Textbroker ist Vermittler zwischen
Menschen, die individuelle Texte zum Beispiel für ihre
Internetseite brauchen und Autoren, die eben diese Texte gegen
Bezahlung liefern.
Nach der Registrierung wird der Autor
aufgefordert, einen Probetext abzuliefern. Dieser dient dazu, den
Autor einer Qualitäts- und Auszahlungsstufe zuzuordnen. Nach der
Einstufung kann der Autor Aufträge aus der Datenbank wählen,
die seinem Niveau entsprechen oder darunter liegen.
Die Textsuchenden können auch
direkte Aufträge an die Autoren vergeben.
Jeder abgelieferte Text kann die
Einstufung des Autoren verbessern oder verschlechtern.
Fleißige Schreiber können
mit Textbroker ein gut berechenbares Einkommen erzielen. Auch für
Schreibneulinge kann sich der Deal lohnen, denn die Auftraggeber
akzeptieren nur Arbeiten, die ihren Ansprüchen gerecht werden.
Der Autor erhält von diesen hilfreiches Feedback, was an einem
Text noch nicht passt und verbessert werden muss. Das kann helfen,
den eigenen Stil zu verbessern.
Fazit
Ich behaupte mal ganz frech, dass sogar
geübte Autoren nicht in der Lage sind, einen kurzen Text
innerhalb weniger Minuten hinunter zuschreiben. Zum eigentlichen
Schreiben kommt noch die Zeit für Recherche oder ein
Brainstorming hinzu. Außerdem muss der Text an den Auftraggeber
übermittelt und Korrekturen durchgeführt werden. Ein kurzer
Text kann so einigen Zeitaufwand bedeuten. Jeder sollte mit sich
selbst aushandeln, ob er den erarbeiteten „Studenlohn“ mit seinem
Gewissen vereinbaren kann. Oder ob andere Schreib-Projekte auf Dauer
nicht doch lohnenswerter sein können.
Diese finanziell lukrativeren Wege
gehen mit Sicherheit die Auftraggeber. Viele Auftraggeber betreiben
einen Blog oder ein Forum. Sie bezahlen die Autoren von textbroker,
damit diese ihnen Inhalte (Content) liefern. Mit diesem Content
verdienen die Foren- und Blogbetreiber wiederum Geld, weil die
interessanten Inhalte Leser anziehen und sich damit Werbeeinnahmen
erzielen lassen.
Warum also als Autor nicht gleich
selbst den langfristig größeren Hebel nutzen und
Werbeeinnahmen erzielen?
Wäre dies eine Auftragsarbeit und
wäre ich als Autor mit sehr guter Qualität eingestuft
worden, so hätte ich mit diesem Text 4,42 € verdient
(Auszahlung pro Wort (0,9 Cent) X Anzahl der Wörter (492) =
442,8 Cent.
Diese Summe sollte auch durch eine
Veröffentlichung auf typeer.de in kurzer Zeit erreicht werden.
Darüber hinaus habe ich weiterhin die Rechte am Text und kann
ihn überall veröffentlichen, wo es mir lohnenswert
erscheint. Der Text mehr als 1.800 Zeichen und ich habe ihn mit einem
Zählpixel der VG Wort versehen. Hat dieser Text genug Leser,
dann kommen von der VG Wort noch einmal zwischen 30 und 50 € pro
Jahr obendrauf. In jedem Jahr, in dem der Text genug Leser hat. Das
finde ich persönlich lukrativer, als mir für Dritte die
Finger wund zu tippen. Auch bei der besten Vergütungsstufe von
textbroker.de würde mir dieser Text weniger als einmalig 20 €
einbringen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Textbroker ist für
fleißige Ideenlose geeignet, die schnell Aufträge
abarbeiten können und damit ein Taschengeld nebenbei verdienen.
Wer eigene Schreibprojekte selbst umsetzt und veröffentlicht,
hat langfristig mit Sicherheit die höheren Einnahmen.
Nachträglicher Tipp:
Wenn ein Text erst einmal verkauft ist, dann möchte man natürlich auch wissen, wo er gelandet ist. Das beantwortet auch die Frage, wie der Käufer damit Geld verdient. Mit Paperseek lässt sich aufspüren, wo ein Text veröffentlicht wurde. Paperseek ist eigentlich dafür gedacht, unerwünschte Plagiate zu finden, aber Veröffentlichungen verkaufter Texte lassen sich damit ebenfalls aufspüren: Text in das Textfeld kopieren oder als PDF hochladen - schon sind Doppelgänger aufgespürt!
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