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Biologische Lebensmittel - Zeichen der Zeit

Autor: Martina M.
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Beschreibung:

Bio auf dem Vormarsch

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Bio auf dem Vormarsch
von: Martina M. |  22.01.2009 02:46:50
Das Bewusstsein der Verbraucher hat sich im Laufe der Zeit auf einen Themenbereich fokussiert, der in der Öffentlichkeit starken Diskussionen ausgesetzt ist.

Um die Bevölkerung ausreichend mit Nahrungsmitteln zu versorgen, hat sie die Produktion von pflanzlichen und tierischen Nährmitteln in einer Tendenz entwickelt, die von vielen Verbrauchern negativ bewertet wird und letztendlich die Folgeschäden nicht absehbar sind.

Die rationelle und schnelle Aufzucht von Tieren, die zur Nahrungsgewinnung dienen, hat den Einsatz von Wachstumsförderern und Medikamenten notwendig gemacht. Die Massentierhaltung entwickelte sich, um schnell und rationell das Produkt „Fleisch“ in gewaltigen Mengen zu produzieren. Auf die Gesundheit und die Lebensbedingungen der Tiere wurde kaum und wenn, dann nur aus „wirtschaftlichen“ Gesichtpunkten heraus, geachtet.

Aber auch in der Produktionen von pflanzlichen Lebensmitteln sind Einsätze von Pestiziden und chemischen Pflanzenschutzmitteln notwendig, um Missernten zu vermeiden und die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.

In den vergangen Jahren sind diese chemischen Bestandteile zum Pflanzenschutz und Tieraufzucht ins Zwielicht geraten. Die Aufklärung der Verbraucher und das erhöhte Gesundheitsbewusstsein haben gezeigt, dass ein Umdenken in der Tier- und Pflanzenaufzucht notwendig ist.

Lebensmittelskandale, skandalöse Tiertransporte und Medikamentenmissbrauch erfordern ein Neuorientierung, um unsere Umwelt und unsere nachfolgenden Generationen, vor Schaden zu bewahren.

Vorreiter waren sicherlich verschiedene Gruppen, die sich um eine Änderungen in der Tieraufzucht und im Pflanzenschutz bemühten.

Es entstanden die ersten Bio-Bauernhöfe, die noch einen schweren Stand in der Gesellschaft hatten und dies meist als „grüne Spinnerei“ abgetan wurde. Staatliche Hilfen gab es kaum und der Ertrag lag meistens unter der Grenze, der von konservativen Landwirtschaftsformen erreicht wurde. Spaeter hat sich dann dieses Konzept der wenigen Idealisten durchgesetzt.

In den letzten Jahren wurde dieses Bild gravierend verändert. Überall kann man nun verschiedene Bio-Läden finden, die auch gut frequentiert und besucht sind. Das Bewusstsein für gesündere Lebensmittel hat sich in den Köpfen der Verbraucher etabliert und schreitet stetig fort. Pressemitteilungen und Filme über Massentierhaltung, Tierquälerei und massiven Einsatz von Pestiziden haben die Menschen für die Thematik sensibel gemacht.

Neue Verfahren in der Entwicklung der Aufzuchtsmittel für Tiere oder im Pflanzenschutz, natürliche Haltungsbedingungen und vor allem eine einheitliche Überwachung und Kontrolle ermöglichen nun ein anderes Bild.

Gütesiegel, die strengen Kontrollen unterliegen und staatliche Hilfen für die Bio-Landwirtschaft haben es ermöglicht einen Konsens zu finden, um den Schutz des Verbrauchers mit den „wirtschaftlichen Erfolg des produzierenden Gewerbes“ zu verbinden.

Um die nachfolgenden Generationen vor den Folgen unserer Ausbeutung der Natur zu bewahren, ist es notwendig weiterhin fortschreitend neue Möglichkeiten im Landwirtschafsbereich zu suchen, die letztendlich für unsere Gesundheit und die Zukunft unserer Kinder maßgebend sind.

Sicherlich wird es auch in Zukunft sein, dass aufgrund der globalen Marktsituation nicht nur Lebensmittel von Bio-Qualität zu finden sind. Es ist jedoch unser aller Aufgabe vorausschauend auf die Thematik zu reagieren und das Bewusstsein in dieser höchst sensiblen Angelegenheit ständig zu erweitern.

 

Tags: 

Biologische Lebensmittel, Massentierhaltung, Pestizide

Kommentare (1)
Gütesiegel im Lebensmittelbereich
von: Martina M. |  30.01.2009 18:43:23

Da mein obiger Text sehr allgemein gehalten ist, und wie ich sehe Interesse an diesem Thema besteht, möchte ich hier etwas näher darauf eingehen:

Da es eine unzählige Art von Gütesiegeln und Qualitätsmerkmalen gibt, stelle ich nachfolgenden Link in das Thema. Hier wird erklärt, welche Gütesiegel, welchen Bedingungen in der Produktion von Lebensmitteln, unterworfen sind.

http://www.infonetz-owl.de/index.php?id=109

Das Bewusstsein der Verbraucher sollte sich wieder auf den Respekt vor dem "Lebensmittel" beziehen. In unserer heutigen "Wegwerfgesellschaft" wird das "Lebensmittel" nicht mehr als Lebensgrundlage geachtet, sondern als Konsumgut betrachtet, dass aufgrund der vorhandenen Masse "achtlos" behandelt wird. Das Wegwerfen von Nahrung und die Vernichtung von Nahrungsmitteln zur Marktpreiserhaltung sind genauso verwerflich, wie die Massenproduktion von minderwertiger Qualität.

Ein Betrieb der "Erzeugenden Lebensmittelindustrie" (welcher nach ökologischen und biologischen Gesichtspunkten produziert) ist nicht in der Lage, vom Preisgefüge mit den Erzeugern der Massenproduktion, in Konkurrenz zu treten.

Wenn wir Verschwendung eindämmen und bewusster bei der Auswahl von Nahrungsmitteln vorgegangen wird, ist durchaus ein Erwerb von Nahrungsmitteln von guter Qualität auch im höheren Preisgefüge möglich. Der Griff zum Billigei sollte eine Überlegung wert sein, dass in der Relation zur Quantität und zur Qualität." weniger..... mehr ist ",

Nahrungsmittel können nicht am Fliessband gefertigt werden ohne dass die Qualitaet leidet, werden aber als Massenware im Überfluss behandelt, was wesentliche Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat. Viele vergessen, dass es sich hierbei nicht um ein elektronisches Gerät handelt, sondern, dass die Nahrungsaufnahme eine biologische Symbiose der Natur darstellt, die direkt unseren Körper in seinen Lebensfunktionen - und unsere Gesundheit - beeinflusst.



 

Tags: 

Gütesiegel, Lebensmittel, Demeter, Bio, CMA, Produkte

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