Neologism

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Meinungen, Neues und Gedanken


Finanzkrise: Wege aus der Demokratie


von :  |  09.10.2008 20:25:54
Folgt auf die Finanzkrise der staatlich verordnete Sozialismus? Immer mehr Länder erwägen eine Verstaatlichung der Banken, selbst Angela Merkel schließt mittlerweile für deutsche Banken eine entsprechende Option nicht mehr aus.

Was hat das jetzt mit Sozialismus zu tun? Schauen wir uns dazu die Definition des Sozialismus an. Dort heißt es:

„In der Theorie des 'klassischen' Sozialismus wird die Auffassung vertreten, dass die Profitinteressen der Kapitaleigner die Produktion nicht am Bedarf der Gesellschaft ausrichten“ (Quelle: Wikipedia)

Und genau darum geht es ja zurzeit. Wer dem Volk nun allerdings suggeriert das die Politik das durch entsprechende Maßnahmen ändern wird, täuscht darüber hinweg das einer relativ kleinen Gruppe hierdurch eine große Macht zu teil wird. Hierzu ein Zitat von Jürgen Pätzold:

„Die zentrale Planung verlangt in gesellschaftspolitischer Hinsicht den Kollektivismus und in staatspolitischer Hinsicht den Totalitarismus des Einparteiensystems. Eine Marktwirtschaft erfordert dagegen, soll sie funktionieren, die Einbettung in ein System politischer und ökonomischer Freiheiten. Ein vergleichbares System der Freiheiten ist mit der Zentralverwaltungswirtschaft unvereinbar. Die Handlungs- und Bewegungsfreiheit der Individuen bildet in der zentral verwalteten Wirtschaft einen latenten Störfaktor, den der Staat zurückzudrängen sucht. “ (Quelle: Wikipedia)

Werden die Banken eines Landes verstaatlicht, führt das Zwangsläufig dazu das der Staat auch den Kapitalfluss der jeweiligen Wirtschaft eines Landes steuert. Wer Kredite erhält oder auch nicht, unterliegt somit der staatlichen Kontrolle. Das wiederum kann im schlimmsten Fall dazu führen das Regierungskritische Unternehmer systematisch durch den Entzug finanzieller Mittel hingerichtet werden. Wenn man das ganze etwas weiterführen möchte, kann ein solches vorgehen bis zur Verstaatlichung ganzer Unternehmen führen. Das ist jetzt sicherlich etwas überzogen dargestellt. Es sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Verstaatlichung egal welcher Institutionen oder Unternehmen die schlechteste Option ist. Letztendlich handelt es sich bei der derzeitigen Finanzkrise um eine längst fällige, wenn auch schmerzhafte, Marktbereinigung die real nicht existierende Werte vernichtet.

Quellen:
Merkel: Verstaatlichung von Banken nicht ausgeschlossen
http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialismus
 

Tags :

Finanzkrise, Verstaatlichung von Banken, Bankensystem, Angela Merkel

Kommentare

Wie stifte ich vertrauen?

Von: | 09.10.2008 20:39:34
Ich finde es auch sehr witzig, dass die Bürgschaft der Bundesregierung das Vertrauen der Bürger in die Finanzinstitute wieder steigern soll.

Wenn jemand für irgendetwas bürgt, dann doch eher, weil das Vertrauen in den Schuldner nicht gerade das beste ist...

Die Politiker verkünden ihre Bürgschaft und meinen, die Menschen schlafen dann ruhiger und lassen ihr Geld bei der Bank.

Ich allerdings würde ohne diese Bürgschaft besser schlafen, es gibt doch die angeblich in Deutschland so guten Sicherungssysteme.

Wir normalen Bürger haben es mal wieder in der Hand, sind uns unserer Macht aber nicht bewusst. Wir könnten jede Bank in kürzester Zeit ruinieren, wenn wir kollektiv unser Geld auszahlen lassen. Jederzeit, egal in welcher Wirtschaftslage. Zum Glück haben wir kein Interesse daran. Oder wen würde es reizen, eine Lawine loszutreten?

 

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