- Einleitung
- Basisinformationen
- Erfahrungsbericht
- Fazit
Werte Leserschaft,
und wieder ist Montag, so dass ich all meinen LeserInnen einen guten Start in die neue Woche wünschen und mit diesem Bericht etwas über mein Wochenende erzählen kann. Da das Wetter nun - Mitte September - schon etwas kühler wird und die Sonne früher untergeht, wollte ich möglichst bald den
(Banksia ornato Meisn. Geschmückte Banksia. Australien)
Botanischen Gartenbesuchen. Dabei hatte ich Glück mit dem Wetter, so dass es sehr angenehm war, den grossen Freiluftspaziergang in dieser Oase der Botanik zu unternehmen. Doch bevor ich genauer von diesem schönen Erlebnis erzähle, bringe ich euch eingangs die wichtigsten
Basisinformationen:Adresse:Unter den Eichen 5-10, 12203 Berlin befindet sich der Garteneingang, Königin-Luise-Platz, 14195 Berlin befindet sich der Haupteingang und
http://www.bgbm.org ist die virtuelle Adresse.
Lage: Berlin -- Westteil -- Zehlendorf-Steglitz -- Bezirksteil Steglitz. Somit befindet sich der BG fast schon am Rande Berlins.
Anfahrt:Zum Eingang Unter den Eichen Metrobus M48, U-/S-Bhf. Rathaus Steglitz mit ca. 1000m. Fussweg oder S-Bhf. Botanischer Garten mit etwas weniger als 1000m Fussweg
Zum Eingang Königin-Luise-Str. 6-8 ExpressBus X83, Bus 101, oder U-Bhf Dahlem Dorf mit einem kleinen Fussweg.
Eintritt: 5,-€ normal
2,50€ ermässigt für Schüler, Studenten, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende, Beziehende von Arbeitslosengeld (I+II), Schwerbehinderte (ab 50 %) und Besucher in Gruppen ab 12 Personen.
10,- € Familienkarte (2 Erwachsene und Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr)
0,- € (Null) für - Kinder bis zum 6. Lebensjahr, Schwerbehinderte über 70 % sowie die als notwendig anerkannte Begleitperson, Mitglieder des Vereins der Freunde des BGBM, Mitglieder des intern. Museumsrates (ICOM), Betreuer von Klassen (max. 2 Personen), Schulklassen mit Empfehlung der Botanikschule, Studierende der Berliner Hochschulen, die innerhalb des Studiums den BGBM besuchen (unter Leitung des Hochschullehrers), Nutzer der Bibliothek und Nutzer der Pilzberatung.
Jahreskarte normal 60,- ermässigt 20,-
Öffnungszeiten:Januar 9 – 16 Uhr
Februar 9 – 17 Uhr
März 9 – 18 Uhr
April 9 – 20 Uhr
Mai, Juni und Juli 9 – 21 Uhr
August 9 – 20 Uhr
September 9 – 19 Uhr
Grösse: 43 Hektar, 22.000 Pflanzenarten
Inhaber: Der Staat, konkret die Freie Universität Berlins
Aufteilung: Botanisches Museum, Sumpf- und Wassergarten, Moosgarten, Duft- und Tastgarten, Nutzpflanzengarten, Arzneipflanzengarten, System der krautigen Pflanzen, Gewächshäuser, Italienischer Garten, Pflanzengeographie, Arboretum, Café/Bistro Anthurium, Restaurant Landhaus, Geschenkeshop (http://www.pflanzenreich-berlin.de/) und ein Gärtnereishop.
(Wie diese runden Kakteen heissen, kann ich euch nicht sagen, da einfach zu viele Schildchen drumherum waren, aber im Volksmund nennt man sie wohl Schwiegermuttersitz.)ErfahrungsberichtMeine Erfahrungen belaufen sich auf mehrere Besuche, die sich über einen extrem langen Zeitraum erstrecken, so dass ich mich vor meinem jüngsten Besuch im Botanischen Garten nur noch daran erinnerte, wie beeindruckt ich war und dass man dort wunderschön und ewig lange spazierengehen kann sowie sehr viel Spass beim Fotografieren hat. Am Wochenende war ich @deliziosi nun wieder dort.
►►► Meine Anfahrt ◄◄◄
habe ich mit der U-Bahn unternommen. Da ich von zentraler Stelle der Innenstadt aus zum Rand Berlins musste, hätte ich genauso gut mit der S-Bahn fahren können. In beiden Fällen wäre noch ein kurzer Fussweg zu überbrücken gewesen. Doch da die Berliner S-Bahn seit einiger Zeit nicht so zuverlässig fährt, war der Weg mit der U-Bahn sicherer. Die ca. 1000 Meter, die ich vom U-Bahnhof Steglitz (Endstation der U9) noch zurücklegen musste, waren sogar ausgeschildert, so dass ich zügig und zielsicher am
►►► Garteneingang ◄◄◄
mit der Adresse "Unter den Eichen 5-10" eintraf.

