Hiermit
beginnt der erste Blog-Battle. Ich freue mich, dass Elisa sich nicht
lange hat bitten lassen. Wir möchten erörtern, ob und wie
sich die Finanzkrise auf Onlinewerbung und damit auch auf typeer.de
auswirkt.
Wenn
sich noch jemand an der Diskussion beteiligen möchte – nur zu!
Schreibt entweder einen Kommentar dazu oder weist einen von uns
beiden darauf in, in welchem Thema der Beitrag zur Diskussion
veröffentlicht wurde. Dann setzen wir einen Link dorthin (gerne
auch externe Blogs).
Wir
sind außerdem sehr gespannt, welcher Argumentation sich die
meisten anschließen werden. Bitte lasst es uns über eure
Kommentare wissen.
Ich
vertrete die These:
An
(Online-) Werbung sparen Unternehmen und Geschäftsleute zuerst
Aus
der Finanzkrise ist eine weltweite Wirtschaftskrise geworden, die
auch für die Arbeitnehmer der Realwirtschaft spürbar
geworden ist. Unternehmen haben Kurzarbeit angemeldet oder sogar
befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und Mitarbeiter
entlassen. Der Umsatz ganzer Branchen ist nachhaltig
zusammengebrochen.
Die
Manager nehmen den Rotstift in die Hand und streichen zusammen, was
verzichtbar erscheint. Der Etat für Werbung ist dabei eines der
ersten Budgets, an dem gekürzt wird. Onlinewerbung wurde bisher
mit gewisser Skepsis begegnet, was auch auf das Alter der
Entscheidungsträger in Großunternehmen zurückzuführen
ist. Somit ist die Werbung im Internet, damit auch Werbung über
Google Adsense, besonders stark von der Finanzkrise betroffen.
Viele
Unternehmen werden also in Zukunft auf Werbung verzichten und, wenn
sie bisher noch keine Onlinewerbung geschaltet haben, jetzt mit
Sicherheit kein Neu-Engagement in Onlinewerbung wagen. Wenn sie
Werbung schalten, dann werden sie eher konventionellen Werbeformen
(Print, Rundfunk, Fernsehen) Vertrauen schenken.
Ich
sehe meine Argumentation dadurch gestützt, dass im Dezember auf
typeer.de lediglich 150 € an die Autoren ausgeschüttet wurden.
Und trotz Google-Optimierung, trotz vieler neuer Autoren, vieler
neuen guten Themen und Beiträgen ist dieser Betrag im Januar mit
der Ausschüttungssumme von 155 € nahezu konstant geblieben.
Wir
können die Krise hier auf typeer.de spüren, denn typeer.de
ist unmittelbar davon abhängig, dass Werbung im Internet
geschaltet wird. Die Einnahmen werden wohl nicht in dem Maße
wachsen, wie sich das viele von uns vorstellen und wünschen.
Wir
sehen hier zwar noch Werbung hier auf typeer.de und das wird wohl
auch so bleiben. Aber durch die verringerte Nachfrage nach
Onlinewerbung haben sich die Preise verringert. Pro Klick, pro 1000
Einblendungen gibt es jetzt weniger Geld. Und auch die Klicks werden
wohl kaum mehr. Es gibt zwar mehr und mehr Besucher hier, aber die
Leser werden zunehmend resistent gegen Adsense-Werbung, der sie
mittlerweile überall ausgesetzt sind. Internetwerbung
ist die bei Konsumenten unbeliebteste Werbeform.
Aber
trotz allem bin ich sicher, dass typeer.de diese Krise überstehen
wird. Neben dem bisschen Geld gibt es ja noch viele andere gute
Gründe, etwas zu veröffentlichen. Jedenfalls, wenn man mit
Herz und Verstand bei der Sache ist. Aber wir können einfach
nicht leugnen, dass wir langsam alle die Krise zu spüren
bekommen. Und die, die sich durch Onlinewerbung finanzieren, spüren
dies ganz besonders.
Dahingegen vertritt Elisa die These:
Mehr
(Online-) Werbung ist der Weg aus der Krise