werden, da die
Haltbarkeit, aufgrund der fehlenden Konservierungsstoffe, sehr kurz
ist.