Dort sass eine freundlich Dame im Häuschen, die uns die Eintrittskarten verkaufte. Direkt hinter dem Eingang sah ich als erstes das
►►► Restaurant Landhaus. ◄◄◄

Nach Essen war mit direkt nach der Ankunft so ganz und gar nicht, denn ich sowie meine Begleiter waren recht begierig darauf, den Botanischen Garten zu erkunden. Aber da ein Eingang ja auch immer ein Ausgang ist, halte ich diese Postion für ein Restaurant für eine gute Idee, weil sicher viele Leute vom langen Laufen hungrig dort einfallen.
Doch für mich begann nun
►►► der Spaziergang ◄◄◄
und vor meinen Augen tat sich erstmal ein Blick auf die Schönheit der Botanik auf und ich konnte mich nicht zügeln, sofort mit einer Fotoserie zu beginnen, die wie ich inzwischen weiss, die Kapazität der im Fotoapparat wohnenden Speicherkarte sprengen würde. Als erstes waren zu rechter Seite kunstvoll angelegt Beete zu bewundern,

und zu linker Seite ein See inmitten optisch naturbelassenen Grüns. An den Gehwegen befinden sich viele Bänke, die zum Ausruhen und Auf-sich-wirken-lassen der Schönheit einladen. Nach kurzem Fussweg auf dem Hauptgang boten sich die ersten
►►► Toiletten ◄◄◄
an. Gelegenheiten, sich zu entleeren, kommen im Botanischen Garten an verschiedenen Stellen, so dass eigentlich niemand Sorge haben muss, kein WC zu finden. Eigentlich! Bei diesem etwas grösseren Ausflug hat es auch mich erwischt: Ich hätte gemusst und versuchte, die Sanitäranlagen am Bistro, nahe den Eingängen der Schauhäuser, zu benutzen. Leider war auf keinem der vielen kleinen Kabinchen Toilettenpapier. Das wäre noch zu verkraften gewesen, da ich Taschentücher dabei hatte. Aber dort war ein dermassen beissender Uringeruch, dass ich es doch vorzog, unverrichteter Dinge wieder zu gehen und bis zu Hause auszuhalten. Nur die Hände habe ich mir noch gewaschen, nachdem ich alle Türknäufe der Toilettenkabinen angefasst hatte. Die aus dem Spender hervortretende Seife war ein Schaum. Zum Abtrocknen der Hände gibt es eine Maschine, die ein Stoffhandtuch beinhaltet und Papiertücher.
Kurz nachdem das erste Toiletten-Hinweis-Symbol passiert war, befand ich mich dann in einer Art
►►► Gewürzgarten ◄◄◄
Dort roch es nach einem Gewürz, das ich vom Kochen kannte. Bei genauerem Hinsehen erkannte ich den Majoran.

Genauer gesagt fand ich das Schild, denn den Majoran als Pflanze hätte ich oller Grosstädter nie erkannt. *lach* Beeindruckend waren dort auch riesige Kürbisse und Zucchinis.
Ich lief gar nicht mehr lang, bis ich an den
►►► Schauhäusern ◄◄◄
angelangt war. Riesige gläserne Bauten,

in jedem Raum ein anderes Klima und extrem beeindruckende Pflanzen. Dort waren z.B. Farne, Palmen, Affenbrotbaum, Kokosnüsse und am Durchgang zum nächsten Haus sogar ein kleiner Platz mit Tipps und Tricks zur Zubereitung und Verzehr von Kokosmilch.
Für mich war das unterschiedliche Klima sehr anstrengend, so dass ich nach dem halben Rundgang durch die verschiedenen Ausstellungsräume erstmal Pause machen wollte. Sehr zur Verwunderung meiner Freunde, da ich©deliziosi die Einzige war, die durch die permanenten Klimawechsel erschöpft und wie vor den Kopf gestossen war.

Daher gingen wir erstmal eine Weile draussen umher und besuchten später den zweiten Teil der Glashäuser. Nun kam der Teil mit den Kakteen und fleischfressenden Pflanzen dran, was auch alles sehr beeindruckend war

Es gibt im Botanischen Garten übrigens auch einen
►►► Sicherheitsdienst, ◄◄◄
der rund um die Schauhäuser und etwas weiter die Wege entlang schlendert. Was gibt es denn im Botanischen Garten zu bewachen? Ich vermute mal, sie wollen verhindern, dass Leute sich Teile von den Pflanzen abschneiden, weil sie Ableger haben möchte.

►►► Ehrengräber und Eichhörnchen ◄◄◄
Auf dem weiteren Spaziergang fielen uns neben den botanischen Schönheiten mehrere Ehrengräber auf. Diese sind den 6 Persönlichkeiten Adolf Engler, George Schweinfurth, Ludwig Diels, Erich Werdermann, Friedrich Althoff und Igantz Urban gewidmet, die für den Botanischen Garten von besonderer Bedeutung waren.
Als ich so andächtig begutachtend an einem Grab vorbeiging, das ich persönlich eigentlich für zu kultig empfunden habe, raschelte es im Gebüsch. Ich guckte und rief entzückt: "Eichhörchen!" und wie auf Kommando lief das kleine Tier den Baum hoch. Doch hellbraun in grün war es noch gut zu beobachten, wie es sich behend von Ast zu Ast schwang. Schon bald sprang ein zweites Hörnchen hinterher und wir waren alle bemüht, schöne Eichhörnchenbilder zu knipsen, die in diesem Bericht aber keinen Platz mehr finden.
Als nächstes war ich im
►►► Moosgarten ◄◄◄
angelangt, wo extra ein poolähnliches Becken ausgehoben war, damit wir Besucher mit den Augen recht dicht an die Pflanzen kommen konnten, ohne uns tief bücken zu müssen. Auch stand ein Automat bereit, der gegen eine Gebühr von 5,-€ eine Lupe verleihen wollte.
Dann kam ich zu einem grossen Gebiet, auf dem
►►► weltweite Biotope ◄◄◄
unter freiem Himmel gezeigt wurden, darunter aber auch der deutsche Meeresstrand.

Auf diesem Areal haben die Botaniker eine Menge kleiner Hügel errichtet, auf denen jeweils die Bepflanzung einer Region, wie z.B. Nordgriechenland,

Nordost-Anatolien, West-Himalalya, China und Kaukasus...

zu sehen war und zwischendrin ein kleines chinesisches Häuschen zum Ausruhen.
Nun waren wir auch schon bald wieder zurück bei den Schauhäusern, unweit vor denen ein Freiluft Kakteen-Beet, mit der Bezeichung "Kakteen unter Eis und Schnee" stand.

Dieses Beet wurde vom Geschäftsführer einer Blumenfirma gespendet und am 17. Mai 2007 im Botanischen Garten eingerichtet. Es handelt sich um winterfeste Kakteen, die Eis und Schnee überleben können, was dann auch erklärt, warum es sich um ein Freiland-Beet handelt.
(Das Tropenhaus ist übrigens derzeit wegen umfassender Restaurierungsarbeiten geschlossen, wird aber am 17. September wieder eröffnet.)
Nach unserem Besuch im zweiten Teil der Schauhäuser haben wir eine Pause im
►►► Bistro Anthurium ◄◄◄
gemacht, in dem sich übrigens der Eingang zu den Glashäusern befindet.
Die Preisklasse ist mittelmässig, würde ich jetzt mal so sagen.
Mein sehr leckerer Cappuchino hat 2,50€ gekostet. Bei meinen Freunden habe ich nicht so genau nachgefragt, welche Geschmackserlebnisse sie hatten, aber es war doch zu sehen, dass sie mit ihrem Kuchen und Getränken zufrieden waren. Ein Bild hat in diesen Bericht leider nicht mehr hineingepasst, aber ihr könnt euch unter der URL unseren fast schon verlassenen Tisch ansehen, womit dann auch das Gartenmobiliar für euch sichtbar würde.

Ach so, und eine ausgewiesene
►►► Liegewiese ◄◄◄
gibt es dort auch. Diese habe ich nicht genutzt. Dennoch finde ich es nicht direkt schlecht, den Besuchern auch einen solchen Platz zum Ausruhen einzurichten. Zwar mag ich es nicht, wenn überall diese ausgezogenen Leute rumliegen, wie es in Berlin auch in den öffentlichen Parkanlagen leider seit Jahr und Tag üblich ist.
Das
►►► Publikum ◄◄◄
ist hier etwas rar. Ganz anders als auf Rummel oder Strassenfesten, wo sich die Massen durch die Gänge schieben, kann man im Botanischen Garten manchmal kurz den Eindruck erhalten, man wäre alleine, bzw. nur mit den eigenen Freunden in der Natur.
Die Besucher, denen ich während meiner Anwesenheit dort begegnet bin, waren alles gepflegte, zivilisierte, ruhige Menschen.
FazitEs war nicht nur eine schöne Abwechslung, in den Botanischen Garten zu gehen, sondern definitiv beeindruckend. Wir sind stundenlang spazieren gegangen und haben trotzdem nicht den ganzen Garten gesehen. Demzufolge hätte ich©deliziosi jetzt direkt Lust, noch mal hinzugehen.
Meiner Meinung nach braucht man kein Biologe oder gar spezialisierter Botaniker zu sein, um einen Besuch im Botanischen Garten zu geniessen. Wer gerne in gepflegter Natur spazieren geht, wäre hier schon richtig. Auch für Fotofreunde ist hier ein idealer Ort. Egal ob man versucht, besonders hübsche Aufnahmen von den Pflanzen zu machen oder Hintergrundmotive für Personenfotos, Motive für Grusskartenfotos... sucht, würde wohl jeder mehr als fündig werden.
Abschliessend kann ich jedem, der sich gerne etwas mehr an der frischen Luft bewegt, egal ob Berliner oder Tourist, diese Oase der Botanik empfehlen. Wichtig ist es, den Besuch als Tagesausflug einzuplanen, weil der Aufenthalt einige Stunden dauert und der Spaziergang sowie die frische Luft auch etwas Kraft verbraucht. Anschliessend könnte es sich z.B. anbieten, schön essen zu gehen.
©deliziosi für Ciao, Preisvergleich und Typeer
(Mammilania geminispina = Warzenkakteen)